HEAVEN # 3660 Gott überreichlich
GOTT ÜBERREICHLICH
Du bist ständig auf Meiner Zungenspitze. Ich koste Meine Gedanken an dich aus. Meine Gedanken an dich
sind eine ewige Gabe, die Ich Mir zureiche.
Mein Herz schlägt in den Pausen der Gedanken an dich. Die ganze weite Welt öffnet sich, während dich Mein Herz umfängt. Du bist in Meinem Herzen umschlossen, und demnach vertreibst du die Welt zu sich selbst.
Du bist Mir ein Entzücken. Ich kenne die Gütigkeit deines Herzens. Ich weiß, wann es gequetscht wird. Ich weiß, wann es offen ist. Und Ich weiß, wann es weit offen ist. Jetzt soeben ist dein Herz, dein schönes Herz, zwischen offen und weit offen. Anderenfalls würdest du Meine Worte nicht lesen. Und sobald Meine Worte bei deinem Herzen Zugang haben, öffnest du dein Herz weiter, und hie und da reiben Meine Worte dein Herz ganz weit offen. Dein Herz ist angelegt, weit aufgemacht zu sein. Offensein fühlt sich für dich verletzbar an, so als würde ein Meteor hindurchsegeln oder als würde ein fremder Gegenstand hereintreten und wieder abgehen und hinterließe dein Herz verwundet. Es ist, als würdest du spüren, wie du an der Küste der Liebe nach Atem ringst und wie du es wohl kaum schaffen werdest.
Geliebte, ihr ringt nach dem Atem der Liebe. Wellen der Liebe spülen euch an die Küste der Liebe, eben dorthin, wohin ihr gehört. Ihr entdeckt euch an einem Strand der Liebe. Du wachst hier an der Schwelle der Liebe zu dir selbst auf, wagst es zu lieben, liebst es zu lieben, überspült von Liebe, als gäbe es nichts anderes als Liebe, als gäbe es nichts anderes als Liebe zur Ausführung zu bringen und als Liebe zu sein. Erklärtermaßen oder nicht erklärtermaßen, du bist Liebe. Du bist nichts anderes als Liebe.
Verletzte Liebe ist nichts anderes als Liebe in lückenhaftem Zustand. Sie ist eine Fehlwahrnehmung. Cupidus schießt Liebespfeile ab. Liebe durchbohrt dein Herz, so scheint es. Öffne dein Herz, und Pfeile werden es nicht durchbohren. Herzen sind angelegt, offen zu sein. Dein Herz ist bestimmt, offen zu sein. Stehe nicht im Gegensatz zu deinem Herzen.
Dein Herz hat eine beträchtliche Kapazität an Liebe. Nichts wird es zum Verglühen bringen. Dein Herz wird sich schlicht ausweiten. Bei jedem vermeintlichen Angriff wird sich dein Herz weiter öffnen. Es wird nicht aufgezehrt werden. Es wird hochgehoben werden. Dein Herz steht im Begriff, unangreifbar zu werden. Es umgibt die Welt, es umschließt die Welt, es nährt die Welt. Dir ist nicht angelegen, dein Herz zu bewehren. Du sollst die Welt in ihm bewahren. Heiße die Welt in dein Herzen hinein willkommen.
Du bist nicht bestimmt, dich der Liebe entgegenzustellen. Du bist angelegt, voller Liebe überschäumend zu sein. Dein Herz ist angelegt, ein Brunnen der Liebe zu sein, ein Brunnen, dessen Wasser unentwegt emporsteigt, der seine Gehalte an Liebe stets kräftig heraussprudelt.
Falls du dich bei der Ankunft von Liebe im Herzen wund fühlst, dann gib überall Liebe aus. Setze sie dir nicht zum Ziel. Spendiere sie überschwänglich. Sei ein Liebhaber der Welt. Sei schlicht ein Liebekrug, der Liebe großherzig ausgießt. Was Gutes ist Liebe denn, sofern sie nicht freigiebig ist? Liebe kann nicht unfreigiebig sein. Liebe ist, was von dir rückhaltlos, erhebend, unternehmungslustig, umfassend und doch still, sehr still, nichts anfordernd abgibt. Auf Liebe kann man nicht gehen. Liebe ist wie die Wellen des Ozeans, während sie der Küste einen Gruß bestellen, anschlagende Wellen der Liebe, die um nichts bitten als darum, selbst zu sein, als darum, aus einem menschlichen Herzen her alles, was keine Welle der Liebe ist und was Grenzen setzt, zu überlappen. Strecke dich nach der Küste eines anderen Herzens aus. Sei überreichlich. Sei Herzens-freigiebig. Sei Gottes-übergenug. Gib der Liebe den Weg frei. Du bist eine Kraft der Liebe, demnach sei sie.
Du könntest ebenso mit deinem ganzen Herzen, und nicht bloß mit einem Teil von ihm lieben. Sei von ganzem Herzen. Liebe ist Ganzheit. Sie ist nicht Teil-heit. Sie ist nicht herzlos. Sie ist vollen Herzens. Fürchte dich nicht, ohne Schonung zu lieben. Habe keine Angst, an den Küsten der Liebe anzulangen und sie zu übersteigen. Es bist du selbst, den du in einem Anderen liebst. Bewahre deine Befähigung, zu lieben und Liebe frei zu setzen. Halftere sie nicht.

