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HEAVEN # 3620 Alles neu

ALLES NEU

Du bist zehnmal oder mehr empfindlicher, als du es je nötig hast. Dich macht so empfindlich, dass du alles so ernst nimmst, so sehr ernst, so unmäßig ernst nimmst. Wörter sind für dich wie Messer. Ein Blick ist eine Machete. Und gewisse Handlungen sind dir wie Kreissägen. Worte sind einfach Laute und Tonfall, aus Mündern hervorgebracht oder auf Papier niedergeschrieben. Dein Leben und dein Wohlbefinden sind nicht auf Worte angewiesen, und doch, dir scheinen sie derart ernst zu sein.

Sei mehr abgeschieden. Nimm es nicht persönlich. Selbst wenn du derjenige bist, dem es gilt - niemand thematisiert dich. Sie mögen zu dir oder über dich reden, aber was sie denken, hat mit ihnen und keinesfalls mit dir zu tun. Ein Jeder hat sein eigenes Bilderalbum. Ein Jeder legt falsch aus. Inwendig in Jedem gibt es einen Bildschirm, auf dem alte Szenen ablaufen, und du bist für jemand aus der Vergangenheit oder für eine Situation aus der Vergangenheit hergenommen worden. Ein Anderer sieht seinem eigenen Script zu. Selbst wenn er deinen Namen ruft, tritt er auf jemanden oder auf etwas in seiner Vergangenheit in Erwiderung, anderenfalls würde er sich darüber nicht so echauffieren. Du bist einfach zufällig gerade da oder zur Hand, dass bei dir abgelassen wird.

Der andere Mensch, der bei dir um sich schlägt, einerlei wie versteckt er das tut, liest von einem alten Script ab. Er hat seine Agenda, und sie mag dir eine gänzliche Überraschung sein.

Wenn du das Gefühl hast, jemand tue dir unrecht, ist er zweifelsohne ein Gefangener seiner Vergangenheit. Er sieht anstelle von Sonnenschein Wolken. Er sieht dich als eine Wolke. Seine kärgliche Sicht kehrt dich nicht in eine Wolke. Sei nach wie vor die Sonne und strahle gar auf jenen, der dich verschmäht. Falls du dem Anderen wirklich nichts bedeutetest, würde er sein Augenmerk nicht auf dich richten. Freilich richtet er natürlich sein Augenmerk auf sich. Er könnte Freude haben, anstatt dich herabzusetzen.

Er kann dich keinesfalls herabsetzen, hingegen bist du an eine vielleicht längst vergessene Vergangenheit gebunden, und du siehst ebenfalls nicht unverfälscht.

Verbessere deine Sehkraft. Ändere, was du gerne geändert haben möchtest. Du kannst das tun. Wieso es also nicht tun?

Falls du um einen todsicheren Weg wüsstest, um zu Glücklichsein zu gelangen, würdest du ihn nicht einschlagen? Selbstverständlich, du würdest es. Ich sage dir Wie. Du erlangst Glücklichsein in dem Maße, wie du die Vergangenheit los lässt. Denn aus welchem Grunde solltest du der Vergangenheit stattgeben mögen. Insbesondere wenn sie damals nicht erfreulich war, wieso solltest du dich an jeder Ecke nach der Vergangenheit umsehen mögen? Wenn du die Vergangenheit vor dich hin hältst, lebst du dein Leben, als wäre es ein Minenfeld. Du steckst in dem Minenfeld fest. Du gehst Minen aus dem Weg, die nicht einmal da sind. Sie sind weit entfernte Vergangenheit.

Wenn du alte Gedanken und Denkweisen wieder zum Leben erweckst, drescht du von Pontius bis Pilatus auf dich ein. Du nutzt dich ab. Alldas, weil du mit der alten Sehkraft siehst. Altes Sehvermögen kommt dir jetzt nicht gut zustatten. Wenn sie dich damals nicht absicherte, tut sie es gewiss derzeit nicht. Lasse die Vergangenheit los, und du wirst eine neue Gegenwart erschaffen, keine Gegenwart, die mit vergangenem Schmerz überfrachtet ist, sondern eine Gegenwart, die mit Freude aufgesucht wird. So oder so – die Vergangenheit ist mit Schmerz beladen. Wer sollte sich den Schmerz aussuchen mögen, währenddessen er sich für die Freiheit entscheiden kann?

Im Himmel ist alles neu. Im Himmel ist alles in der Jetzt-Zeit. Das bedeutet, dass alles neu ist. Alles ist, als wäre alles neu. Neue Musik, neue Zeit, neue Vorkommnisse, neue Besetzungen der Charaktere. Im Himmel, dort behauptet sich die Vergangenheit nicht. Im Himmel, da wird Vergangenheit als Wasser unter der Brücke erachtet. Komm und hole dir frisches Wasser.