HEAVEN # 3614 Kultiviert eure Vision
KULTIVIERT EURE VISION
Geliebte Geliebte, Ich bin nicht stumm. Ich bin laut und vernehmlich. Ich bin freilich, dem Wesen nach, nicht körperlich. Ich werde weder physisch vernommen noch physisch gesehen, allerdings, oh, du Meine Güte, Ich bin eine Präsenz. Möchtet ihr nicht sagen, Ich bin eine Präsenz? Ich schreie und rufe nicht. Auf diese Weise bekomme Ich eure Beachtung nicht. Ich starte keine Anzeigenkampagnen. Ich setze keine Schlagworte ein. Ich heuere keine Werbeabteilung an. Mir ist es nicht nach Propaganda.
Es ist durchaus möglich, dass das Wort Geld, in der Welt, so oft ausgesprochen wird wie Mein Name, oder noch häufiger. Das Geld verführt euch, und ihr fangt an zu meinen, es halte in der Welt eine machtvollere Stelle inne als Ich. Ihr könnt denken, dass das Geld mehr angebetet, als an Mich gedacht wird. Das macht nichts. Geld, dem was die Welt sagen mag zum Trotz, hat nicht die Herrschaft inne. Das Geld ist nicht, ist definitiv nicht der Achszapfen des Universums. Ganz ohne Zweifel, das BIN Ich. Geld ist, naja, schier Geld.
In der Welt wechselt Geld sogar seinen Namen. Papiergeld zerflattert, und neues Papier wird gedruckt. Geld wird fabriziert. Es ist vorteilhafter als Tauschhandel. Münzen klimpern und werden von einer Hand zur anderen gereicht, was ist hingegen Geld neben Mir. Oh, Narrheit, Narrheit der Welt.
Mit Sicherheit bin Ich feiner als Geld. Ich bin nie derb. Ich bin kein Tauschmittel. Ich bin mehr so wie die Bank. Alle Anteile sind Mein. Ich besitze euch nicht, indessen seid ihr Mein. Ihr seid nicht das Besitztum des Geldes, obschon das Geld euch in Anbetracht eurer Hinsicht auf das Geld in Besitz genommen haben mag.
Mit Sicherheit ist Geld ein Mittel, und gleichwohl ist es kein Ziel. Bin Ich ein Mittel? Ich mag es nicht, Mich als ein Mittel zu denken, noch auch mag Ich es, dass ihr Mich als ein Mittel denkt. Ich bin der Anbeginn und das Ende, hingegen kein Mittel. Ich bin Bedeutung. Ich bin der Weg. Geld ist ein Nebenbei.
Ich möchte nicht als ein Hl. Nikolaus gedacht werden. Der Hl. Nikolaus ist schön und gut, Unsere Beziehung geht allerdings tiefer. Ich bin ein Geschenke-Geber, aber das ist, oje, ein derart einseitiger Aspekt von Mir. Bitte denkt Mich euch als mehr als einen Geschenke-Geber.
Selbst während Ich das sage, beginne Ich Mich zu wundern, denn Ich bin der einzige Geschenke-Geber, den es gibt, und Mein Darreichen hebt euch, obschon Meine Geschenke mitunter physisch sind, zu einem anderen Gefilde hoch. Das Physische reicht nur so und so weit. Was ist jemandem, der Meine Liebe hat, nicht möglich? Lasst eure Vision wachsen und wachsen, Geliebte.
Ich behandle nichts unterschiedlich, und doch siebe, verlese und finde Ich die größten Edelsteine für euch. Ihr werdet es so nicht sehen mögen, indes seht ihr es eben aus diesem Grunde noch nicht. Ihr blickt durch ein Schlüsselloch. Falls ihr die Tür öffnen und sehen würdet, was Ich sehe, würdet ihr anders sehen. Ihr würdet sozusagen den ganzen Elefanten sehen.
Natürlich gibt es mehr zu sehen, als das Auge zu sehen vermag. Allerdings befindet ihr euch noch nicht einmal anfänglich dabei, auch nur all das zu sehen, was das Auge zu sehen vermag.
Euer wirkliches Auge ist das Herz. Es ist euer Herz, mit dem ihr seht. Euer Herz ist euer Auge auf dem Himmel, und selbstverständlich gießt ihr euer Herz ebenfalls in die Welt hinein, gleichwohl seht ihr nach wie vor nicht so weit, wie euer Herz zu sehen vermag. Manchmal beginnt ihr zu sehen, und geratet sodann in Ablenkung. Haltet demnach das Auge eures Herzens auf das Ziel. Was ist euer Ziel, Geliebte? Was möchtet ihr gerne? Wonach ist es euch?

