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HEAVEN # 3612 Der Duft von Lilien

DER DUFT VON LILIEN

Wie süß ist der Duft der Lilien in deinem Zimmer. Du hast sie nicht zu sehen, um zu wissen, dass sie da sind, die Lilien, die einen zu sich heranziehen, die glücklich sind, auf deinem Pult zu stehen, ganz und gar im Glück, dich zu segnen, voller Glück, in deiner Gegenwart zu weilen, voller Glück, bemerkt zu werden, glücklich, sich in deiner Beachtung zu aalen. Im Handumdrehen dem Boden entkommen, dem sie entwuchsen, sind sie für die wenige Zeit glückerfüllt, die sie drinnen im Hause auf deinem Schreibtisch verbringen. Sage Mir nicht, dass dich die Lilien auf dem Felde nicht lieben. Sie verströmen Liebe für dich.

Die Lilien geben ihren wundersamen Duft als Dargebot an dich ab. Eine Lilie fühlt sich in ihrer Liebe für dich vollendet. Jetzt bist du es, der sich in der Liebe der Lilie für dich vollkommen fühlt. Eine Lilie für deine Liebe. Deine Liebe für eine Lilie. Das ist der Kosmos. Das ist dein Herz.

Genauso wenig hast du Mich zu sehen, um zu wissen, dass Ich unmittelbar bei dir bin. Du kannst Mich nicht sehen. Ich bin nicht zum Gesehenwerden, wie hingegen vermagst du um Meine Präsenz nicht zu wissen? Geheiligt sei Meine Gegenwart, und geheiligt seist du, der du niemals außerhalb Meiner Präsenz weilst. Du schwimmst in Meiner Präsenz.

Bringe den Segen des Wertschätzens in Erfahrung. Nimm wahr. Nimm Mich wahr. Ich hinterlasse eine Spur Krumen für dich zum Hinterhergehen, die zu Mir, direkt zu Mir führen. Sei von tiefer Aufnahmefähigkeit. Sieh Mich wie einen Kometen, und folge Mir über den Himmel. Gehe dem Nachweis von Mir hinterher. Ich habe für dich Blumen verstreut. Ich habe die Lilien ausgestreut, die auf deinem Pult stehen.

Einerlei durch welche Hand die Lilien zu dir gelangten, es geschah durch Meine Hand. Du hast ein wundersames Geschenk von Gott erhalten. Es ist, als ob Ich für dich all Meine Besorgungen beiseiteschiebe. Es ist, als ob Ich der Wichtigkeit halber, einen Strauß Lilien vor dich hinzustellen, mit allem anhielte.

Vor dem Frühjahr, bevor die Lilien dieses Jahr aus dem Boden der Erde hervorwuchsen, waren sie bereits begierig auf den Tag, wann sie dir durch Meine Hand zu ihren Gunsten dargeboten würden, zu ihren Gunsten deinethalben. Wie fürsorglich sind die Lilien auf dem Felde. Lange Zeit trachteten sie danach, sich in einem Glas zu befinden, das auf deinem Notbehelfspult Platz bekommt. Die Lilien sind das Königtum, sind das dir dargereichte Königtum.

Für dieses Geschenk gab es keinen besonderen Anlass. Der Anlass warst du. Du warst auf ein Zeichen von Gott aus. Eine Geste von Mir befand sich auf dem Weg zu dir, bevor du wusstest, dass du es dir wünschtest. Es wurde dir dargeboten, bevor du um dein Trachten nach ihm wusstest. Nicht bevor du an diesem Morgen dieses dufterfüllte Zimmer betratst, hast du eingesetzt, Kenntnis zu erhalten, wie sehr du dir eine solchartige Botschaft von Mir gewünscht hast. Und nun ist die Lilie die deine, und nun erkennst du, hier ist ein Gott des Himmels, Der um dich weiß.

Jetzt, während du dir das Öffnen einer jeden Lilie, die in einem Glas auf deinem Pult im Wasser steht, in den Blick nimmst, nun also, da scheinen sich die Blütenblätter vor deinen ureigenen Augen zu öffnen. Die sternengleich geformte Lilie, soeben am Aufblühen, öffnet ihre Blütenblätter zu dir wie sich ausstreckende Arme. Wie die Ranken und wie die zitternden inwendigen langen Fäden der Lilien doch drängen, dich zu grüßen. Wo bloß hat dieser süße Duft seinen Sitz, wunderst du dich, und wie verbreitet er sich in die Luft, um zu dir zu gelangen, fragst du dich. Der Duft und der Lilien Schönheit, die anzuschauen ist, haben große Anstrengungen unternommen, dir ihr Wesen zuzureichen. So gerne würdest du das Herz der Lilie betreten, wenn du doch wüsstest Wie. Liebend gerne wärest du die Lilie, die dich mit der Liebe ansieht, mit der du sie betrachtest.

„Oh, vollauf zur Welt gekommene Lilie, du hast mir mein Herz gestohlen“, sagst du. „Du hast mir keine andere Wahl gelassen, als deine Liebe und die Liebe des Einen zu erkennen, Der einen Menschen von der Erde darum anging, die edlen Lilien abzuschneiden und mir zuzuliefern, damit ich ihren Vater, Der desgleichen mein Vater ist, und damit ich Seine gänzliche Liebe für die Lilie und für all die wachsenden Dinge, von denen ich eines bin, zu erkennen vermag. Mein Vater pflückte mich aus einem Garten Eden und bot mich mir selbst dar, damit ich mit der Liebe vertraut werden mag, aus der ich kam und die es mir gilt zu verströmen, gerade ebenso schlicht wie ihr, ihr Lilien durch und durch, die ihr mir mein Herz gestohlen und zurückgereicht habt.“