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HEAVEN # 3605 Die Schuhe, in die du getreten bist

DIE SCHUHE, IN DIE DU GETRETEN BIST

Alles wurde in Bewegung versetzt. Die Welt dreht sich. Die Wellen kommen und gehen. Nicht anders als Atome -, ihr, die ihr unübertreffliche Stille seid, scheint auf der Erde niemals ruhig zu sein. Ununterbrochen gleitet ihr in den Lauf eures Lebens. Ihr begegnet eurem Leben. Ihr erklimmt den Hügel eures Lebens, und ihr purzelt ihn herunter. Ihr erholt euch. Unablässig erkundet ihr die Rutsche eures Lebens. Ihr, die ihr das Leben erforscht und mehr und mehr Riefungen des Lebens ausfindig macht, Riefungen, die wie Stöcke angelegt sind, ihr stellt euch fürderhin die Stöcke zusammen und wandelt sie in euer Leben um. Ihr macht etwas aus ihm. Manche erforschen den Norden, manche den Süden, und manche die Erde mehr als den Himmel, indes erkunden alle den Himmel. Eine unwiderstehliche Attraktion ist vorhanden. Spottet über den Himmel, so viel ihr wollt, ihr erwünscht ihn euch, und ihr wollt, dass er euer ist. Dies ist euer Gang im Leben.

Die Botschaften sind ausgebracht worden. Ihr habt sie ausgesandt, und ihr bekommt sie. Es ist, als hättet ihr sie noch nie zuvor gesehen, und doch sind es die Botschaften, die ihr aussandtet. Ihr erinnert euch nicht mehr an sie, indes könnt ihr sie euch wieder in Erinnerung rufen. Das Leben ist eine Meile per Minute schnell, und ihr vermögt mit der nicht-existenten Zeit nicht mitzuhalten.

Euer Leben ist ein Brief, den ihr an euch schreibt. Ihr schriebt ihn vor langer Zeit. Ihr habt Fühler ausgesandt. Ihr machtet euch Einbildungen. Ihr stelltet euch Kleinheit vor. Eure Vorstellungskraft war groß. Eure Größe hattet ihr euch nicht vorzustellen, insofern als sie zutreffend war. Gleichwohl, ihr pflanztet Beerenbüsche in eurem Geist und nunmehr pflückt ihr die Beeren. Alles ist, wie ihr geschrieben habt, dass es sei. Ihr seid sicher, eine derartige Geschichte würdet ihr niemals niederschreiben, aber eure Geschichte entkam eurer Feder. Sie trägt eure Handschrift.

Die Botschaften wurden ausgesandt, und ihr habt sie ausgesandt. Ihr begegnet euch an jeder Wende, indes erkennt ihr euch selbst nicht. Das Wahre Du überschneidet sich nicht so recht mit dem dramatischen Schauspieler, der eine hastige Version deines Lebens zur Aufführung bringt. Euer Leben fühlt sich in etwa wie die Zugwirkung von Toffee an. Ihr habt die Gestalt des Toffee, die euch so am Herzen liegt, vielleicht noch nicht herausgezogen und geformt. Selbst obschon es kam, dass es in eine andersartige Form gezogen wurde - das Toffee, an dem gezogen wird, hat einen Engel, der hinter ihm steht. Das bist du.

Einen Zentimeter mitgefangen, einen Kilometer mitgehangen. So spielt ihr das Spiel Leben mit eurem Blatt, und gleichwohl seht ihr von der Seitenlinie her zu. Ihr seht euer Leben, wie es vor euch daherläuft. Es umkreist euch. Ihr könnt euch nicht mit euren Ein- und Auswirkungen und mit der Manier, wie ihr Wege zurücklegt und am Umhergehen seid, unter einen Hut bringen.

Jetzt im Augenblick erhebt ihr euch zu eurer wahren Höhe. Jetzt im Augenblick seid ihr nicht willens, euch mit weniger zufrieden zu geben. Jetzt im Augenblick seid ihr voller Bestimmtheit, mehr zu sein als die Rolle, die ihr spieltet und die ihr früher einmal meintet zu sein. Jetzt im Augenblick lechzt ihr, euer Reales Selbst zu spielen und nicht diese Charaktere, in deren Schuhe ihr geschlüpft seid. Jetzt im Augenblick habt ihr den Wunsch, aus dem Kostüm herauszutreten, was euch angelegt wurde. Jetzt ist das Reine Selbst gut genug für euch. Ihr wisst, der Part, den ihr spielt, ist ein Part, den ihr spielt. Ihr wisst, die Rolle, die ihr spielt, ist Phantasie, dies, selbst obschon ihr nicht erkennt, wie ihr in die Schuhe, die ihr anhabt, gelangt seid.

Heute könnt ihr euch als der Schmetterling, der ihr seid, den Blicken freigeben. Wird das Reale Du sich erheben? Das Reale Du wurde lange, bevor das Stück begann, in Bewegung versetzt und jetzt kannst du all die Geschichten los lassen, die du erzähltest.

Du, der du immer ein Prinzchen warst, gibst dich jetzt als König den Blicken frei. Du warst nie die Geschichten, die du erfanden hast. Du hast nie an sie geglaubt, und doch hast du sie fortgesetzt. Dereinst befandst du dich auf einem Karussell, und jetzt steigst du von ihm herunter, und hebst an, wo du den Anfang genommen hast.