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HEAVEN # 3595 Mit dem Leben tanzen

MIT DEM LEBEN TANZEN

Man hat sich darüber ausgelassen, dass es keine zufälligen Umstände gibt, obschon, alles am Leben hätte insgesamt nicht vorausgesagt werden können. Das Leben ist eine Überraschung nach der anderen. Ganz bestimmt gibt es Synchronizität, und gleichwohl keine Zufälle. Selbst ein Unfall ist kein Unfall. Du hast ihn nicht erwartet, und doch bist du auf ihn zugelaufen.

Es gibt Anspannung, und es gibt Entspannung. Wähle die Entspannung. Gib das Fechten und Protestieren drein. Dann wirst du die Spannung los gelassen haben.

Fliehen und Kämpfen sind für dich nicht gut genug. Hüpfe entlang und triff das Leben auf halbem Wege. Sage: „Gut.“ Sage: „Gut, Leben. Wie du dich auch verkleidet hast, du bist mein Freund. Ich habe dich aufgespürt, und du hast mich aufgespürt. Lasst uns fröhlich Hand in Hand unseren Weg gehen. Wenn das Leben schwer, wenn es sachte ist, ich lasse ins Leben hinein nach. Ich bin nachgebend. Widerstandslos, so entspannen wir uns. Widerstandslos verschmelzen wir. Ich bin kein Krieger des Lebens. Ich befinde mich auf keinem Schlachtfeld. Ich gebe meinen Widerstand preis. Auf diese Weise federe ich zurück. Auf diese Weise komme ich mit ihm zurecht.

Das Leben liebt mich. Es bedeutet mir kein Unheil. Was mir etwas zuleide tut, muss ich los lassen. Insofern als ich es zunächst nicht wollte, wieso sollte ich jetzt eng an ihm festhalten mögen?

Es ist so, dass ich mich im Leben bei einem Tanz befinde. Allerlei Partner suchen mich aus, und ich bin am Tanzen. Einigen Tanzpartnern gebe ich den Vorzug, und gleichwohl, während ich mit meinem einstigen Partner tanze, tanze ich. Ein Tanz geht zuende, und ein weiterer beginnt. Ich tanze mein lebenslanges Leben.

Mitunter gibt es auf der Leinwand einen Film, den ich voll und ganz bewundere, und dann und wann einen Film, der einem Angst macht, und allerhand Varianten; und jeder ist mein Tanzpartner, während er es ist. Ich möchte lieber tanzen als nicht tanzen. Und so drehe ich mich, und so wirble ich herum und begegne dem Leben, wie es sich zu mir begibt. Möge ich Dankeschön sagen für jeden Tanz, denn ich bin im Leben ein Tänzer. Alle Tänze sind Beleg, dass ich auf der Erde am Leben bin, und somit heiße ich meine bunt gemischten Tanzpartner willkommen. Ich drehe mich umher, und ich wirble herum, und ich tanze unter Freunden.

Es ist nicht so sehr, dass ich die Dinge nehme, wie sie kommen. Nach und nach gelange ich zu der Erkenntnis, dass es keine Faustschläge gibt, dass es einfach Leben gibt, was seinen Tanz ausführt. Ein Walzer ist ein Walzer. Ein Tango ist ein Tango. Ich treffe die Wahl, mit dem Leben zu tanzen. In Stöckelschuhen oder mit flachen Schuhen – ich tanze. In der Hitze oder in der Kälte. In Krankheit oder bei Gesundheit. Ich kann die Gabe des Lebens lieben, einerlei wer mein Tanzpartner ist, denn alle Partner sind meine Nachbarn. Ich kann meine Nachbarn wie mich selbst lieben. Ja, ich liebe meine Nachbarn wie mich selbst, nur, ich habe mich nicht die ganze Zeit geliebt.

Ich heiße das Leben in all seinen Formen willkommen. Ich heiße Beständigkeit willkommen, und ich heiße Wandel willkommen. Ich heiße das Leben willkommen, wie es sich zu mir begibt. Ich stoße es nicht weg. Ich bewillkommne das Leben, denn ich bin am Leben. Ich protestiere nicht mehr gegen das Leben. Es ist als mein Freund gekommen, und ich möchte dem Leben Freund sein. Möge ich ihm doch ein guter Freund sein.

Ebenso wie ich einen Kuchen mit den zuhandenen Zutaten backe, ebenso lebe ich das Leben. Es ist mir vielleicht nach einem Schokoladekuchen, wenn ich aber keine Schokolade in meiner Speisekammer habe, möchte ich einen Vanillekuchen backen und damit zufrieden sein. Das Leben ist immerzu auf meiner Seite, und als sein Begleiter möchte ich mit ihm entlanggehen. Ich möchte gesellig sein. Ich möchte das Leben nehmen, wie es kommt, und ich möchte freundlich zu ihm sein. Ich möchte es umfangen und ihm danken, mein zu sein.“