HEAVEN # 3582 Bei der Lektüre der Worte Gottes
BEI DER LEKTÜRE DER WORTE GOTTES
Du lebst auf dem Wechsel der Gezeiten des Lebens. Gelegentlich scheint die See glatt, manchmal rauh. Der Unterschied zwischen ebenmäßigem Strömen und nicht so ebenmäßigem Strömen wird wohl die Geschwindigkeit sein. Womöglich nicht, indes ist glatt gelassen, und rauh ist nicht so ganz einnehmend.
Ob die Fahrt rauh oder glatt, schnell oder langsam, ebenmäßig oder uneinheitlich, lange oder kurz ist – du kommst an deinem Bestimmungsort an.
Ihr kommt an, wo ihr niemals abgefahren seid, ausgenommen, euch sieht es auf eurer Reise des Lebens in der Welt danach aus. Ihr befindet euch auf einem Kreuzfahrtschiff, Geliebte, und doch wird euer Kreuzfahrtschiff scheinbar von Beunruhigung befallen sein. Beunruhigung ist schlicht etwas, was aus dem Weg zu gehen hat. Sie ist ein Vorbote des Wandels. Sie ist jemand, die das Wachstum hereinwinkt.
Selbstverständlich gehört es sich euch nicht, Beunruhigung einzuladen. Ladet den Frieden ein. Und doch, sobald euch Beunruhigung ausfindig macht, nehmt das als keine Tätlichkeit. Eure Pläne haben sich geändert, das ist alles. Selbst mitten im Ozean können sich eure Pläne ändern.
Winkt das Leben zu euch her. Winkt es her, besteht allerdings nicht darauf, und stoßt es nicht weg. Es wird sich bald genug in Bewegung setzen, ziemlich so wie der Mond Tag um Tag zunimmt und abnimmt. Der Mondzyklus ist kurz und vorausberechnet. Euer Fluss des Lebens wird eine Überraschung sein. Etliches an Überraschungen, die ihr mögt.
Das Leben ist kein Pferd, das du mit einem Zügel zurückhalten kannst. Es ist mehr wie ein geliebter Hund, der immer über den Zaun springt oder irgendeinen Weg findet, um aus seinem Gehege herauszukommen. Indes kommt der ausgelassene Hund immer zu dir zurück, wackelt mit seinem Schwanz und ist so glücklich, dich zu sehen. Er kann voller Dreck sein und dich umwerfen, während er dir das Gesicht ableckt.
Dieses verspielte Hündchen namens Leben bedeutet nicht, dir Unbehagen zu bereiten. Es spielt einfach da draußen auf der Straße, und es durchkreuzt deine Pläne. Dieses Hündchen kannst du nicht trainieren oder zähmen. Das Leben ist so ungestüm und schöpferisch, und sobald das Leben eines Menschen auf das eines anderen trifft, ist ein derartiges Zusammenlaufen im Gange, und so steht es auch durchwegs mit dem ganzen Planeten.
Und dann scheint das Leben hie und da eine Pause zu machen und dir überhaupt nicht viel Beachtung zu schenken, und du kannst ebenfalls verschnaufen.
Auf die eine Weise können Wir sagen, dass das Leben der Meister ist, und dass du ihm hinterher gehst. Du wirst das Leben wohl nicht orchestrieren, wie du es gerne möchtest, jedoch kannst du so sein, wie du möchtest.
Wo du dich auch beim Waschmaschinendurchgang befindest, zu dem Ich nun umschalte, ihn als das Leben zu bezeichnen, du hast mit ihm zurechtzukommen. Du hast nicht an die Tür zu hämmern oder aufzuschreien, um in einen anderen Waschgang zu gelangen. Früher oder später wirst du dich im Schongang befinden, und früher oder später wirst du insgesamt frisch, neu und sauber herauskommen. Unterdessen das Leben vonstatten geht, bist du der Dirigent von ihm, auch dann wenn du hin und her geworfen wirst. Du kannst die Zähne zusammenbeißen, oder du kannst lächeln. Du kannst sogar über all die Verkrümmungen lachen, die du durchlaufen hast. Du kannst ein anderes Licht auf sie werfen. Du kannst froh sein, dass du jetzt weiter bist.
Du bist stets weiter. Bei heißem, bei kaltem Wasser, mit zu viel Seife, bei nicht ausreichend Seife, du bist weiter. Egal wie beleidigt du bist, du kommst unbeschadet heraus. Du läufst durch die Zyklen des Lebens, und du bist ein Held vom Leben. Du bist der Held deines eigenen Lebens. Du hast erlebt, was sonst niemand erlebt hat, und du kamst sogar aus der Wäschemangel heraus. Was du durchgemacht hast, ist eigentlich nicht von Belang. Das ist die Vergangenheit. Und jetzt bist du in der Gegenwart, und du hast triumphiert. Du liest Meine Worte, oder etwa nicht?

