HEAVEN #353 Zum Lobe Gottes
ZUM LOBE GOTTES
„Gut, lieber Gott, heiliger Gott, Gott meines Herzens, ich bin Dein. Ich gebe mich Dir, Der Du mir mich selbst gegeben hast. Während ich zu Dir rede, entweicht alle Kleinlichkeit aus meinem Herzen. Ich kann mich nicht entsinnen, was in meinem Geist war. Mit Dir, mit Dir in meinem Herzen, verflüchtigt sich mein Geist, und da bist alleine Du, und da bin alleine ich, und Wir sind nicht zwei sondern Eins. Ich bin Eins mit Dir, lieber Gott. Du füllst mein Herz mit Unserem Einssein. Ich bin erfüllt.
Ich möchte immer bei Dir bleiben. Ich möchte Dich in meinem Herzen tragen, so wie Du mich in dem Deinen trägst. Wieso sollte ich je an einem anderen Ort sein wollen außer bei Dir? Wieso wohl wollte ich meine eigenen Gedanken haben, unterdessen ich die Deinen haben kann?
Ich sehe, dass Liebe ein Trank ist, und Du gießt ihn vom Himmel herunter, und ich fange ihn in meinen Lippen auf, und sie füllt mein gesamtes Sein, diese Liebe, die Du derart freigiebig ausgießt. Ich verstehe sehr wohl, dass es nichts anderes gibt, was Du tun kannst, weil Du ausschließlich Liebe bist, und demnach bist du schier ein Ausgießer von Liebe. Ich fange ein, wie Deine Liebe unentwegt aber leicht zur Erde tropft, wie Schwingen, die sich niederlassen, um unser Sehnen nach Dir anzuregen. Du überschwemmst uns nicht mit deiner Liebe, denn wir würden überwältigt werden. Also regnet deine Liebe wie ein sanfter Sommerregen auf die Erde. Womöglich bemerken wir es kaum, derart konstant und rein ist Deine Liebe.
Wir waren nie ohne sie. Der Himmel regnet immer Deine Liebe. Die Sonne scheint sie. Der Nachthimmel gibt ihr keinen Einhalt. Sterne blinken Deine Liebe. Und wir, die Menschen auf Erden, sind Tropfen Deiner Liebe. Wir laufen über das Universum über, und vielleicht vergessen wir, dass wir uns in der Hauptströmung von Dir befinden.
Indes ist Vergessen schier Vergessen. Nichts hat sich gewandelt, da wir vergessen. Du bist beständig. Du beruhigst den Schlag unserer Herzen. Du vertreibst die Angst. Du erfüllst uns mit Wundern und Einssein.
Du bist mein eigener treuer Gott. Du hast Dich Selbst in meinem Herzen eingerückt. Nein, Du hast dich nicht eingefügt. Du gehörst dort in meinem Herz zu, doch jetzt beteuerst Du Dich Deiner. Du klopfst an die Wände meines Herzens, und Du sagst: 'Ich bin hier. Ich bin hier.'
Ich höre Dich schwach. Manchmal weiß ich nicht, wo das Klopfen herkommt. Ich schaue überall außer in meinem eigenen Herzen.
Ich weiß, Du bist überall. Zum wenigsten habe ich davon gehört, dass das so ist, aber ich weiß es dennoch noch nicht aus mir selbst heraus. Bis jetzt ist es bloß ein Hörensagen, mein lieber Gott. Aber ich ersehne es, dass es wahr ist, und ich ersehne es, Dich überall in jedem und allem in Betracht zu nehmen.
Vielleicht werde ich, sobald ich Dich besser in meinem Herzen kenne, in der Lage sein, Dich andernorts besser zu erkennen.
Ich möchte Dir nachgehen, lieber Gott. Ich folge Dir von meinem Herzen hinaus in die freie Natur. Ich möchte Dir überallhin folgen.
Ich sehne mich danach, alleine Dich zu sehen. Ich möchte dieses Gefühl unentwegt behalten, das Du mir gibst. Ich denke, dieses Gefühl ist, wie Du fühlst. Fühlt ein Gott? Du fühlst nur Liebe. Das ist alles, was Du fühlst, und das ist alles, was Du kennst, und Du möchtest gerne, dass ich die gleiche Liebe fühle, die in mich hinein und aus mir heraus geht, so lange, bis es zwischen innen und außen keinen Unterschied mehr gibt.
Du bist eine Offenbarung. Du offenbarst Dich mir in all Deiner Majestät, und Du bietest mir Deine Totalität dar, und ich weiß nicht, was ich sagen kann.
Du, Gott, sagst: 'Sage nichts. Nimm an. Nimm mit deinem Herzen an. Das ist genug. Das ist die einzige Akzeptanz, die es gibt. Mein Herz läuft in das deine über, und das nennt man Liebe. Das nennt man Einssein. Das ist Mein Ruf zu dir. Komme und tue dich mit Mir zusammen. Sei Teil und Parzelle von Mir. Du bist das, nur das kannst du sein; etwas anderes kannst du nicht sein, aber du kannst das verleugnen, die Wahrheit von dir selbst verleugnen. Wie gut warst du doch im Verleugnen! Verleugne nicht länger, und du wirst bejaht haben. Du wirst Mein Herz als das deine angenommen haben. Du wirst die Wahrheit bejaht haben, die dir immer angelegen war, sie zu bejahen. Ich habe sie nie vor dir zurückgehalten.'“

