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HEAVEN #3336 Lasst an euren Herzen teilhaben, Geliebte

LASST AN EUREN HERZEN TEILHABEN, GELIEBTE

Halte an nichts fest. Lasse alles los. Nichts gehört dir zu. Nicht einmal du selbst. Du besitzt nicht. Das ist Illusion.

Es ist durchaus begründet zu sagen, dass du den Himmel besitzt. Du besitzt die Sterne. Du besitzt die Planeten. Sie sind dein. Sie sind ebenfalls jedermanns. Ansonsten, Geliebte, was besitzt du?

Besitzen ist ein Spiel. Objekte gehen hin und her. Du besitzt ein Haus. Im nächsten Augenblick verkaufst du es. Ein Anderer besitzt es. Was kann denn der Sinn von Besitzen sein?

Du bist eigentlich nicht dein Körper. Er ist eine Weile hier und eine Weile dort. Er trägt dich irgendwohin, allerdings ist es eine Hypothese, dass es ein Irgendwo gibt, wohin dich dein Körper nimmt.

Du liebst es zu denken, du besäßest deinen Geist, und dennoch wirst du unwillens sein, für deine Gedanken Verantwortung zu übernehmen. Viele deiner Gedanken waren unerbeten, und dennoch hast du sie entgegen genommen. Du hast es mit ihnen aufgenommen. Vielleicht haben sie deinen Kopf betreten, wie ein Fremder in dein Haus eindringt. Was würdest du mit einem Eindringling in deinem Haus tun? Es ist wahrscheinlich, dass du ihn nicht einlädst zu bleiben. Du würdest ihn nicht wollen, und du würdest ihm keinen Platz machen, unerwünschte Gedanken allerdings behältst du. Lasse unerwünschte Gedanken gehen, die bei dir eingedrungen sind oder die du eingekauft hast. Lasse sie wie alte Kleider in deinem Schrank los. Sie passen schlicht nicht mehr, falls sie das jemals taten.

Du besitzt dein eigenes Herz nicht. Du versuchst es zu kontrollieren, und hin und wieder zerbricht es. Dein Herz kann bloß zerbrechen, wenn du an der Auffassung festhältst, dass du etwas in Besitz hast, vielleicht das Herz eines Anderen. Geliebte, ihr habt nicht einmal euer eigenes Herz in Besitz. Eingetaucht in die Vorstellung der Eigentümerschaft, ist euer Herz angespannt. Es weiß tief drinnen, dass es nichts in Besitz hat. Ohne eingebildete Eigentümerschaft kann dein Herz nicht in zwei auseinanderbrechen. Ein entspanntes Herz bricht nicht.

Eigentümerschaft ist ein Gewicht. Die Idee ist ein Gewicht. Sie hält dich davon ab, frei zu sein.

Was hat der Wind in Besitz? Er bläst die Blätter, aber er gibt nicht vor, etwas zu besitzen, was er herumbewegt. Der Wind ist so frei wie ein Vogel im Kommen und Gehen.

Ein Baum besitzt nicht. Er hat seinen Ort. Seine Wurzeln reichen tief, und trotzdem denkt ein Baum nicht ans Besitzen oder Nicht-Besitzen. Ein Baum ist gegenüber den Elementen offen. Einige Bäume sind in der Lage, sich zu biegen. Einige Bäume sind zu stramm, um sich zu biegen, jedoch gibt kein Baum vor, zu besitzen. Er bleibt, wo er ist, sich einem solchen Gedanken wie Eigentümerschaft nicht bewusst.

Ein Sinn für Eigentümerschaft mag sich für dich gut anfühlen, aber er bringt dich in Schwierigkeiten. Du wirst seinetwegen gar zu Gericht gehen. Du wirst wegen einer Lappalie zu Gericht gehen.

Anstelle restriktive Gedanken zu denken wie, dass du Eigner von Dingen und von Raum bist, beginne mit dem Denken, dich als Teilhaben Lassenden oder gar als Gebenden zu denken. Das wird dich leichten Schritts machen.

Falls du für ein Haus Brief und Siegel hast, hast du es nicht wegzugeben. Wenn jemand zu Besuch kommt, teilst du das Haus mit ihm. Mit oder ohne Gesellschaft, genieße dein Haus, und wisse freilich, du besitzt es nicht. Es ist dir eine Weile geliehen. Du bist gesegnet, dort zu leben, und doch besitzt du es nicht. Im Wissen darum wirst du von ihm nicht in Besitz genommen.

Entfessle dich selbst vom Inbesitznehmen. Es gibt nichts, was du zu haben hast. Erfreue dich an allem. Besitze nichts davon.

Du bist ein Nomade, Geliebte, Geliebter. Es ist kein beständiger Platz zugegen, um sich niederzulassen. Du bist ein Pächter des Universums. Das Universum ist dein Zuhause. Und doch, Pächter, der du bist, teilst du das Universum mit einer Besetzung von Tausenden, im Eigentlichen mit einer Besetzung, die größer ist, als du zu zählen vermagst. Du bist ein Beteiligter, denn du lässt teilhaben. Du lebst mit deinen Nachbarn Seite an Seite, die sich genauso im Übergang befinden.

Habt euer Herz gemein, Geliebte.