HEAVEN #333 Schatten und Licht
SCHATTEN UND LICHT
Licht wiegt nichts, und, wie weit es doch reicht. Es kommt um die Ecken an. Licht bringt Schatten dazu, sich aufzuzeigen. Licht macht hell. Ein Schatten ist einfach eine Reflexion des Lichts, die unterbrochen wurde. Du findest Schatten seien etwas Schweres, und dennoch sind sie alleine ein Stich geminderten Lichts. Ihr macht sie größer als sie sind.
Angst ist der größte Schatten, den ihr kennt. Er schwebt um euch herum. Wohin ihr euch auch kehrt, ihr seht in den Schatten Angst. Aber erkennt bitte, ohne Liebe würdet ihr euch die Vorstellung von Angst nicht machen. Liebe ist das Licht, und sobald es gemindert ist, erkennt das dein Herz, und erlaubt der Angst den Zutritt. Aber in Wahrheit gibt es keine Minderung von Licht. Das ist eine Fehlwahrnehmung.
Ein Schatten ist ein Schatten. Er ist nicht die reale Sache. Die einzige reale Sache ist Licht. Und jenes kann nicht abwesend sein. Es kann bedeckt sein, aber das ist alles, nichts mehr.
Schatten kommen, und Schatten gehen vorüber, Licht aber ist beständig.
Liebe kann nicht abgedunkelt werden. Schatten können erzeugt werden, aber Liebe wird nicht verdüstert. Bloß aus dem Blick fortgerückt. Liebe ist trotzdem da.
Du musst also durch Zwischentöne und Schatten blicken. Sie sind trüb, zweifelsohne. Zwischentöne und Schatten bringen Heimlichkeit zum Einsatz. Schreite aus den Zwischentönen und Schatten heraus, und das helle Licht ist da. Bleibe nicht in den Schatten. Komme jetzt heraus und spiele in der Sonne.
Du hast Wahlmöglichkeiten. Eine große ist, im Dunkeln zu bleiben oder dich in das Licht hinaus zu wagen. In seiner Vertrautheit kann das Dunkel tröstlich sein. Vielleicht findest du sogar das Dunkel und die in ihm lastende Gefahr spannend, ohne eine vorgestellte Dunkelheit und einen Glauben an sie freilich kann die Gefahr nicht auf dem Fuß folgen. Allerdings, das ist klar, du glaubst an die Gefahr. Du fühlst dich von ihr umringt. Ein falscher Schritt, und sie hat dich, da bist du dir sicher.
Dann musst du über die Schatten hinaus schauen. Du musst die Schatten für das ansehen, was sie sind.
Glaube Mir, wenn Ich dir sage, dass du Mein unsterbliches Sein und Seinswesen bist. Keine Millisekunde deines Seins kann angerührt werden. Glaube mehr an die Unantastbarkeit deines Seins als an die Unantastbarkeit deines Körpers. Würdige deine Unendlichkeit mehr.
Wenn du nur das siehst, was sich unmittelbar vor dir befindet, sind deine Wahlmöglichkeiten wenige. Wenn du allerdings weiter die Straße hinunter sehen kannst, eröffnet sich Vieles, und du findest herrliche Wahlmöglichkeiten vor dir.
Vielleicht sind in dem Schaufenster des Süßwarenladens nur einige wenige Sachen ausgestellt. Betrete aber den Laden, und hinter dem Tresen liegen Bonbons an Bonbons, unvorstellbare Süßigkeiten, immer noch warm, immer noch mit ihrer Köstlichkeit am Verschmelzen. Wenn du freilich draußen bleibst, ziehst du nicht einmal die Wahlmöglichkeiten in Betracht, die auf dich warten, eben, da du den Laden nicht betreten hast. Es ist kein Opfer, hineinzugehen und auf mehr zu stehen.
Das erste, was in den Blick kommt, ist vielleicht nicht das prächtigste, aber du wirst dich vielleicht damit begnügen. Ja in der Tat, du hast dich abgefunden.
Du hast viele Geschäfte mit dem Leben abgeschlossen, aber echtes Leben ist keine Abmachung zum Zwecke des Verkaufs oder kein Handel. Das wahre Leben liegt dir als Wahl an, nicht im Austausch für etwas, sondern schlicht für sich selbst. Haue dich selbst nicht übers Ohr
Dasjenige, was vor dir liegt, das ist vielleicht eine Illusion. Vielleicht ein Taschenspielertrick. Du bist zu Volksfesten gegangen und wurdest in eine Falle gelockt, wo du dann nichts mehr machen konntest. Du weißt, was und wie das ist. Du wurdest zuvor durch Zauberer getäuscht. Aber es bist du, der sich selbst herein gelegt hat.
Sei nicht durch das Zeitweilige hereingelegt. Du reichst weit über das Einstweilige hinaus. Du bist das, woraus die Ewigkeit gemacht ist. Genauso gut könntest du erkennen, wie kostbar du bist und was du Mir wert bist. Ich mache aus dir nicht zu viel, Ich sehe dich schlicht in deinem wahren Licht. Du machst nicht genug aus dir selbst. Ich leite dich an, dich klarer zu sehen, und, aus deinem Gewahrsein heraus werden beträchtliche Wahlen getroffen.

