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HEAVEN #3244 Wie jene Weihnachtspäckchen unterm Baum

WIE JENE WEIHNACHTSPÄCKCHEN UNTERM BAUM

Das Leben ist, wie wenn du deine Haustür öffnest und nachsiehst, wer draußen steht, oder was für ein Paket der Paketdienst dort abgelegt hat. Das Leben ist wie Auspacken, und wie Pakete Auspacken, die du an deiner Tür findest. Du hast viele Pakete zu öffnen. Bei jeder Türklinke, die du niederdrückst, gibt es etwas, was auf dich wartet, was auf dich zukommt, was dich schubst, was möchte, dass du es ergründest oder einen Geschmack von ihm bekommst, oder was einfach möchte, dass du deinen Hut lüftest und "Hallo. Wie geht's?" sagst.

Das Leben ist all jene Weihnachtspäckchen unter dem Baum. In lange vergangenen Tagen konnte es sein, dass sich in den aufgehängten Socken Kohle oder Kartoffeln befanden. Heutzutage haben die Bewohner von zahlreichen Ländern in der Welt eine Neigung, schier Silber und Gold zu erwarten. Sogar du bist vielleicht so. Bis zu einem gewissen Grad bist du vielleicht verdorben. Womöglich bist du sogar in einem großen Ausmaß verwöhnt.

Du möchtest gerne Rosen, und du bekommst Gänseblümchen, du behandelst die Gänseblümchen verächtlich, weil sie nicht das sind, was du im Sinn hattest. Indem du dich aufmachst, Gänseblümchen willkommen zu heißen, wirst du vielleicht eine Rose als Nächstes an deiner Tür finden.

Oder du möchtest vielleicht eine weiße Rose, und du bekommst eine rote, und wieder bist du verächtlich. Manchmal ist es in der Tat für das Leben schwer, dir zu gefallen.

Manchmal scheint dir das Leben wie ein Kellner in einem feinen Restaurant zu sein, bei dem dir der Service nicht gefällt. Der Tee ist zu kalt oder zu heiß. Du hast deine Bestellung aufgegeben, und das, was du bestellt hast, war nicht so prächtig wie du dachtest. Vielleicht ist sogar etwas darunter, was gar nicht nach deinem Geschmack ist.

Kannst du dir irgend einen Erhabenen vorstellen, dem etwas bei dem Essen, was ihm gebracht wurde, nicht gefällt? Kannst du dir einen Erhabenen vorstellen, der sagt: "Warum bloß, warum gibt es für mich hier bloß einen so schlechten Service? Warum, o warum ist das mein Los im Leben?"

Kannst du dir irgend einen Erhabenen vorstellen, der sagt: "Wieso muss ich den Massen dienen? Wieso muss ich auf der Erde wandeln und ihre Versorgung bestellen?"

Oder, kannst du dir irgend einen Erhabenen vorstellen, der sagt: "Warum sitze ich unter einem Banyan-Baum, während ich eigentlich in einer Kutsche gefahren werden könnte?"

Ich ahne, du wirst wohl solch lasche Fragen stellen wie: "Warum habe ich zu arbeiten? Wieso kann ich nicht unter einem Baum sitzen? Oder im Meer schwimmen? Wieso habe ich zu rudern? Wieso bin ich der Zugführer, kein Passagier? Was ist da dran, dass ich nicht die Route festlegen kann, die ich nehmen möchte?"

Vielleicht hast du ein Gefolge solcher Fragen, die endlos wie das Meer sind.

Ich bitte dich, dich damit zu befassen, mehr Aussagen abzugeben, als Fragen zu stellen. Ich bitte dich jetzt: "Wieso, ach wieso weiterhin unbeantwortbare Fragen stellen? Warum Fragen stellen, die mit Warum anfangen? Wieso auf deiner Unzufriedenheit herumhämmern?"

Es ist folgendermaßen, Geliebte: Habt eure Träume und Bestreben. Geht ihnen nach. Haltet sie vor euch hoch.

Es liegt euch an aufzuhören, darauf, wie weit entfernt sie sind, Bezug zu nehmen.

Wenn du ein Seemann bist, ermuntere Ich dich zu sagen: "Ich bin auf meinem Weg. Ich durchquere den Ozean. Ich steuere mein Schiff in die Richtung, in die ich fahren möchte."

Wenn du ein Seemann bist, möchte Ich dich gerne davon abbringen zu sagen: "Oh, wann bloß werde ich meinen Fuß auf die andere Küste setzen? Werde ich jemals dort ankommen? Sie ist so weit weg, und ich bin so weit weg von ihr. Warum befinde ich mich bloß in der Mitte des Ozeans, während ich doch so gerne an der Küste sein möchte?"

Geliebte, die Zeit fürs Beklagen ist vorbei. Davon gab es zu viel. Entmutigt euch selbst und die Welt um euch herum nicht länger. Falls ihr keine andere Melodie singen könnt, möchtet ihr sodann, um der Welt und um eurer selbst halber, freundlicherweise stille sein?