HEAVEN #3232 Wieso das Konzept der Ursache in Erscheinung trat
WIESO DAS KONZEPT DER URSACHE IN ERSCHEINUNG TRAT
Der Beweggrund, wieso du gerne eine Ursache, oder Ursachen, sicher ausgemacht wissen möchtest, lautet, dass du ein Heilmittel haben möchtest. Falls du zu keinem gelangen kannst, möchtest du Wiederherstellung. Sobald du die angenommenen Ursachen ausfindig gemacht hast, liegt das Heilmittel um die Ecke. Mit einer Ursache hast du, selbst wenn du kein Heilmittel dafür hast, zum wenigsten jemanden oder etwas, auf den oder das du mit dem Finger zeigen kannst.
Es ist eigentlich nicht so, dass du auf einen Grund hinweisen möchtest. Du möchtest auf ein Heilmittel hinweisen.
Die Heilung, Geliebte, die ihr wollt, bezieht sich auf das Leben. Ihr möchtet gerne das Leben geheilt wissen. Ihr möchtet gerne das Leben neu herausgegeben wissen. Ihr möchtet gerne das Leben von allem geheilt wissen, was ihr nicht mögt. Persönlich wollt ihr nicht immerzu leben, jedoch nicht so. Nicht so.
Fakt ist, ihr seht keinen Grund für Erkrankungen. Ihr seht, dass ihnen nicht stattgegeben werden sollte. Wie kann es für Krankheit einen Grund geben, sobald sie den Unschuldigen und den Schuldigen gleichermaßen trifft. Es gibt viel, wofür ihr kein Heilmittel ausfindig macht, und so möchtet ihr gerne Vorwürfe anbringen.
Es läuft darauf zu, Geliebte: Es macht nichts, was passiert. Das ist nicht von Belang. Krank oder nicht krank, tot oder am Sterben, das ist nicht von Belang. Am Ende macht das wirklich nichts.
Selbstverständlich zählen die Dinge für euch. Gewisse Dinge sind euch sehr bedeutend. Doch zielt nichts wirklich. Es wird ohnehin alles verschwinden. Es wird vom Antlitz der Erde verschwinden. Wieso dagegen, was unumgänglich ist, angehen?
Ich sage nicht, dass Krankheit unvermeidlich ist. Sie kann umgangen werden, und doch ist euer Umgehen weder die Ursache für die Krankheit noch die Ursache für die Genesung. Nur durch einen Faden kann eure Theorie aufrecht gehalten bleiben.
Solange ihr an die Ursache glaubt, glaubt ihr an Ungerechtigkeit. Ihr schreit „Das ist unfair“ heraus. Es ist klar, dass Unfairness auf der Welt existiert. Sobald euch die Unfairness und Ungerechtigkeit selbst betrifft, glaubt ihr recht wahrscheinlich, dass euch etwas geschuldet sei, zum wenigsten eine Entschuldigung. Es liegt nicht in eurem besten Interesse, Geliebte, zu glauben, dass euch etwas geschuldet sei. Es liegt nicht in eurem besten Interesse, dass etwas für euch etwas wiedergutgemacht zu werden, dass euch ein Ersatz geleistet zu werden habe, selbst wenn es bloß um eine Entschuldigung geht. Im Leben ist es besser, mit einer Vergangenheit, die man hinter sich gelassen hat, voranzugehen. Für eine Tat oder Vernachlässigung aus der Vergangenheit auf Gerechtigkeit aus sein ist in der Vergangenheit leben. Einerlei, welches Unrecht jemand begangen haben mag, am Besten geht ihr damit um, euch von dort voranzubewegen.
Wartet nicht auf eine Entschuldigung, auf ein Eingeständnis, auf eine Korrektur oder auf etwas anderes. Es ist so - eine gewisse Zeit lang befandet ihr euch in einem Gestrüpp, und ihr habt euch gnadenlos zerkratzt. Wenn ihr euch darin befindet, ist es Sache, dass ihr da herauskommt. Einmal draußen, ist es Sache, euch zu waschen, vielleicht etwas Linderndes auf die Wunden aufzutragen, und dann weiter zu gehen. Was habt ihr davon, euch gegenüber im Stillen das Vergehen des Gestrüpps auszurufen und es zu beschuldigen, die Ursache für fortgesetztes Leiden gewesen zu sein? Ihr lasst das Gestrüpp ganz körperlich los. Lasst sie jetzt allesamt los.
Wie viele Male habe Ich euch gesagt, los zu lassen? Schätze gehen zu lassen, Schätze los zu lassen, die nie entgegen genommen worden sind, und gestohlene Schätze gehen zu lassen. Die Vergangenheit ist euer Gestrüpp, Geliebte, und ihr müsst aus ihr heraustreten. Es gibt keine Vergütung dafür, hier zu bleiben. Sackt euch nicht selbst als ein Opfer ein.
Vergebt euch selbst für jeden Überfall oder jede Missgunst, die euch angetan wurde. Und falls ihr der Angreifer wart, dann vergebt euch auch. In beiden Fällen – geht voran. Schaut, dass ihr irgendwo anders hin kommt.

