HEAVEN #318 Jeder hat seinen eigenen Stern
JEDER HAT SEINEN EIGENEN STERN
Mutmaße nicht, dass andere Herzen dort sind, wo dein Herz ist. Mutmaße ebenfalls nicht, dass andere Herzen dort sein sollten, wo das deine ist.
Erlaube den Herzen Anderer, dort zu sein, wo sie sind. Du sehnst dich danach, dass die Herzen Anderer dort sind, wo das deine ist, danach, dass sie wie das deine vorankommen, doch andere Menschen mögen das gleiche über dich denken, oder sie denken vielleicht, du seist dir selbst voraus. Du denkst, sie hätten es nötig, dich einzuholen, und wahrscheinlich denken sie etwas anderes.
Erlaube den Herzen, dort zu sein, wo sie sind. Jedes Herz hat seinen eigenen Pfad. Auch dann, wenn jemandes Ego sich in sein Herz einmischt, hast du es sein zu lassen. Du bist kein Wechsler der Egos Anderer. Du bist kein Schwertkämpfer der Egos Anderer. Du bist kein Ritter der Egos. Wahr ist, du bist ein Ritter Meines Herzens, aber du bist einer, der mit einem Speer Meiner Liebe segnet.
Wenn du jemand siehst, der weniger ist, als es dich verlangt, dass er es sein möge, so liebe ihn trotzdem. Gib ihm statt, seinen eigenen Weg zu gehen.
Ich sage dir von Zeit zu Zeit immer wieder, nicht zu versuchen, die Vorstellungen Anderer von dir zu erfüllen, was du ihres Erachtens sein solltest, was sie von dir wollen.
Nun erinnere Ich dich daran, von Anderen nichts zu erwarten. Auch dann, wenn du im Recht bist. Du wirst immer denken, du seist im Recht, aber deine Aufgabe lautet nun, das Zulassen des Verfehlens (was du als solches siehst) Anderer zu erlernen. Zulassen ist ihnen Raum geben, zu sein. Es ist für Andere schwer, sofern du es so haben möchtest, dass sie sich dort befinden, wo sie noch nicht sind. Es bringt sie auf den Gedanken, etwas sei an ihnen falsch, anstatt, es sei bei ihnen recht so - und ihre Herzen sinken ab.
Liebe sie heute dafür, dort zu sein, wo sie sind, und, du setzt sie frei, zu wachsen. Menschen sind töricht, und du musst das nicht sein. Töricht ist Festhalten, und du befindest dich im Prozess des Lernens, los zu lassen. Lasse also heute deine Anhaftung an das los, was du denkst, andere Menschen sollten es sein. Zudem, dabei wirst du ohnehin nicht gewinnen.
Gib das gesamte Konzept des Rechthabens ab, und dir geht das Konzept des Gewinnens ab. Gewinnen macht dich nicht zu einem Führer. Es macht dich zu einem Gegner. Stelle dich nicht gegen Andere, wie sie dabei sind, ihren Weg kennen zu lernen.
Du erkennst nicht dauernd, was die ausgewählte Bestimmung eines Anderen ist, und wann dein Helfen dabei vielleicht Behindern darstellt.
Verhindere nicht die Wahlen eines Anderen. Sie sind vielleicht nicht diejenigen, die du treffen würdest, aber es warst nicht du, der gefragt wurde, sie zu treffen.
Für dich ist es leicht, eine Rose eine Rose oder ein Gänseblümchen ein Gänseblümchen sein zu lassen. Es ist schwer für dich, ein Menschenwesen das sein zu lassen, was es zu einem gegebenen Zeitpunkt ist.
Menschen sind multi-dimensional. Und das, als was jemand in diesem Augenblick zu sein scheint, ist nicht die Gesamtsumme von ihm. Ein Stück des Menschen heute ist nur ein Stück. Ein weiterer Augenblick enthüllt ein anderes Stück. Du kennst nicht die ganze Geschichte. Du kannst ein Buch nicht aufgrund seines Umschlags erzählen. Auch nicht aufgrund einer Seite.
Du weißt nicht wirklich, woraus Helden gemacht sind. Du denkst vielleicht, du wissest es, aber du erkennst anhand dessen, was du siehst, nicht den Feuereifer eines Anderen. Und Andere haben dich überrascht, in beidem, nach oben und nach unten. Du wirst vielleicht überrascht sein durch die Gegenwart von Herrlichkeit in einem Proleten oder einem Müßiggänger, und enttäuscht sein von jemandem, der deines Erachtens groß war.
Alles, was du von anderen Menschen hast, ist dein Eindruck, und dein Eindruck ist deine Interpretation. Besser, nicht interpretieren. Hier ist dein sortierender Intellekt an der Arbeit. Besser, ein großherziger Beobachter sein, jemand, der mit stillem Stattgeben zuschaut, ein Raum-Geber. Es ist gut, Raum zu geben.
Ein Bruder hat an einem Anderen auszusetzen, dass er zu viel von sich selbst weggibt, und der Andere hat an dem ersten auszusetzen, dass er nicht genug gibt. Wessen Standard denn ist unfehlbar? Wessen Standard kann gerecht sein?
Sei ein sachter Stattgebender im Leben. Jeder hat seinem eigenen Stern zu folgen, und nicht du bist der Stern.

