HEAVEN #3149 In der Welt hin und her tänzeln
IN DER WELT HIN UND HER TÄNZELN
Dein Leben ist dein Leben. Es ist auch das Meine. Das Leben, was du hast, habe Ich dir gegeben. Ich sagte: "Hier, komme zum Leben." Und du sagtest: "Ja, Gott, ich möchte." Oder vielleicht war es so, dass du es warst, der fragte. Vielleicht hast du gesagt: "Gott, gib mir das Leben. Gib es mir jetzt. Ich kann es kaum erwarten." Jedenfalls stimmten Wir miteinander überein, dass du auf der Erde zum Leben gebracht würdest. So einfach war das. Und damit betratst du die Welt. Wann wurde denn Bestürzung zu einem Schlagwort?
Macht die Bestürzung rückgängig, Geliebte. Ich verbrachte euch auf diese Reise des Lebens mit geraden Schultern und erhobenen Hauptes. Im hin und her Tänzeln in der Welt hast du dich viele Male danach gesehnt, zu wissen, worum es beim Leben geht. "Wie hat das Leben begonnen"?, fragtest du. Du befragst das Leben. Du stellst dich selbst infrage. Du stellst dich infrage und stellst dich infrage, und dann wurde das Leben zu einer Bewandtnis der Sorge, und hernach begann das Klagen.
Was machte die Klage zu einem Teil des Lebens? Was machte sie derart wesentlich? Wieso existiert sie, und weswegen wird ihr stattgegeben? Allzuoft findest du das Leben unerträglich, und doch kommst du mit der Klage aus. Du beklagst dich bereitwillig genug.
Ich frage Mich, wieso, wieso in deiner kurzen Zeitspanne im Leben, Beklagen die Vorherrschaft übers Glücklichsein übernehmen möchte. Was ist so großartig am Klagen? Bedarf es der Größe, um etwas zum Beklagen zu finden?
Das Leben ist wie Weihnachten. Ein paar Tage später stehst du in der Schlange und möchtest die Geschenke zurückgeben. Sie passten dir nicht oder sonst was nicht. Auf jeden Fall waren sie dir nicht gelegen. Und so möchtest du sie zurückgeben oder sie für etliche Geschenke des Lebens umtauschen.
Lasst uns eine andere Schlange bilden, in der du stehen kannst. Wir können sie Wertschätzung nennen. Wir können sie Dankeschön nennen. In zwei Schlangen kannst du nicht gleichzeitig stehen. In welcher Reihe möchtest du gerne deiner Wahl nach stehen? Ich mache dir den Vorschlag, du nimmst die Reihe namens Wertschätzung. A für 'appreciation' kommt vor K für Klagen. Ich mache dir den Vorschlag, dass du der erste in der Reihe für Wertschätzung bist.
Vielleicht ist Sich-Beklagen bloß eine Gepflogenheit. Schaffe dir in diesem Falle eine andere Gepflogenheit. Höre auf, dich zu beklagen. Beginne, wertzuschätzen. Du wirst Wertschätzen einfach wunderbar finden. Du wirst es befürworten. Wer wollte das Wertschätzen nicht vorziehen? Wer wollte sich nicht lieber selbst etwas geben, als sich etwas wegnehmen? Lasst euch nichts von eurer Wertschätzung für dieses einzigartige Leben, was ihr lebt, wegnehmen.
Heißt das Leben willkommen, Geliebte. Murrt über es nicht. Bejaht es. Bejaht den Regen, der fällt, und die Sonne, die scheint. Ich möchte soweit gehen und sagen, dass ihr den Regen in Sonnenschein kehren könnt. Der Regen hat seine Vorteile. Nass werden hat seine Vorteile. Geliebte, ihr könnt selbst Schlacke in Gold verwandeln.
Falls ihr jede Begebenheit im Leben infrage stellen müsst, dann bittet darum, in jedem Ereignis einen Vorzug zu sehen. "Was ist der Kern an Gutem in der Sache? Was liegt hier vor, was ich in einem guten Licht sehen kann?" Ich kann jetzt soeben deinen Geist hören, der darauf hinweist, dass es wohl nichts Gutes darin geben könne, was noch nicht hereingebrochen sei. Schon im Voraus läutet ihr die Glocken des Unheils. Geliebte, ihr seid nicht dazu verdammt, euch zu beklagen.
Das Leben ist nicht bloß Kopf oder Zahl. Wenn du Zahl bekommst, ist das kein Unheil. Das Leben ist nicht reiner glücklicher Zufall. Du bist der Erwiderer auf das Leben.
Du wirst vielleicht sagen, deine beste Chinatasse sei dir aus der Hand gefallen und in hundert Teile zersprungen, und du wirfst deine Hände hoch und sagst: "Was ist bloß das Gute daran, dass mir meine beste Chinatasse zerbricht?" Nun, eine Chinatasse weniger zum Abwaschen, eine Chinatasse weniger zum Abtrocknen, eine Chinatasse weniger zum Wegstellen, um daran zu denken, um sich Sorgen zu machen. Woher ist die Auffassung gekommen, dass es so etwas Entsetzliches sei, eine Tasse zu zerbrechen?
Trinke aus einer anderen Tasse, oder mache beim See des Lebens deine Hände hohl und trinke. Was gibt es da Besseres für dich zu tun?

