HEAVEN #3121 Nunmehr gibst du
NUNMEHR GIBST DU
Was immer sich im Leben zuträgt, was immer du an Kleinheit empfinden magst, du bist nicht Kleinheit. Du bist Größe. Einerlei, wie unwichtig du dich fühlen magst, einerlei, wie enttäuscht du von dir selbst bist, einerlei, was Handlungen bedeuten, einerlei, was an scheinbarer Absenz der Liebe zugegen sei, du bist Größe. Falls du nicht Größe wärest, würdest du nicht derart stark auf deine Beobachtungen der Kleinheit in dir selbst und in Anderen reagieren. Du wärest nicht derart enttäuscht.
Es mag durchaus sein, dass du, während du inwendig in dir Kleinheit bemerkst, aus ihr ausbrichst. Du siehst sie jetzt. Es war einmal, da hast du gedacht, es sei recht so, Liebe zurückzuhalten und sich in Sachen Geld oder anderen Dingen zögerlich zu geben, und jetzt siehst du es anders. Jetzt bist du entsetzt.
Der Stolperstein dabei, dich jetzt in diesem Augenblick zu lieben, scheint sich als deine Handlungen und Emotionen der Kleinheit auszuweisen. Früher einmal haben jene Sinn ergeben, und jetzt überhaupt keinen mehr. Geliebte, sie ergeben aufgrund eurer entschiedenen Größe keinen Sinn.
Seid über eure Größe froh und geht voran. Lasst die Kleinheit in jeder Hinsicht hinter euch, und das schließt die Gedanken über sie mit ein.
Einmal habt ihr in einer Hütte gelebt. Jetzt lebt ihr in einer Villa. Lebt in ihr. Haltet nicht einen Fuß in der Hütte. Lasst sie gehen.
Früher, unter der Begrifflichkeit der Anerkennung, wart ihr niedrig angesiedelt in der Liebe und groß im Eigennutz, und nun bedauert ihr das. Gelangt hinter das Bedauern. Bedauern ist kein Freund von euch.
Früher einmal war euer Garten marode. Jetzt ist euer Garten dem Garten Eden gleich. Wo werdet ihr jetzt eure Zeit verbringen? Im Garten der Vergangenheit, den ihr in eurem Geist durchwandert? Oder im Garten der Gegenwart, wo ihr spazieren könnt, wo ihr anfassen und schauen und den Duft der Blumen einatmen könnt?
Geliebte, es ist nicht von Belang, was ihr einmal wart, und was ihr getan oder nicht getan habt. Es ist von Belang, was ihr jetzt seid. Jetzt handelt ihr demgemäß.
Früher wart ihr einmal 1 m 20 groß, und jetzt seid ihr 1 m 80. Bevor ihr zu 1 m 80 herangewachsen seid, hattet ihr eine geringere Höhe. Ihr werdet euch nicht beschimpfen, weil ihr einmal kürzer wart.
Früher wart ihr einmal ein Mensch, der nur so und so weit gesehen hat. Jetzt seid ihr ein Mensch, der weiter sieht.
Früher wart ihr einmal ein Mensch, der zu sich her gerissen hat, und jetzt seid ihr ein Mensch, der gibt. Seid darüber froh, wer ihr jetzt seid.
Werdet spielend damit fertig, dass ihr einmal weniger wart, als ihr jetzt seid.
Vielleicht wart ihr ein Künstler, der Bilder malte. Heute seht ihr, dass eure Bilder nicht so gut waren, wie ihr zu dieser Zeit dachtet. Ihr könnt jene Gemälde nicht rückgängig machen. Einerlei, nun habt ihr eine Leinwand, um heute darauf zu malen. Was gibt es an der Sache zu bedauern? Anstatt zu bedauern, seid froh darüber, was jetzt in diesem Augenblick ist. Seid froh, dass ihr einen langen Weg hinter euch habt.
Ihr betretet Meine Villa. Während ihr Meine Villa seht, wie schäbig scheint ja das zu sein, woher ihr gekommen seid. Nun seid ihr von glänzenden Edelsteinen umgeben, wo es zuvor nur Stroh gab. Ist darüber nicht glücklich zu sein? Sicherlich nicht, darüber unglücklich zu sein.
Vielleicht habt ihr dort, wo ihr lebtet, niemanden hineingelassen. Ihr hieltet eure Türen geschlossen. Und nun, wo ihr jetzt lebt, öffnet ihr das Tor weit. Ich spreche über euer Herz. Euer Herz ist gewachsen. Es hat sich gedehnt. Früher hatte euer Herz winzige Zimmer. In ihm war schlicht kein Raum, damit Andere hereinkommen konnten. Jetzt gibt es viel, viel Raum. Wie prächtig ist jetzt euer Herz.
Früher habt ihr euch vielleicht selbst als einen Almosenempfänger der Liebe gesehen, und jetzt seid ihr dazu in der Lage, euch selbst als reich an Liebe zu befinden. Vergesst, als ihr ein Almosenempfänger wart. Ihr seid es nicht mehr. Früher war euer Herz verschnürt, und jetzt ist es weit offen, und jetzt seid ihr wohlhabend am Herzen, und jetzt gebt ihr.

