HEAVEN #312 Das Feld des Seienshaften
DAS FELD DES SEIENSHAFTEN
Beginnst du zu sehen, wie Seien Geben ist?
Wenn du schier bist, vermagst du ausschließlich zu geben.
Wenn du denkst oder in Besitz nimmst oder in Angst weilst, kannst du schier zurückhalten.
Wenn du übers Geben oder Nicht-Geben nachdenkst, gab es in deinem Geben einen Einhalt oder eine Unterbrechung.
Freilich, was du fühlst, das gibst du. Falls du zu einem gegebenen Zeitpunkt in Angst bist, gibst du Angst.
Wenn du in Frieden bist, gibst du Frieden.
Es ist nicht möglich, eigennützig zu sein, da ihr andauernd einander etwas gebt. Ihr gebt Botschaften aus. Vielleicht unterweist ihr einander, eigennützig zu sein. Eigennützigkeit ist etwas an euch Festhalten und Behalten. Ihr habt vielleicht auf einen Gegenstand großen Wert gelegt und weniger auf euch.
Selbstsüchtigkeit kommt von Angst. Ihr seht Grenzen, und die Grenzen setzen den Ton von euch.
Ich habe euch gesagt, keine Opferrolle einzunehmen, und Ich wiederhole das. Nun wollen Wir einen Schritt weiter gehen.
Opfer ist eine Unwahrheit. Es gibt unter euch eine allgemein vorherrschende Bedeutung für das Opferdasein, und sie besteht darin, Besitztümer aufzugeben, die euch teuer sind oder gar euer Leben darstellen.
Opfer, auf einer anderen Ebene, existiert nicht, da nichts aufgegeben werden kann. Weil du einem Anderen etwas Wertvolles gibst, bedeutet nicht, dass du es verlierst. Verlust ist nicht möglich. Die Idee des Verlustes indes, sie existiert, mit Sicherheit existiert sie, und du bist mit ihr gut vertraut.
Und so gelangen Wir zu deinem Geist, zu deinem logischen Geist, der addiert und subtrahiert. Dein Geist fließt nicht wie dein Herz. Dein Geist kalkuliert.
Ein Herz aber fließt. Du opferst dein Herz, wenn du sein Strömen blockierst. Das heißt der Verlust der Unschuld.
Gib nur, wo dein Herz geben möchte, aber blockiere nicht den Strom deines liebenden Herzens oder trage nicht zu dem Hindernis eines Anderen bei. Ein verkrampftes Herz ist blockiert. Ein unwilliges Herz ist blockiert. Herzen haben entriegelt zu sein.
Entsinne dich, Ich sage dir nicht, alles oder jedes aufzugeben. Ich sage dir, nichts aufzugeben. Ich sage dir, etliche deiner Ideen aufzugeben, die nichts als Ideen über sich selbst sind. Ideen sind nichtsesshafte Gedanken, und einigen wurden Namen gegeben. Etliche werden nobel genannt, und andere unehrenhaft. Aber es gibt keinen Adel, und es gibt keine Unadeligkeit. Sie sind kurze Leuchtimpulse auf einem Feld des Seienshaften.
Viele unterschiedliche Farben machen den Regenbogen. Aber es ist der Himmel, an dem der Regenbogen in Erscheinung tritt.
Und die Farben des Lebens treten auf einem Feld des Seienshaften in Erscheinung.
Erfühle dein Seien. Erfühle seine Reichhaltigkeit inwendig in dir. Fühle, wie es alle Zellen in deinem Körper bewegt. Seienshaftigkeit, welche das Feld darstellt, ist indes der Beweger von dir. Deine Seienshaftigkeit schwillt an, und du bist bewegt. Physische Bewegung ist nicht so ganz viel Vollendung. Du kannst dich ohne dein Seien bewegen, ohne dein viel Verbundensein.
Aber ah, in deinem Seienshaften fließen, in diesem Ozean der Liebe fließen, aufrecht gehalten werden und mittels der Verpflichtung deines Herzens dich aufrecht halten, deiner Seienshaftigkeit stattgeben, dich hochzuheben und dich auf ihren Schultern zu tragen und dich im Leben voranzubringen! Dein Seienshaftes in der Welt mag in Kanälen schwimmen, die die Welt anfertigte, aber dein Seienshaftes schwimmt. Es muss schwimmen.
Lasse deine Seienshaftigkeit dich mehr rühren, als dass dich das Weltdenken rührt. Wessen Herz trägst du, dasjenige der Welt oder das deine? Was bringt dich dazu zu denken, dass das Denken der Welt weiser sei als dein Herz? Du weißt es besser. Vielleicht bedarf es dir, die Welt zu unterweisen. Du kannst das durch die stille Strahlung deines Seiens. Schreien vermag das nicht. Das wurde bereits versucht. Die stille Strahlung deines Seiens aus deinem Herzen und aus dem Meinen heraus – sie vermag und tut es.
Du bist ein Synthesizer der Welt.
Nimm Meine Musik und mache sie zu der deinen.
Fortan wirst du sie der Welt pur durch deine Existenz darbieten.
Möchtest du nicht lieber der Welt Meine Musik darreichen, als die Welt auf sich selbst zurückzuwerfen? Die Welt wird sich nicht verschollen gehen, denn sie hat sich nicht gefunden. Du gelangst zum Wissen, dass es mehr gibt, als die Welt dir zu sagen hat. Und du bist das Mehr.

