HEAVEN #3115 Weist auf die Sonne, Geliebte
WEIST AUF DIE SONNE, GELIEBTE
Eurem eigenen Selbst seid treu - das hat zahlreiche Bedeutungen. Eine ist, eure Schwingung hoch zu halten. Eure Schwingung hoch halten ist ein guter Grund dafür, euch von Beurteilung fernzuhalten. Sobald ihr beurteilt, sobald ihr verdammt, egal, wie recht ihr dabei haben mögt, ihr neigt euch zu einer niedrigeren Ebene. Sobald ihr ein Unrecht seht, und ihr verdammt es, ebenso wie die Menschen, die das Unrecht trotz allem begehen, sendet ihr jene Schwingung an die Welt, eben jene Schwingung, die ihr nicht gerne existieren sehen möchtet. Ihr sagt: "Schaut her, schaut euch dieses schwerwiegende Unrecht an." Ihr sagt: "Der Himmel stürzt ein." Ihr sagt: "Es gibt entsetzliche Dinge, die vor sich gehen." Und somit zieht ihr euch selbst, gleich, wie wohlmeinend ihr seid, und zieht ihr die Welt eben auf jene Ebene, der ihr entgegentretet. Ihr breitet es aus. Ihr pflanzt Unkräuter, keine Blumen in euren Garten.
Unkräuter befinden sich im Garten, jedoch ist es für euch besser, eure Aufmerksamkeit von ihnen abzuziehen und auf die schönen Blumen zu lenken. Falls ihr wirklich möchtet, dass der Garten schön wird, dann redet über die Blumen.
Solange ihr die Unkräuter in der Welt betont, macht ihr euch selbst selbstgerecht. Solange ihr darauf zeigt, was eures Wissens nicht richtig ist, sagt ihr: "Wie entsetzlich ist das. Wie gut bin ich." Sobald ihr auf die Menschen zeigt, die etwas tun, was eurem Dafürhalten nach nicht liebevoll ist, sagt ihr: "Sie sind derart schauderhaft. Ich bin froh, dass ich das nicht bin." Ihr seid vielleicht der Ansicht, dass Selbstgerechtigkeit sich für euch gut anfühlt, allerdings nur einen Augenblick lang. Gebt die Vorstellung auf, dass ihr dafür bestimmt seid, der Ankläger der Welt zu sein. Ihr seid dafür bestimmt, die Welt emporzuheben. Also dann, hebt sie empor.
Anstatt darauf zu zeigen, was euch und einem jeden, mit dem ihr redet, ein schlechtes Gefühl übermittelt, sagt lieber: "Schaut euch die üppige Wundersamkeit der Welt an." Sagt: "Schaut all das Gute an, was die Menschen auf der Erde tun." Zeigt auf die Sonne, Geliebte. Sie scheint. Es ist Gütigkeit in der Welt.
Ihr könnt rostige Nägel in die Erde hämmern, oder goldene. Womit möchtet ihr die Welt angefüllt wissen, mit Rost oder mit Gold?
Denkt nicht, mit dem Rühmen des Lebens würdet ihr euch in ein laissez-faire oder ins Vernachlässigen begeben. Ihr seid energiegeladen. Denkt nicht, dass ihr mit dem Rühmen des Lebens feige oder vortäuschend seid. Genau das Gegenteil. Es braucht Mut, um eure Aufmerksamkeit auf das Licht zu legen. Es braucht auch Gewahrsein.
Sofern ihr die Welt ändern wollt, dann ändert, worüber ihr redet. Den Irrtum ausrufen ist beim Beseitigen des Irrtums noch nicht erfolgreich gewesen.
Gegen den Krieg vom Leder ziehen hat keinen Frieden eingebracht. Trotz aller Proklamationen und Deklarationen gegen den Krieg erstehen Kriege. Dem Krieg mit der Faust drohen ist eine Form des Kämpfens. Gib stattdessen Friede. Erlange Friede, Geliebte, Geliebter, und du wirst Friede geben. Wo Friede ist, wer wird da mit einem Krieg anfangen? Anstelle von Schreien, die den Krieg verunglimpfen, bringe Schreie aus, die den Frieden verkünden und auf diese Weise die Familie des Menschen segnen. Sprich nicht gegen deinen Bruder.
Halte das Begehren in deinem Herzen, deinen Feind zu lieben. Die Aussage 'Liebe deinen Feind' ist eine machtvollere Erklärung, als ihr euch vorgestellt habt. Sobald ihr euren Feind liebt, wo kann deren Feindschaft existieren. Prangere Jene an, die du als deinen Freund bezeichnen möchtest, und sie werden sich direkt vor deinem Gesicht einfinden.
Anprangern funktioniert nicht. Oder, es klappt sehr wohl in der Hinsicht, als es das, was du gerne getilgt wissen möchtest, vervielfältigt.
Sei für etwas, nicht gegen etwas. Sei nicht Anti. Wogegen du auch immer protestierst, du stellst es her. Und nun weißt du es, und nun gibst du es dem Frieden statt, dass er zum Vorschein komme. Nun hebst du die Welt hoch auf deine Schultern, schlicht dadurch, was du der Welt nicht mehr länger hinhältst. Nun verkündest du lieber, als du anprangerst.
Wenn du dich dabei erwischst, wie du dich beschwerst oder protestierst, so hebe die Welt und dich selbst eine Nut höher. Male es dir aus und stelle es dir vor, was du möchtest, und auf diese Weise weitest du das aus, was du gerne hast, dass es sei.

