HEAVEN #2967 Die Fahrt einer Lebenszeit
DIE FAHRT EINER LEBENSZEIT
Wenn du am Morgen aus dem Fenster schauen kannst, und die Sonne siehst, wie sie auf die Blätter scheint, ist das für das Glück nicht genug? Was musst du sonst noch haben?
Wenn du hochschauen kannst, und du siehst den blauen Himmel mit den vorbeitreibenden Wolken, was kann dir dann in deinem Leben fehlen?
Sofern du sehen kannst, was gibt es dann, das du anfordern musst?
Sofern du sein kannst, wieso dann ist dein Herz nicht erfüllt?
Mir scheint es, dass du auf dem Weg zu einer wichtigen Begegnung, bei der du nicht zu spät kommen kannst, an dem Augenblick des Wunders vorbeieilst.
Ich muss euch fragen, Geliebte, was ist wichtiger als die Sonne, die Blätter und der Himmel? Was ist wichtiger als euer schlichtes Seien?
Lasst das genug sein, und ein jeder Tag wird für sich selbst sprechen, und ein jeder Tag wird ein Jahrtausend sein. Der Saft eines jeden Tages wird aus ihm heraus gewrungen sein. Erfüllung ist da, alles aus der kleinen Sache - aus dem Fenster zu schauen oder zum Himmel hoch zu blicken.
Da ist Gott im Himmel, und da ist der gleiche Gott auf der Erde. Gibt es mehr, was du zuzugestehen brauchst?
Geht in das hinein, wo ihr soeben seid. Geht hin zu eurem Leben, und umarmt es. Das ist Leben, Geliebte. Das ist euer Leben und es ist das Meine. Falls da etwas fehlt, dann bist du es, der bei ihm fehlt. Du bist an ihm vorüber gegangen.
Drehe jetzt, jetzt eben in diesem Augenblick, dein Leben an, so als würdest du Straßenlichter anmachen. Beleuchtet euer eigenes Leben, indem ihr die täglichen Gaben zur Kenntnis nehmt, die es euch überreicht.
Die Sonne scheint oder es regnet. Die Sonne scheint hell oder es wird wolkig. Denkt, denkt, Geliebte, an die Welt, in der ihr lebt. Es gibt sogar einen gelegentlichen Regenbogen, der eure Tage auszeichnet. Hitze und Kälte. Wasser und Durst. Ozeane und Wüsten. Da sind Wälder und Ebenen. Da sind Farben, eine ganze Anordnung von ihnen. Es gibt Musik, und Lieder, auf die man kommen kann.
Es gibt Brisen und stürmische Winde. Es gibt Stille und schwüle Tage.
Was ist aus dem Leben heraus gelassen worden, so dass ihr euch benachteiligt fühlt? Was mehr gibt es da für euch zu wollen, unterdessen diese schöne Schöpfung vor euch ausgelegt wurde?
Denkt an die Tiere und an den Reichtum ihrer Gaben. Denkt an die Blumen. Vergesst die Blumen nicht. Auch Gemüse sind Blumen, bevor sie Gemüse sind.
Denkt an Einssein, und was sonst noch gibt es denn dazuhin, um darüber nachzudenken?
Wenn eure Tafel voll ist und ihr gegessen habt, wonach habt ihr dann noch Hunger?
Was kann von eurem Leben fehlen, sofern ihr nicht an ihm vorbeigerannt seid? Vielleicht wart ihr nach irgendwo unterwegs, und ihr seid direkt an ihm vorbeigegangen.
Seid nunmehr sicher, das Leben zur Kenntnis zu nehmen, während ihr wohin immer auch eilig unterwegs seid. Bemerkt die Geräusche eures Auftritts. Bemerkt die Geräusche der Kinder beim Spielen. Bemerkt den Klang des Windes, und bemerkt die Stille, wann der Wind sich gelegt hat.
Bemerkt den Klang der Regentropfen, und bemerkt, wie sie auf die Blätter fallen, die die Sonne so leichten Sinnes begrüßen.
Oder seid ihr pingelig, was das Leben anbelangt? Habt ihr vergessen, was ihr bereits vor euch habt, unterdessen ihr euch nach weiterem ausstreckt? Habt mehr, Geliebte. Habt alles vom Leben, was ihr wollt. Behandelt gleichzeitig die grundsätzlichen Dinge, das Einmaleins nicht oberflächlich. Behandelt weder die Milch des Lebens oberflächlich, noch springt über das Brot des Lebens hinweg, noch überflügelt den Motor des Lebens. Der Motor ist am Laufen. Sofern das Leben ein Bus ist, dann ist er einer, damit ihr auf ihn aufspringt. Springt auf. Begebt euch auf die Fahrt einer Lebenszeit. Kommt heute mit Mir.

