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HEAVEN #2896 Der standhafte Baum und der Vogel, der fliegt

DER STANDHAFTE BAUM UND DER VOGEL, DER FLIEGT

Schau dir einen Stamm eines großen alten Baumes an und stelle dir vor, was er zu dir sagen würde. Stelle dir vor, wie lange er still dagestanden hat, wie seine Wurzeln tiefer drangen, wie seine Äste weiter schwangen und wie seine Krone sich nach oben schob. Wie lange hat dieser stille Baum als eine Schildwache für die Welt dagestanden; er beklagte sich nie, gleich, wie es um das Wetter stand, zufrieden mit jedem Wetter, zufrieden, was auch immer an Vögeln in seinen Zweigen singt, zufrieden, gleich, wer oder was an ihm klettert.

Und ihr, die ihr Füße zum Gehen habt, die ihr nicht an einer Stelle verwurzelt seid, wie leicht ist es für euch, fortzugehen, und ihr, ungleich dem Baum, habt eine Beschwerde nach der anderen, die eurem Mund entkommt. Ihr könnt aus dem Regen heraus gehen, und nach wie vor beklagt ihr euch über ihn. Laut euch sind Hitze, Sonne, stürmendes Wetter alle das gleiche, in dem Sinne, dass man sich über sie beklagen kann.

Bäume sind mehr wie der kleine lahme Prinz in der Erzählung, der nicht weglaufen konnte. Und somit wurde er sehr stark.

Ihr werdet fragen, in Anbetracht der Wahl, die euch gegeben ist, wie wisst ihr, ob ihr der Baum seid, der dableibt, egal was passiert, oder ob ihr mit euren Beinen wegrennen werdet? Wie wisst ihr, was zu wählen ist, wann zu bleiben und der Musik zu entgegnen ist, oder wann aufzubrechen und aus dem Getümmel herauszugehen ist? Wie wisst ihr, was und wann zu wählen ist?

Was, Geliebte, kann Ich anderes sagen, als dass ihr eine Wahl treffen sollt. Ihr habt nicht immerzu fortzulaufen. Ihr habt nicht immerzu zu bleiben. Es ist nötig, von euch selbst zu verlangen, eine Wahl zu treffen. Welche Wahl auch immer ihr trefft, ihr kommt stark dabei hervor.

Genauso wie ihr nicht in eiskaltem Wasser schwimmt, genauso wie ihr dort nicht bleibt, wo es zu kalt ist, genauso macht ihr euch nicht immerfort auf den Weg oder bleibt ihr nicht immerfort da, sobald es heiß wird. Es liegt an euch. Letzten Endes liegt alles euch an. Denkt über eure Wahlen nicht allzuviel nach. Geht nach eurer inneren Führung, und bringt eure Wahl zum Funktionieren.

Ihr, die ihr im Leben Wahlen treffen könnt, steht an einem beneidenswerten Ort. Ihr seid ein Entscheider darüber, welche Abzweigung auf der Straße zu nehmen ist.

Ab und an werden Wahlen für dich getroffen, und ab und an hast du sie zu treffen.

Du kannst hügelaufwärts oder hügelabwärts gehen. Du kannst anhalten und zurückgehen. Du kannst eigentlich alles tun, was du tun möchtest, und zuweilen Dinge, die du nicht tun möchtest.

Gleich, in welche Richtung du vorangehst, gleich, wann du still stehst, trage im Gemüt, dass du dich voranbewegst. Auch dann, wenn du zurückschreitest – Zurückschreiten kann ein Schritt voran sein.

Ob du nun still stehst wie ein Baum oder wie die Vögel fliegst, du bewegst dich voran. Weder Vögel fliegen rückwärts, Geliebte, noch tun das Meine Kinder. Oh, ja, Ich weiß, euch sieht es danach aus.

Gar dann, wenn du dein ganzes Geld und dein Haus verlierst, du gehst voran. Du kannst sicher sein, dass du dich voranbewegst. Auch dann, wenn du still stehst, bewegst du dich. Das gesamte Gefilde des relativen Lebens, in dem du lebst, ist Bewegung. Wenn du das gleiche Haus bewohnst, bist du nichtsdestotrotz in Bewegung. Du gehst hinein und heraus. Du öffnest die Tür und schließt sie hinter dir. Du verlässt das Haus und du betrittst es. Sofern du das Haus nie verlässt und ausschließlich von Zimmer zu Zimmer gehst, trittst du ein und trittst du aus. Auch gar, wenn du bettlägerig bist, öffnest und schließt du deine Augen. Du schaust hoch und nieder und seitwärts.

Und während du schläfst, bist du wach, denn du atmest ein und aus.

Unzählig sind die Wahlen, die du jeden Tag tätigst. Du bist der standhafte Baum, und du bist der Vogel, der fliegt.