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HEAVEN #2712 Die Welt durchmessen

DIE WELT DURCHMESSEN

Gott sagte ....

Entsinne dich, du musst nicht etwas beweisen. Es gibt eine Zeit, um deinen Stift niederzulegen.

Wenn du eine Näherin bist, sagen wir mal für einen exklusiven Kleiderfabrikanten, dann legst du, sobald du deine Näharbeit beendet hast, deine Nadel weg. Es mag sein, du fängst mit einem anderen Kleid an, oder du gehst für heute nachhause. Auf jeden Fall, du folgst deinem Kleid nicht bis zum Auslieferer und bis zu den Läden, auch nicht bis zum Haus der Kundin, die es in dem Laden kauft, die es trägt oder in den Schrank hängt. Sobald du das Kleid beendet hast, bist du damit durch. Du hast deinen Teil getan.

Es ist das Gleiche, wenn du etwas stark Überzeugendes zu sagen hast. Sage es, und lass fortan die Anderen daraus machen, was sie wollen. Dein Teil ist getan. Du sagtest, was du zu sagen hast, und mehr brauchst du nicht zu sagen. Wie deine Worte aufgenommen werden, das gehört nicht zu deinem Geschäft. Dass du deine Aussprache geführt hast, war deine Wahl, und nun hörst du damit auf. Du lässt deine Worte tun, was sie tun, oder nicht tun. Du bist mit ihnen durch.

Wenn du einige Schokoladenplätzchen machst, sie einpackst und einem Freund gibst, so ist es danach an deinem Freund, ob er sie direktweg aufisst, oder ob er sie weglegt und sie vergisst, oder ob er sich ihrer erinnert und sie mit seinen Freunden teilt. Wenn du etwas weitergibst, seien es nun Süßigkeiten oder Worte, musst du es los lassen.

Was für eine Belastung war das Loslassen für euch! Ihr wollt geben, aber ihr seid abgeneigt loszulassen. Geliebte, fasst einen Entschluss.

Niemand hat euch zuzuhören. Niemand ist verpflichtet, eure Waren zu kaufen, desgleichen ist er nicht verpflichtet, sie derart einzusetzen, wie ihr es vorgesehen habt. Sie können auf ihnen herumtreten, wenn sie es wollen. Euer Sagen kann nur so weit gehen, oder, vielleicht, überhaupt nirgendwohin.

Niemand ist gezwungen zu etwas, lass sie allein zuhören, dennoch, es mag sein, ihr spürt einen Zwang, darauf zu bestehen, dass sie das tun. Besteht darauf nicht, Geliebte. Lasst los, Geliebte.

In einem gewissen Sinn ist das gesamte Leben eine Vorbereitung zum Loslassen. Es wird ein Klopfen an deiner Tür geben, und dein Leben, so wie du dich nach und nach an es gewöhnt hast, wird von deinem Zugriff fortgezogen, und du musst es loslassen. Vielleicht ist alles am Leben eine Vorbereitung für diesen Moment des Nichtanhaftens. Ja, es ist vonnöten, das Anhaften loszulassen. Geliebte, öffnet eure Hände. Haltet nichts mehr weiter umklammert. Wirklich, was denkt ihr dabei?

Nicht anders, du hinterlässt in der Welt ein Zeichen. Anders kann es nicht sein. Doch niemand braucht das zu wissen. Du brauchst es nicht zu wissen. Du hattest einen Effekt. Gleich, was du bist, gleich, was du getan hast, du hast in der Welt eine Kerbe gemacht. Du hast sie durchmessen, und die Welt ist nicht die gleiche. Ob dir nun Ehre bezeugt wurde oder ob du gar nicht bemerkt wurdest, ob du nun Blumen pflücktest oder auf ihnen herumgetreten bist .... dass du diesen Boden beschritten hast, erbringt den Unterschied. Du verliehst der Welt einen Aspekt, den niemand sonst hat oder verleihen konnte. Du hattest womöglich das Empfinden, du seist bloß ein Tropfen auf dem heißen Stein, indes, du warst ein einschneidender Tropfen. In eben diesem Augenblick jetzt durchmisst du die Welt, und du hinterlässt Fußstapfen. Bemerkt oder nicht bemerkt, du hinterlässt sie.