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HEAVEN #255 In einem Körper leben

IN EINEM KÖRPER LEBEN

In einem Körper leben verzehrt eine Menge an imaginierter Zeit. So lange, wie du in einem Körper bist, gibt es viele Dinge zu tun. Wärst du nicht in einem Körper, so wärst du ganz und gar deine reine Seele, dann wärst du nicht so aufgebraucht von dem Tun.

Sofern du es dir einräumst, dass dein Wesen zusammen mit deinem Tun existiert, sofern du es dir einräumst, dass du zumindest so sehr ein Menschenwesen bist, wie du ein Tuer Menschlicher Dinge bist, wirst du wohl dorthin gelangen, die Macht des Seins zu begreifen.

Eines eurer Urteile lautet, dass ihr immerfort in Tätigkeit sein müsst, als wären die Aktivitäten die Gesamtsumme von euch. Ihr stellt einander Fragen von der Art: „Was hast du dieses Wochenende gemacht? Was habt ihr in der Schule durchgenommen? Was machst du nächstes Wochenende?“

Das sind schöne Fragen, missversteht Mich nicht. Und sie nehmen euch beim Austausch mit anderen Menschenwesen in den Dienst. Ich schlage einfach vor, dass die Betonung mehr auf der äußeren Tätigkeit gelegen hat als auf der Seelenentwicklung. Ja, Fakt ist, vieles an Aufmerksamkeit für Tätigkeiten soll deinen Geist von deiner Seelenentwicklung fernhalten. Du ahnst, es gebe etwas, was nach deiner Beachtung schreit, aber du kannst es nicht mit deinen Händen greifen, und du bist dir nicht sicher, wie damit umzugehen ist, also deckst du es mit mehr an körperlicher Tätigkeit zu.

Entsinne dich, Ich verdamme die Aktivität nicht. Du bist nicht dafür bestimmt, einfach dazusitzen und die ganze Zeit über nachzusinnen. Auch nicht der Großartigste unter euch. Genauso ist es gut, den Seiens-Aspekt von euch ins Auge zu fassen und ihn für euch arbeiten zu lassen. Eure Seienshaftigkeit ist für euch ein großer Freund.

Die Frage, die euch so rasch über die Lippen kommt - „Wie geht es dir? [How are you? - ThB]“ -, ohne großes Engagement vorgebracht, ist dennoch eine Erklärung, die näher an der Wahrheit des Seiens liegt. Auch sie ist sozialer Austausch. Doch auch diese Frage wird oft im Hinblick auf den Körper gestellt und beantwortet. „Recht gut. Nicht so gut. Den ganzen Tag über müde. Ich hatte Kopfschmerzen. Entsetzlich.“ So als wärt ihr euer Körper und gleichgeschaltet mit seinem Zustand an Behagen oder Unbehagen.

Dann und wann betrachtet ihr eure Seienshaftigkeit und tragt ihr Rechnung. Liebt eure Seienshaftigkeit, diesen stillen Part von euch, der die echte Macht von euch ist. Es ist eure Seienshaftigkeit, die mit Mir verbunden steht. Dein Körper ist nicht. Deine Besitztümer sind nicht. Deine Ganzheit der Seele ist. Dies ist die Ebene, von der her Wir operieren, du und Ich. Das ist Unsere Verbindung.

Sieh deine Seienshaftigkeit als Liebe an, nicht als Liebe in tätiger Wirksamkeit, sondern als Liebe wie die Sonne, die in ihren Augenblicken, bevor sie über den Horizont heraufsteigt, voll ist, oder, gar wenn sie auf der anderen Seite der Erde ist. Sieh deine Seienshaftigkeit als die Rose in ihrer Vollheit beim Knospen der Blüte, bereit, in die Blüte hinein zu bersten, genau in dem Augenblick der Vollheit, bevor sie in aller Fülle des Verstreuens in die Farbe hinein platzt.

Ist die Rose schier ihr Moment der Blüte? Gibt es nicht das an der Rose, das nicht welkt? Wenn sie ihre Blütenblätter fallenlässt, ist sie dann nicht mehr länger Rose?

Bist du nicht mehr als deine aktive Existenz, und als die Regungen, die dein Körper durchmisst, und als die Orte, die er aufsucht? Bist du nicht mehr als das, was dein Körper zusammenfegt? Wo bist du, während du schläfst, und wo bist du, während du wachst?

Du bist mehr seiend als tuend.

Dein Seien ist Meine Segnung.

Dein Seien ist deine Erbschaft.

Dein Seien ist der langen Rede kurzer Sinn von dir.

Segne dein Seien, jenen Aspekt von dir, der für die Erde irrelevant ist. Und segne dein Tuenshaftes, jenen Aspekt von dir, der die Erde mit offenen Armen begrüßt.