HEAVEN #1825 Der Himmel ist kein physischer Ort
DER HIMMEL IST KEIN PHYSISCHER ORT
Wenn ein Körper stirbt, sagt ihr des Öfteren, der Mensch sei zu einem besseren Ort gegangen. Ich verstehe das, und Ich möchte Mich auf Meine Weise darauf einlassen. In Wirklichkeit ist euer geliebter Angehöriger nirgendwo hin gegangen. Bestimmt ist der Himmel kein physischer Ort. Wie kann es sein, dass das Physische ein Trugbild ist?
Der Himmel ist ein Ort umfassenderen Gewahrseins. Darin besteht der Unterschied zwischen Himmel und Erde. Erd-Gewahrsein hegt Erd-Geneigtheiten. Himmel-Gewahrsein hegt Himmel-Geneigtheiten.
Sobald ein Körper abfällt, bleibt Himmels-Gewahrsein zurück. Himmels-Gewahrsein ist das Übriggebliebene, nicht der Körper.
Gewahrsein ist Bewusstsein. Sobald der Körper beiseite gelegt ist, wird das erkannt, was stets gewesen ist. Das körperliche Besitztum ist fortgefallen. Es gibt keine Einmischung mehr, wie es auf der Erde der Fall ist. Welche andere Ablenkung als das Physische kann das Himmel-Gewahrsein blockieren? Das relative Leben blockiert es, und doch wieselst du im relativen Leben herum, um es zu finden. Du nimmst den Himmel, nicht anders als alles andere, als getrennt von dir wahr. Allerdings, alles, was du zu tun hast, ist nach innen schauen. Inwendig ist ein schöner Part von dir. Ich sage Part, aber Ich meine die Ganzheit von dir. Ich könnte sagen, inwendig ist eine schöne Anbaufläche von dir. Wenn du allerdings ein Morgen Land bist, ist ein Morgen Land kein Part von dir. Er ist alles von dir.
Trotz seiner Entsetzlichkeit führt dich das Empfinden der Getrenntheit zum Einssein zurück. Du federst dich vom heißen Ofen zurück, und du gravitierst um balsamischen Wohlgeruch. Nichts ist wohlduftender als der Himmel, Geliebte. Der Himmel stellt keine Hindernisse vor dir aus. Das Erdenleben tut das ausgiebig. Darin ist es gut. Der Himmel ist darin überhaupt nicht gut. Darin hat er keine Übung. Wie sollte er?
Dein Geist ist ein physisches Eigentum, und die Gedanken, die dein Geist und deine Kultur hervorbringen, übersetzen sich in Hindernisse. Und dennoch, dennoch, Hindernisse sind Trittsteine zum Himmel. Was für ein Paradox. Es ist ein Paradox, was ihr habt, und nach dem Paradies seid ihr auf der Suche.
Was würde sich ohne das Erdenleben entfalten? Wir nennen das Evolution, was schier Anerkenntnis ist. Eure Gedanken entfalten sich. Eure Gedanken auf der Erde spiegeln euer Bewusstsein auf der Erde wider. Sei dir des Himmels bewusst. Sieh die Welt, als sei sie vom Himmel, und du wirst Vergegenwärtigung gelangen, wo du bist. Glaube nicht eine Minute lang, dass du auf der Erde feststeckst, und dass du mit dem Bewusstsein feststeckst, mit dem du gegenwärtig arbeitest.
Der aufsässige Geist, obschon er aufs Physische ausgerichtet ist, ist maßlos machtvoll. Der Geist war derart machtvoll, dass er euch verleitet hat, an Niedrigkeit, an Egoismus zu glauben, beide irrig und der Wahrheit unähnlich. Alle Begrenzungen, die dir auferliegen, sind Begrenzungen der Erde. Nicht Meine. Ich machte nicht die Gesetze, die in der Welt des Menschen die Erde beherrschen. Der Geist verpfuscht das Leben auf der Erde. Er umsorgt das Herz, während Ich es gerne anders herum möchte.
„Habe ein Herz“ ist eine Redeweise. Lasse dein Herz sich über deinen Geist hinausschwingen. Dein Herz ist es, was aufmerksam ist. Dein Herz ist es, was es besser weiß als dein Geist. Deswegen bekommt dein Herz Schmerzen, und der Geist kommt dabei unbeschadet weg.
Erkenntnis mag ja etwas Wundervolles sein, es ist indes das Herz, das golden ist. Setze dein Herz wieder mit seinem reinen Gold instand. Beseitige das, was der Geist dort davon in den Sparstrumpf gesteckt hat. Kehre zur Liebe zurück. Komme zum Himmels-Gewahrsein zurück, denn jenes liegt inwendig in dir.

