HEAVEN #1816 Anderen helfen
ANDEREN HELFEN
Du fragst dich, wenn du jemandem versprochen hast, etwas für einen Anderen zu tun, ob du dann deren eigene Verantwortlichkeit übernommen habest. Du magst dich gefragt haben: „Wie viele Verantwortlichkeit liegt mir zu übernehmen an? Und was wäre, falls ich sie nähme, und sie dann nicht mehr wollte? Was tue ich danach?“
Und du fragst auch: „Mache ich jemanden von mir abhängig? Bin ich abhängig, ihm zu dienen? Ich möchte verlässlich sein, aber nicht jemand, von dem man abhängig ist. Ich möchte zuverlässig sein, aber ich möchte meinem Wohlergehen oder demjenigen des Anderen halber nicht, dass man sich zu sehr auf mich verlässt.“
Das ist relatives Leben, Geliebte, und doch gibt es, während Vieles von einer bestimmten Situation abhängt, eine allgemeine Antwort: Übernimm Verantwortung, wenn ein höheres Ausmaß als die Idee dein Herz froh macht. In deinem Herzen möchtest du ein Mensch sein, der wundervolle Dinge macht, und doch hast du gelegentlich nicht die Befähigung, das zu erfüllen, was du wertschätzt. Segne alle Menschenseinswesen, die in gutem Glauben Anderen helfen können, ihre Last zu tragen.
Du könntest also den Wunsch hegen, hilfsbereit zu sein, aber du bist es nicht oder nicht genug.
Manchmal sogar möchtest du jemandem helfen, seine Einkaufssachen zu tragen, und irgendwie zögerst du. Manchmal denkst du zu viel.
Der Mann, der Christus half, das Kreuz zu tragen, wog die Pro's und Contra's nicht gegeneinander ab. Er dachte nicht an all die Verästelungen. Er sah einen schlichten Bedarf, und er erfüllte ihn schlicht. Er tat es aus keinem anderen Grund als dem, dass er hier war, und dass er die Notlage sah. Es tut nichts zur Sache, ob man sich seines Namens erinnert oder nicht. Seine schlichte Tat wird erinnert und im Herzen eines Jeden neu zusammengestückt.
Manchmal treibt euch das Ego an, gute Taten zu tun. Euer Motiv mag hintergründiger sein, als ihr dachtet. Seid mit euch ehrlich. Manchmal, Geliebte, hat sogar das Bestreben, in den Himmel einzugehen, sein hintergründiges Motiv.
Bei einem Feuer debattiert ihr nicht: „Jeder ist sein eigener Mann. Lasst Jeden seinen eigenen Weg da herausfinden.“ Ihr sagt nicht noch ferner: „Diejenigen, die herausfinden, sind dafür bestimmt, herauszufinden. Es liegt nicht mir an, da einzuschreiten.“ Du bist vielleicht nicht der große Held, der Jeden nach draußen ins Sichere trägt, aber du versuchst, das Feuer zu löschen.
Du kannst das, was deine Wahl ist, rechtfertigen oder nicht rechtfertigen. Triff deine Wahlen und mache dich nicht von auswärtigen Beweggründen abhängig, um sie zu stärken, denn dann hast du dich von Beweggründen abhängig gemacht.
Es gibt immer Gründe, etwas zu tun, und Gründe, etwas nicht zu tun.
Abhängigkeit galt nicht immer als etwas Schlechtes. Abhängigkeit existiert. Am einen Tag hängt jemand von dir ab. An einem anderen hängst du von jemandem ab. Von der Abhängigkeit, hin und her – du magst von ihr weggesprungen sein wie von einem Bullen. Du kannst schier durch Dienen dienen.
In der Lage sein, von einem Anderen abhängig zu sein, ist nichts Schlechtes. Angewiesen sein trägt auch den Namen Zutrauen.
Folge deinem Herzen aus seiner eigenen Kostbarkeit heraus, nicht aus einer, die ihm auferlegt ist.
Bringe deine Worte mit deinem Herzen in die Flucht, und lasse deine Worte Wirklichkeit werden. Seid imstande, euch auf eure Worte zu verlassen, Geliebte.
Ich verlasse Mich auf euch. Wir können sagen, Ich bin von euch abhängig. Ich hänge von euch ab, dass ihr Mir in der Welt dient. Sobald ihr Mir dient, liegt eure Aufmerksamkeit auf dem Mir Dienen. Diene nicht so sehr diesem oder jenem Einzelnen und wie sehr du das tust, diene vielmehr deiner Aufmerksamkeit darauf, einem umfassenderen Horizont zu dienen.
Geliebte, während ihr Mir dient, dient ihr euch selbst. Analysieren und Abwägen haben mit Dienen nichts zu tun. Dient ganz einfach schlicht.

