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HEAVEN #1738 Die kleinen Blumen Gottes

DIE KLEINEN BLUMEN GOTTES

Ihr kennt den Mut nicht, der euch zueigen hast, bis der Anlass in Erscheinung tritt. Kommt bis zu der Zeit, Geliebte, von der Behauptung her, dass euch großer Mut auszeichnet. Denkt euch nicht als jemanden, der weniger als kühn ist.

Egal, wovon ihr in der Vergangenheit fortgerannt seid, ihr habt einen großen Mut. Ihr habt es so weit gebracht, Geliebte, oder etwa nicht? Ihr habt weitergemacht. Eure Schritte mögen ja nicht fest gewesen sein, aber ihr seid weitergegangen.

In der täglichen Welt leben erfordert großen Mut, und ihr lebt in der täglichen Welt. Lasst nicht diese kleine Zeit in der Welt für euch furchterregend werden. Ich habe euch gerade gesagt, ihr habt großen Mut. Wozu ihr aufgerufen seid, es zu tun, das möget ihr tun. Verkauft euch nicht unter Wert.

Es gibt viele Arten Mut. Nicht alle sind Tapferkeit auf dem Schlachtfeld. Nicht alle sind dramatische Momente, aber sie sind gleichfalls Mut.

Da ist der Tagaus-Tagein-Mut. Und jeden Morgen stehst du der Welt gegenüber. Du rasierst dich. Du pfeifst eine Melodie.

Da du mit großem Mut ausgestattet bist, steht es dir gut an, fröhlich zu sein. Egal wie es steht, du kannst gut aufgelegt sein. Das soll nicht sagen, ein unechtes Gesicht zu zeigen. Das soll sagen, heiter zu sein.

Echte Gefahr existiert nicht. Aber ihr fühlt euch von Gefahren, von gefährlichen Möglichkeiten umzingelt. Geliebte, eine große Gefahr besteht darin, nicht heiter zu sein. Wieso nicht bei der Begegnung mit der Welt fröhlich sein?

Könnt ihr euch vorstellen, dass ihr an einem Rennen teilnehmt und nicht auf euch selbst wettet? Was könnte tollkühner sein, als nicht auf euch selbst zu wetten?

Die kleinen Blumen Gottes werden in der Sonne verbrannt und unterm Schnee begraben, und doch kommen sie jedes Jahr tapfer wieder hoch.

Bäume werden gefällt, und nach wie vor wachsen aus ihrem Stumpf Äste hervor.

Die Sonne scheint durch dick und dünn. Und du bist der Held deiner eigenen Geschichte. Du triumphierst schlicht durch dein Hiersein.

Dein Herz ist den Elementen ausgesetzt, und dennoch leitest du mit deinem Herzen. Es ist kein funkelndes Schild da, um das Menschenherz zu schützen. Kein Schild ist groß genug. In Wahrheit benötigt dein Herz kein Schild. Hier liegt ein Wahrnehmungsirrtum vor.

Das Herz hat es nötig, frei herum zu gehen, und das müsst ihr ebenso.

Gefahrenängste schnallen euch fest, fesseln euch, komprimieren euch.

Selbst falls ihr auf eine Landmine treten solltet, was Gutes sind dabei eure Ängste? Es ist besser, auf eine Landmine ohne Angst zu treten.

Stimmt euch nicht mit Gefahren ab. Das Leben ist etwas, in das ihr einfach hineinzuspringen habt. Ihr taucht in das Wasser ein, und ihr lernt, wie schwimmen geht. Ihr lernt fortgesetzt, wie schwimmen geht.

Die größte Gefahr ist eure Angst vor dem Leben. Hier geht es um selbst auferlegte Gefahr. Ängste werden euch mit einer versteckten Sprengladung versehen. Wieso sie dort anbringen? Gebt die Angst auf, und ihr werdet sicherer sein.

Die Frage im Leben lautet aber nicht, in welchem Ausmaß an Sicherheit ihr lebt. Die Frage im Leben – es ist eigentlich keine Frage, weil es sich um eine Gewissheit handelt – heißt, jeden Augenblick auszukosten. Lasse jeden Moment eine süße Orange sein, aus der du allen Saft herausquetschst. Lasse jeden Augenblick einen Gang rund um den Block sein. Lasse jeden Augenblick Gott-gegebenes Leben auf Erden sein.

Wann wurde es geäußert, dass ihr, in den Begriffen der Welt, perfekt sein müsst, dass sich das Leben vollkommen zu entfalten habe, dass der Sieg euer sein müsse? Wann wurde es auf den Schild gehoben, dass ihr niemals taumeln, niemals stolpern, niemals hinfallen müsst? Wie könnt ihr euch zur Hand nehmen und erholen, wenn ihr nicht ab und an hinfallt?

In einem gewissen Sinne habt ihr euch unter Decken versteckt, aus Angst davor, dass der Himmel herunterfällt. Ich bitte euch, vom Verstecken wegzukommen und euch heiteren Gesichts in der Welt unterzumischen und sie aufmerksam zu machen, nicht auf die Angst, sondern auf die Freude.