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HEAVEN #1696 Bleibt nahe an der Freude dran

BLEIBT NAHE AN DER FREUDE DRAN

Alle Probleme in der Welt sind flüchtig. Sie fliehen, weil die Welt flüchtig ist.

Dein Leben ist wie ein Roman. Es ist Fiktion. Es ist besser, das Fiktive nicht so ernst zu nehmen. Wenn du einen Roman liest, zeigst du für ihn Interesse, und danach vergisst du ihn. Ein weiterer Roman stellt sich bei dir ein, und noch einer und noch einer. Mehr und mehr erkennst du die Fantasie, die das Leben auf der Erde darstellt.

Ob du nun lachst oder weinst, es ist kurzlebig. Eine Szene lief allem Anschein nach vor deinen Augen vorbei. Sie war in Technicolor. Und danach siehst du, sie war in Schwarzweiß, danach siehst du, sie war niemals. Sie war schlicht ein Ausschnitt aus einer Filmrolle.

Wie wertvoll dieses fiktive Leben doch ist. Wie wertvoll eure Geschichte ist. Wie unabdingbar. Und letztlich ist es gar nichts. Die Gezeiten waschen es insgesamt hinweg. Sie waschen sogar die Erinnerungen weg. Und nicht einmal Gezeiten sind da. Die Wellen sind vorüber.

In dem Setting allerdings, in dem du dich siehst, bei der Besetzung der Charaktere und mit dir als dem Protagonisten wirfst du dich in die Szene, und glaubst du, das geschehe wirklich, und du glaubst, das sei sehr wichtig, und deine Emotionen gehen hoch. Du fährst im hohen Gang und rennst die Rennstrecke des Lebens herunter. Alldieweil ist nichts geschehen, gar nichts.

Aber du BIST. Du bist ganz entschieden. Du existierst. Das Herz und die Seele von dir existieren. Das war immer so. Es war nie anders. Jedoch ist der ganze Rest eine Bühne, die als ein Hintergrund für dich aufgerichtet wurde. Es ist ein Wandgemälde. Du zeichnest dich groß ab. Tatsache ist, du überziehst das ganze Universum. Du kannst die Erde in deinen Händen aufheben. Du bist größer als die Erde. Um dich ist keine Umgebung zugegen.

Weswegen schmerzt dein Herz über eine Bagatelle? Nichts kann dich betrügen. Nichts kann erfolgreich einen Zugriff auf euch haben. Aber, ah, manchmal meint ihr, der zerbrechliche Körper, in dem ihr Wohnung nehmt, sei das Ausmaß von euch. Ihr denkt, ihr wärt dort gefangen gehalten. Ihr erkennt noch nicht, dass ihr in einem einzige Schritt das Universum zu durchqueren vermögt. Ihr kennt die Stichhaltigkeit von euch noch nicht. Ihr denkt, ihr wärt zeitweilig, während euch alles Andere permanent zu sein scheint. Schmerz scheint permanent. Sich Sehnen scheint permanent. Ihr meint aber, Freude sei flüchtig. Ihr denkt, Liebe sei flüchtig. Ihr denkt, Gütigkeit sei flüchtig. Das, was ihr nicht mögt, füllt indes euer Leben, und ihr seid euch sicher, dass es nicht permanent ist. Ihr nehmt Leiden als den Stoff her, aus dem das Leben gefertigt ist. Freude ist der Stoff, und Leiden ein schierer Faden, ein Fussel, nichts, worauf ihr wirklich euren Finger legen könnt.

Das Leiden allerdings, nicht anders als die Angst, braucht eine Menge eurer Aufmerksamkeit auf. Ihr huldigt ihm. Ihr schenkt der Realität des Leidens großen Glauben. Habt nicht vergleichsweise weniger Glauben an die Freude.

Haltet die Freude eng an euch. Verbannt das Leiden in die Außenbezirke. Gewährt ihm in eurem Herzen keinen Zugang. Euer Herz ist fürs Leiden um Vieles zu groß, dennoch gibt es für das Leiden keinen Raum. Leiden rauht euer Herz auf. Es hat in eurem Herzen kein Geschäft zu tätigen.

Also – was nicht existiert, seht ihr als wahr. Was existiert, seht ihr nicht. Ihr bejaht das Falsche als Wahres, und vielleicht die Wahrheit als falsch. Bejaht jetzt die Wahrheit von euch. Ihr seid Ewige Seinswesen. Ihr seid Mein Ewiges Seinswesen.