HEAVEN # 1518 Entsinne dich des Himmels
ENTSINNE DICH DES HIMMELS
Was alles und jedes anbelangt, es ist nicht von Belang. Auf der Kurzstrecke zählt es, nicht aber auf der Fernstrecke. Alles Widrige, was sich ereignet, ist keine Katastrophe. Selbst Katastrophen sind keine Katastrophen. Sie sind ein vorüberziehender Sturm. Sie brauchen dich nieder auseinander zu reißen.
Es ist deine Entscheidung, wie du auf die Vorkommnisse im Leben blickst.
Du kannst das Leben weniger ernst nehmen, ohne nonchalant und hochmütig zu sein.
Vieles Leiden rührt von der Auffassung her, dass alles so bleiben müsse, wie es ist. Selbst wenn du weißt, dass es nicht so bleiben wird, täuschst du vor, es müsse das, und hernach ist es, sofern es das nicht tut, schrecklich. Das Leben überflutet die Bewohner auf Erden. Es fegt sie beiseite. Die gleichen Winde, die Säuberung und Freude bringen, wischen des Öfteren weg, was deinem Dafürhalten so zu bleiben hätte, wie es war. Nichts hat zu sein, was es war. Nichts hat zu sein, was es ist. Nichts hat überhaupt etwas zu sein, ausgenommen, das, was es ist. Es hat nicht zum Vorschein zu kommen, etwas zu sein, was du dachtest, es sei es.
Ein Gutteil deines Denkens ist das gleiche geblieben, und dementsprechend fühlst du dich vom Leben abgerieben. Lasse von diesem Tag an deine Gedanken sich wandeln. Nimm dir andere her. Zahlreiche deiner Gedanken sind unbestellt. Sie sind nicht einmal die deinen. Sie kommen entstellt an. Sie sind Gewispere aus den Winden vergangener Jahre.
Schritte auf der Erde sind schier Schritte. Sie sind nicht dein Fundament. Deine Basis kann nicht erschüttert werden, denn sie ist nicht von Irdischen Ereignissen abhängig. Die Erde ist nicht das Gesamt des Lebens. Was auf der Erde passiert, ist zeitweilig. Früher oder später wird sich alles wegwaschen. Erdenvorkommnisse sind flüchtige Wellen. Der Ozean spürt keine Einbuße aufgrund dessen, dass die Wellen fort gegangen sind. Er weiß, dass die Wellen schier zu Sich Selbst zurückgekehrt sind.
Betrachte Erdenvorkommnise wie Schaum auf dem Wasser. Du hegst nicht die Erwartung, die Gischt bleibe erhalten. In deinem Geist, dort erteile du der Gischt die Erlaubnis, fortzugehen. Das ist dir recht. Erteile dem Universum eine umfassendere Befugnis. Behalte nichts bei dir, denn alles, was du als ganz erheblich erachtest, ist, als wäre es nichts.
In Vergleich gesetzt zum Ewigen ist es nichts. Ein vorübergehender Gedanke ist überhaupt nichts. Tränen sind Beleg von vergehenden Gedanken. Erdenfreude ist das ebenfalls. Freude und Sorgen bringen beide Tränen, unterdessen sie allesamt das sind, worüber ihr nachdenkt.
Kommt von dem Musikkapellen-Wagen herunter, der das Leben als eine Tragödie ansieht. Das Leben ist euch im Grunde kein Geheimnis. Ihr wisst, es ist etwas Vergehendes. Ihr wisst, der Körper ist nicht für immer und ewig, und warum meint ihr, er solle es sein? Es liegt keine Stundung auf dem Tod des Physischen. Genau genommen hatte der Körper niemals Leben. Er war eine Marionette, die von dir und deinen Gedanken herumbewegt wurde.
Schöpfung, so wie du sie kennst, ist nicht das Ende von allem und das Seien von allem des Lebens. Sie ist dir nicht unabdingbar. Du bist mit oder ohne sie du. Wringe das Leben aus dem Erdenleben, und wisse, was auch immer geschieht, du dauerst an. Du kannst niemals getilgt sein. Das Erdenleben kann getilgt sein. Du aber nicht, nicht du, niemals.
Du bist auf Erden ein Besucher, ein Durchreisender, ein Nomade. Du kannst nicht sesshaft werden. Sie ist nicht dein Zuhause.
Auf der Erde reist du von einem Land zum anderen. Du hast einen Pass und ein Visum. Du wirst herein und heraus gelassen. Das ist für dich keine Überraschung.
Da ist eine umfänglichere Reise, die keine Bewilligung erfordert. Sie nennt man den Himmel. Dein Einlass in den Himmel wartet nicht auf deinen körperlichen Tod. Du frequentierst den Himmel die ganze Zeit. Du gehst leicht durch seine Drehtüren, derart leicht, dass du dir dessen oft nicht gewahr bist. Selbst obschon du, das du von dir, die Küsten des Himmels niemals verlassen hast, besuchst du ihn nach wie vor wieder, und du vergisst das. Immer und immer wieder vergisst du. Es sind eure Gedanken, die auf der Erde angeheftet sind, Geliebte, nicht aber ihr, nicht ihr.
Vergesst andere Sachen, und entsinnt euch des Himmels.

