HEAVEN # 1273 Freiheit des Herzens
FREIHEIT DES HERZENS
Der Geist, der so viel denkt, denkt überhaupt nicht. Er denkt nicht: „Welchen Nutzen hat all das Überlegen, was ich verrichte?“ Der Geist bleibt bei dem gleichen, ohne Hinsicht darauf, was um ihn herum vor sich geht. Er nimmt Notiz, aber weiterhin peitscht er sich, unbesehen der Situation, durch. Damit habt ihr eine geistige Haltung. Euer Geist wurde programmiert, und es ist schwer für ihn, ihn anzuhalten.
In diesem Sinne ist der Geist auf einen einzigen Punkt ausgerichtet. Wie der Bug eines Schiffs erzeugt er eine Furche. Er fackelt nicht lange mit Schutt, mit Gezeitenwellen, mit Menschlichem Leben, mit dem Gleichen. Der Geist ackert sich durch. Er mag froh sein, dass er mit einer Sache durch ist und geht zu einer ferneren weiter, die Schlussausführung ist allerdings die gleiche. Er stößt Dinge beiseite, während er sie abnutzt.
Du meinst, der Geist sei ein Sucher der Wahrheit, du aber bist das. Herz und Seele – du suchst die Wahrheit. Der Geist ist auf Nachweise aus. Er federt sich von ihnen ab. Er vergisst den Punkt. Er ignoriert die Essenz und übertreibt die Struktur. Der Geist sagt liebend gerne: „Aha, ich habe es dir so gesagt.“
Der abgespannte Geist hält an Gefährlichkeit fest. Er denkt, du, sein Halter, seist zerbrechlich. Er möchte dich gerne beschützen, dich, der du keines Schutzes bedarfst. Ein weitverbreitetes Herz ist das, was du nötig hast. Allgemeiner Menschenverstand zieht dich des Öfteren von deinem Zweck fort. Allgemeiner Menschenverstand möchte dich gerne an einem Standard festhalten sehen.
Das Wort „allgemein“ ist nicht angelegt, dass es gewöhnlich, akzeptiert, die schlaue Sache bedeutet. Es ist angelegt, auf das untereinander Teilhaben Bezug zu nehmen. Du hast dein Herz mit allen anderen gemein. Dein Geist übrigens auch. Alle Geiste scheinen sich gegenseitig zu gratulieren. Zolle dem weniger Aufmerksamkeit, was dein Geist sagt. Höre auf den Schlag deines Herzens.
Du möchtest mehr im Leben. Das bedeutet nicht notwendigerweise mehr vom Gleichen. Die Chancen stehen gut, dass du für eine Abreise von einem biederen Ort parat bist. Du bist für ein Abenteuer bereit.
Die neue Welten entdeckten, standen öfters an einem Scheitelpunkt. Dort kletterten sie. Sie glaubten mehr an ihren inneren Kompass als daran, was die Welt ihnen ansagte zu denken. In diesem Sinne waren sie Helden. Sie waren Helden des Herzens. Es war nicht ihr Geist, dem sie zuhörten. Es war ihr Herz. Der Geist hätte zu Kolumbus gesagt: „Bist du verrückt? Bis an den Rand der Welt zu segeln? Was ist, wenn du runterfällst? Was ist, wenn du dich irrst? Nein, bleib ruhig da. Bleibe, wo du bist, so wie du bist. Dein Ruhm und dein Glück sind groß genug. Denke an dich selbst.“
Kolumbus befand sich aber in der Wahrheit. Es war die Wahrheit, auf die er zusegelte.
Du könntest sagen, er hatte eine Vision. Du kannst sagen, er sah einen Stern, und er segelte nach ihm. Sein Glaube lag in der Vision. Sein Denken lag darauf, was er vor sich sah, und nicht darauf, was Bücher und die Welt darlegten. Er schrieb sein eigenes Buch, und das müsst auch ihr.
Hätte Kolumbus vom Meer verschlungen werden können? Dann hätte man sich seiner nicht erinnert, aber er wäre nicht weniger Held gewesen. Der Ausgang macht nicht jemanden zum Helden, ausgenommen der Welt gegenüber, die großen Wert auf Ergebnisse legt. Das Zurichten eines Helden liegt ein seinem Sich auf den Weg Begeben. Und somit begebt ihr euch jetzt auf eine neue Reise.
Dein Geist und der Geist der Welt werden dir sagen, du springest von einem Kliff, aber sie wissen das nicht. Der Geist der Welt ist mit Gefahr beladen. Die Welt zeigt Gefahrenbilder vor euch. Sie sagt, alles außer die sichere Sache sei Gefahr. Sie wirbt für allerhand Gefahren, und das schließt das Leben des Lebens mit ein. Das Thema der Welt heißt Vermeidung. Sie möchte dir gerne viele Dinge verkaufen, um das Leben abzuhalten. Sie möchte dich von Falten und Weisheit fernhalten. Sie möchte euch an Gefahr anketten und euch ihr untertan halten. Geliebte, wählt die Freiheit des Herzens.

