HEAVEN # 1075 Die Erde rückt auf
DIE ERDE RÜCKT AUF
Es gäbe für dich keinen Bedarf, dich unwert zu fühlen, mit der einen Ausnahme, du fühltest dich unwert. Wie um sich greifend ist doch das Empfinden des Unwertseins in der Welt! Aus der Erhabenheit heraus fiel Mein Kind in einen Abgrund, sich infrage zu stellen. Darum handelt es sich, womit dich die Schlange im Garten besuchte. Das hat sie dir hinterlassen. Und das ist es, was du angenommen hast. Die Schlange hat dich heruntergezogen zu zweifeln, und du beugtest dein Ohr hin, um zuzuhören.
Was war die Schlange anderes als ein irrender Gedanke, der dir einen Besuch abstattete, dich einholte und sich wie ein Waldbrand verbreitete.
Falls du deine Wertigkeit begrüßen würdest, was würde dich heimsuchen? Das Ego würde ablassen, denn wer auf der Erde, der seinen Wert erkennt, würde wohl die Armseligkeit des Ego bei sich behalten mögen? Was gäbe es für das Ego, um es auszupolstern? Das Ego hätte keinen Part zu übernehmen. Von welchem Nutzen würde es denn wohl sein? Ohne Aufmerksamkeit zu erhalten würde das Ego fliehen.
Der gegenwärtige Einsatz des Ego ist, dich von deinem wahren Selbst und von dessen unentäußerlichem Wert abzubringen. Das Ego erzählt dir das eine und gibt dir das andere. Das Ego ist wie ein dickes Make-up, was du auf ein bereits schönes Gesicht aufbringst, dessen Schönheit du verfehlst zu sehen. Du glaubst an den Wert des Make-up mehr als an den Wert der eigentlichen Schönheit.
Du denkst vielleicht, dein Körper sei deine Person. Aber er ist nur eine Einzelheit, ein teilhaftes Detail, ein kleines Detail. Deine Personheit ist die Innewohnende.
Die Existenz des Physischen neigt dazu, die Wahrheit zuzudecken. Das Physische ist nicht sehr zart. Das Physische zieht dich mächtig von deinem eigentlichen Wert ab, der zart und öfters ungehört ist. Dein wahrer Wert indes ist um sich greifend und unzerstörbar.
Du, der du in deinem Körper einverkörpert bist, bist nicht dein Körper, denn dein Körper ist flüchtig, und du bist ewig.
Du, der du derart mächtig bist, derart unentrinnbar, indessen derart heruntergespielt. Vielleicht denkst du, das Licht inwendig in dir sei allzu hell für dich, um es auszuhalten. Das wäre nur dann der Fall, falls du dich in der Dunkelheit befunden hättest. Lasse deine Augen sich an die Herrlichkeit gewöhnen, nach der sie sich sehnt, sie zu Gesicht zu bekommen.
Hebe dein Herz aus der Dunkelheit heraus, in die du es relegiert hast. Ziehe dein Herz hoch, und du wirst den Wert der Seele anfangen zu sehen, die dort hervorgehoben ist. Enthülle dich selbst dir selbst. Du bist derjenige, der zu erkennen braucht, wer du bist. Du brauchst dich nicht der Welt gegenüber zu beweisen. Noch auch Mir. Schier dir selbst. Sodann, während du deine Wahrheit anerkennst, wirst du der Welt helfen, ihren wahren Wert zu sehen.
Die Sabotage wird vorüber sein. Die Entrechtung wird zu einem Ende gekommen sein. Sie wird abgehen. Die Welt und die Seele werden sich gemeinsam enger in Flucht begeben. Waren sie nicht ungleichartig?
Von dir getrennt, haben du und die Welt gekreist, haben sie sich voneinander abgestoßen, sich umrankt, haben sie sich indes irgendwie ein jeder auf getrennte Wege begeben. Du hast dich vor dir selbst abgesondert, und du hast Mich und all die Größe vergessen, die für dich und die Welt möglich ist. Denn es gibt nichts, wozu du und die Welt nicht imstande wären.
Du hast Wunder zu bewerkstelligen. Ich rufe dich zu Hilfe. Ich bitte dich darum, die Erde näher an den Himmel heranzubringen. Hebe den Geist aller Seelen auf der Erde hoch. Erneuere ihren Glauben an sich selbst, und die Erde wird sich zu ihrer rechtmäßigen Statur erheben. Sie wird sich nicht mehr länger von den Freuden des Himmels abtrennen. Indem sie ihren Wert erkennt, kann die Erde sich bloß erheben. Du, der Ermutiger der Welt, wirst dich mit ihr erheben. Alles wird sich mit ihr in die Höhe begeben.
Anstelle von Himmel auf Erden wird die Erde im Himmel sein.

