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In der Öde am Umherschweifen - Heavenletter # 6154 - 30. September 2017

Gott redete ...

Ich habe gehört, ihr wärt in der Wüste am Umherziehen.

Mitunter fühlt ihr euch ganz und gar nicht der Erde angegliedert. Irgendwie, irgendwie seid ihr hienieden, und doch fühlt ihr euch nirgendwo. Ihr fühlt euch keineswegs mit der Erde verbunden. Ihr wisst nicht, was mit dem Leben auf Erden anzufangen ist. Ihr wisst nicht, was mit ihm zu tun ist. Es ist euch dermaßen unreell. Sofern es denn ein Traum ist, so führt es die Liste absurder Träume, von deren Inhalten ihr eurem Empfinden nach weit entfernt seid, an. Nichts summiert sich zu etwas Sinnvollem. Wie bist du hierher gelangt, und wohin, falls überhaupt, bist du unterwegs, und woher bist du gekommen, selbst dann, so du keine irgend geartete Antwort hast, an der du dich festhalten kannst. Du hast unter Umständen das Gefühl, dass es da ein irgendwo gibt, an welchem du nie mehr vorbeilaufen werdest. Vielleicht war das Leben auf Erden ein verschwommenes Lied, was du beinahe hören konntest, und doch eben nicht ganz.

Da kann es sein, du fühlst dich noch fassungsloser, wenn du Mich aus einer Distanz zu dir sagen hörst, das Leben auf der Erde sei wahrhaft unreal. In Vergleich gesetzt mit der Realen Sache, ist das Leben auf der Erde eine verschwommene Geschichte, und nichts davon ist real. Jedermann ist wohl dabei, das Beste aus ihm zu machen, allein, es wird Einem hier so vorkommen, als sei es ein halbherziger Versuch, kaum wert, darüber herumzuzanken.

Es war einmal, irgendwie, irgendwo über dem Regenbogen, da wart ihr. Ihr wisst und ihr wisst nicht, was ihr darunter meint. Mitunter scheint es euch, es gebe überhaupt keinen Sinn und keinen Regenbogen, um dich darunter einzufinden. Etwas hat sich vielleicht abgespielt, gleichwohl ist es irrelevant. Du hattest einen Traum, doch hast du keinerlei Vorstellung davon, was der Traum bedeutet, sofern er überhaupt etwas bedeutet, und sofern du denn wirklich einen Traum gehabt hattest. Es ist so, als würdest du dich auf trockenem Land zu einer Ozeanreise aufmachen. Kein einziger kapiert es. Kein einziger begreift es. Es läuft letztlich darauf hinaus, dass du das Leben auf eine unter Dutzenden Weisen nehmen kannst, im Eigentlichen unter Endlosen Weisen, gleichwohl machst du eine Riesenmenge daraus, so als wäre das Leben echt, und als wärest du auf einem trockenen Ozean oder auf einem nassen Land hilflos am Treiben, oder nicht am Treiben. Wie unreal und fassungslos ist das eingebildete Leben in der Welt der so genannten Realität, derweil es für dich nahezu nichts gibt, um sich daran festzuhalten oder um von dort wegzukommen.

Wenn dir doch bloß irgendwer eine Idee geben könnte, wovon das Leben, letzten Endes nachdem alles gesagt und getan ist, handelt, oder was überhaupt die Unterschiedlichkeit ausmacht? Kann das Leben um Schule-Besuchen gehen, oder um einen Traum über Zu-Einer-Schule-Gehen oder um irgendetwas sonst oder um überhaupt gar nichts? Wann machst du deinen Abschluss und wofür steht er und was spielt er wirklich für eine Rolle?

So eine Art posierende Fassade ist auf dich begangen und verübt worden. Es muss eine arglistige Täuschung sein. Auf jeden Fall bist du hereingelegt worden, und was für einen Unterschied ergibt es, ob du nun an der Nase herum geführt worden bist oder nicht, und doch, auch so, ist dir das Leben von Belang. Es zählt eine Menge für dich. Es ist nicht dein Wunsch gewesen, durchblicken zu lassen, was dir das Leben bedeute, selbst so es für dich den Anschein hat, dass dir, was es dir bedeute, überhaupt nichts ausmacht.

Es ist dem ähnlich – du befindest dich auf einem Parkplatz und läufst umher, du schaust dich um, wo du deinen Wagen geparkt hattest. Du erinnerst dich nicht mehr daran, nicht einmal einen Augenblick mehr daran, dass du deinen Wagen zum Parken abgestellt hast oder wie er ausgesehen hat. Könnte dir dies Bitteschön irgendwer erklären, sodass du dich nicht dermaßen von all dem entfremdet fühlst, mit dem du gemutmaßterweise in Verbindung stehst, was du, deinem Empfinden nach, nicht tust und bist?

Schleppst du dich dahin, oder wirst du getragen, oder wirst du auseinandergezerrt?

Sofern denn das Leben auf der Erde schier ein Moment ist, was veranlasst es da, so lange zu brauchen? Sofern das Leben nie endend ist, gibt es dabei kein Davon-Wegkommen? Was wäre, falls, wohin du unterwegs bist, nirgendwo und wieder zurück ist?

Falls es je im Grunde genommen ein Alles Ist Gesagt Und Getan gibt, wo ist all das, was gesagt ist, was getan und aufgefunden ist, oder, ist es wahr, oder, stehst du ganz einfach herum und wartest, dich selber an dem Rand einer Kämmerchen-Öffnung aufzufinden?

Das Leben fühlt sich gleichsam wie ein Vom Thema Abgekommen Sein an, so wie ein Rundherumrennen, und dermaßen obskur und dahergelaufenermaßen. Du wirst dir wohl die Frage stellen, ob du schlicht herumrennst, um vorzugeben, auf dem Laufenden zu sein. Oder, trotz der Un-Realität, ist denn irgendetwas Wahres und Echtes an alledem, während du oder während jemand oder während ein Anderer hier am Sich-Wundern, was denn nun im Grunde genommen die Sache sei, ist?

Übersetzt von Theophil