GOTTES LEHRWEISE
Gott redete …
Geliebte Geliebte, Ihr seid nicht der Ratgeber der Krone. Einerseits, da sage Ich dir, dass du und Ich Eins sind. Du bist eine Abspiegelung von Mir, und andererseits sage Ich dir, dass du dich nicht zu einem Äquivalent Gottes machen sollst. In deinem Gewand als Menschenseinswesen ist es nicht deine Rolle, Mich Anderen zu deuten. Ich habe dich nicht ernannt. Du bist nicht der Besager von Mir. Die Welt ist nicht eure Herde. In diesem Sinne seid ihr ein Glied in der Gemeindeschar.
Lösche die Vorstellung, du seist Mein ernannter Lehrer, denn dann setzt du voraus, du stehest über einem Anderen. Ich bin der Lehrer. Sofern nicht jemand in deine Gegenwart hereintritt mit dem Vorhaben, vernehmen zu mögen, was du zu sagen hast, nimm nicht Meine Gewänder an. Es gilt dir nicht zum Ausdruck zu bringen, du wissest mehr als die Person vor dir. Es gilt dir nicht, Meine Worte auszuschmücken oder für dich die Behauptung beizubringen, jemand habe deine persönliche Belehrung vonnöten. Sei still.
Falls dir es, dir als Einzelperson, nach einer Kanzel, nach einem Publikum ist, falls du begierig bist, weise zu sein, so beachte, dass du nicht immer für Mich sprichst. Ich spreche für Mich Selber.
Sofern du unterweisen möchtest, unterweise per Beispiel. Weihe dich nicht selber zum Unterrichtenden, so, als hättest du das letzte Wort. Erkenne dich selbst. Unterweise dich selbst. Ein Jeder bringt Mich für sich selbst in Erfahrung. Zitiere Mich, schön. Befürworte Mich, schön. Sprich von Mir, schön. Übermache Mich, schön. Mache dich, dich als ein Einzelner, indes nicht anheischig, Mich Anderen beizubringen, so, als würdest du von oben her reden. Sei still.
Die Großen Spirituellen waren bescheiden, und so musst du sein und trägst keine Autorität der All-Wissendheit an dir. Was du siehst, hat nicht jeder zu sehen. Was du magst, hat nicht jeder zu mögen. Denke nicht, du seist bestimmt, ein großer Erläuterer von Mir zu sein. Du bist der Krone der Zuhörer. Als Einzelner übernimmst du nicht, Mich der Welt zu deuten. Offen gesagt, die Welt bedarf Meiner für sich, nicht deiner Unterrichtung. Ich bin zugänglich.
Wie unterweise Ich? Durch das menschliche Herz. Das menschliche Herz ist kein Siebengescheiter. Dein menschliches Herz ist nicht Herr und Meister von jemandem. Gib Anderen statt, aus sich selbst heraus Mir zuzuhören. Andere haben dir nicht zu lauschen. Meine Kinder sind nicht deine Kinder, die dazusitzen und einem jeden deiner Worte zuzuhören haben, so, als wärest du Gott der Allmächtige, und sie, die Bittsteller, hätten von dir zu lernen. Niemand bedarf deines Unterweisens. Es ist nicht an dir, dich selber zum Lehrer zu ernennen. Jeder Gedanke von dir ist nicht das gleiche wie Mein Gedanke. Jedes Wort von dir ist nicht das gleiche wie Mein Wort. In der Welt stehst du auf einem anderen Stand. Nimm Mich ernst, nimm dich allerdings nicht so ernst.
Ich rede momentan von Einzelnen, die es sich zueigen machen, für Mich eine Aushilfe zu sein, so, als ob es der Welt gehöre, sich an jedes ihrer Worte zu hängen. Ich bin kein Vorwand für jemanden, sich im Ansehen zu heben. Du hast keine Untergeordnete. Du nimmst nicht Gefangene, mit dem Gedanken, du würdest dies auf Meine Befugnis hin tun.
Hat denn jeder auf dem Marktplatz zu wissen, was du denkst? Ist das deine Stätte, um Anderen zu sagen, was sie denken sollen? Wessen Bedarf deckt es, dass du Kommentare abgibst?
Sei auf der Hut, dich selber als Editor für Mich einrücken zu mögen. Stelle keine falschen Götter vor Mich. Deine Stimme ist nicht immer Meine Stimme. Lasse deinen Namen nicht auf Eitelkeit lauten. Sei still.