UNGESEHENE BRILLANZ
Wärst du damit einverstanden, dass du in deinem Leben zumeist unterschätzt wurdest? Du untertriebst dich selbst, und vielleicht hat dich niemand gesehen, wie du bist, wie du gar in den Dimensionen der Welt bist. Sofern das der Fall ist, musst du zugeben, dass du der gleichen Angelegenheit schuldig bist. Du ebenfalls hast Andere nicht in der Brillanz Meines Lichts gesehen. Da ist ein Klotz. Da ist Sicht, die verschlossen ist.
Vielleicht hast du wirklich in Anderen nach Mir geschaut. Du schautest und schautest nach einem Funken Göttlichkeit und konntest ihn einfach nicht finden. Du schautest nach einer Art Heiligkeit. Du hast probiert, so viel du konntest, du konntest sie nicht finden.
Sodann hast du gemeint, du habest versagt, oder der Andere habe versagt, oder dass Ich dich mit einer Spur an Worten fehlgeleitet hätte, die dich hängen lassen hat. Du könntest gedacht haben, dass alle drei von Uns unwert sind. So hast du die Dinge einfach gesehen.
Wenn Mein Licht in dir angeht, wirst du nach und nach mehr Meines Lichts im Universum zu erblicken beginnen. Du wirst mit kleinen Funken entzündet werden. Du wirst den Schauer von ihnen spüren. Du wirst es Stück um Stück sehen, sobald du mehr Rücksicht, mehr Würde, mehr Anerkenntnis von etwas, mehr Anerkenntnis des einen oder anderen illusorischen Etwas, was du bisher noch nicht so recht anerkannt hast, empfindest. Du wirst das in Anderen sehen, und du wirst das in dir selbst sehen. Schlafende Brillanz wird aufwachen.
Schaue nicht so sehr nach Wohlwollen. Es mag einen anderen Namen tragen. Schau nicht so sehr nach augenfälliger Liebe, denn es mag nach etwas anderem aussehen. Bitte nicht so sehr darum, dass ein Anderer dir in einer göttlichen Weise erscheint. Du ersuchst oder forderst von niemandem irgendwas. Du bittest dich selbst, besser zu sehen. Was hast du bislang übersehen, das du jetzt bereit und willens bist zu sehen?
Eingewickelt in deiner Anspannung waren deine Augen eingeengt.
Schaue nicht nach Offenbarung, sondern bitte darum, dass du sehen kannst.
Öfters hast du Andere als besser oder als nicht so gut wie du gesehen. Du hast Andere als cleverer und dich als weniger clever gesehen, oder andersherum. Vielleicht hast du zu sehr auf Andere als eine göttliche Rute deines Herzens gesehen.
Vielleicht hast du deiner Herzenssicht nicht erlaubt, so gut zu sein, wie sie ist.
Anerkenne deine Brillanz, und du wirst mehr Brillanz in Anderen sehen. Je selbst-wissender du wirst, desto kenntnisreicher von Anderen wirst du sein. Du erweist dir das Geschenk der Sicht auf dich selbst, und fortan vergleichst oder kontrastierst du nicht so viel, und du siehst mehr. Die Ränder deiner Sicht verblassen, und du siehst in Anderen ein Talent, das du übersehen hast. Du bist talentiert, und jeder andere ist es ebenso. Sie sind talentierter, als du angenommen hast. Wenn du in Anderen weniger Talent erblickst, hast du nicht klar gesehen. Deine Gedanken waren getrübt.
In der Welt gibt es ein Fest an Talenten. Deine Augen sind dafür bestimmt, die Lider hochzunehmen.
Ihr seid alle nicht anerkannte Wettkämpfer. Sofern du nicht anerkannt bist, bist du unanerkannt. Das ist eine alte Geschichte. Das Entlein ist ein Schwan. Das Tier ist kein Tier sondern ein Prinz in Verkleidung. Und du bist befähigt, den Prinz hinter der Verkleidung zu sehen. Du bist eine Schlafende Schönheit, die noch ihre Augen zu öffnen hat.
Es ist kein Zufall, dass die Geschichten ein Erwachen aufzeigen, das von Licht begleitet ist, mit einem Zauberstab des Lichts oder mit einer auf ein Mal erleuchteteren Welt. Nun sage Ich dir, dass du Mein Zauberstab bist. Freilich ist daran kein Zauber. Da ist schier Licht.