DASJENIGE, WAS NIE SCHLÄFT
Vielleicht habt ihr es gerne, herum zu sitzen, euer Körper aber liebt es, sich zu bewegen. Dafür ist euer Körper hergestellt worden. Ihr habt einen physischen Körper, während ihr euch auf der physischen Ebene befindet. Wofür habt ihr ihn, wenn nicht zum Bewegen?
Selbst ein neugeborener Säugling bewegt seine Arme und Beine.
Natürlich ruht euer Körper ebenso. Ausüben. Ruhen. Ausüben. Ruhen. Darin ist ein Rhythmus, so in etwa wie sich eine Raupe bewegt. Ziehen, Stopp. Ziehen, Stopp. Dagegen, Stopp. Dagegen, Stopp. Ziehen, aufholen, mehr ziehen, etwas mehr stoppen.
Klar, das Physische ist allesamt illusorisch, und demnach bewegt sich der scheinbare Körper, in der Illusion, und der scheinbare Körper bleibt still. Wie real ist das Physische doch auf der physischen Ebene, und dennoch späht das Spirituelle herein und hat sein Sagen, und in Wahrheit ist es das Spirituelle, was seinen Weg nimmt.
Du bist keine Marionette, und gleichwohl, einerlei, wonach es dir aussehen mag, das Spirituelle zieht die Fäden. Das mag dir zur selben Zeit, während du erkennst, dass du einer höheren Macht, die dich aufweckt, unterstehst, wie ein Gegensatz erscheinen. Was ist es denn, was aufgeweckt wird? Was ist es, was schlafen geht? Noch mehr, was ist das, was nie schläft? Schier das Physische benötigt den Schlaf. Es benötigt den Schlaf in derselben Weise, wie es die Bewegung erstrebt, in derselben Weise, wie eine Raupe sich daran macht, ihren Weg in der Welt zu nehmen.
Augen offen, und Augen geschlossen.
Der Mund spricht. Der Mund schließt sich.
Der Geist ist munter. Der Geist wartet, und der Geist stopft sich selbst voll.
Du bist nie alleine, und dennoch fühlst du dich manchmal alleine. Selbst dann, wenn du dich in einer Menschenmenge befindest, die letztlich nicht als etwas Separates von dir existiert, kann es sein, du fühlst dich alleine und du weinst. Und, gleichwohl, Geliebte, kann das Ende eines Teppichs von dem anderen Ende getrennt sein? Ist ein Teppich wirklich vom Boden getrennt? Wovon bist du getrennt? Bestimmt nicht von Mir, noch auch Ich von dir.
Und dennoch betätigst du dich, und dennoch stehe Ich still. Ich bewege Mich nie, und gleichwohl bewege Ich die Welt. Einzig im Physischen ist die Welt ein derartiges Rätsel.
Wie kann es die Bewegung des Krieges geben, unterdessen Friede existiert? Wie kann es Stille inmitten von Lärm geben? Wie kann es Liebe inmitten von Aufruhr geben? Und dennoch ist da Friede, und dennoch ist da Stille, und dennoch ist da Liebe, und Liebe beherrscht die ganze Bude. Liebe ist das, was dich bewegt. Es mag ja Liebe für du weißt nicht was sein, und doch leitet dich die Liebe, sie schiebt dich, sie setzt dich in Bewegung.
Demnach bewegt sich der Körper, und der Körper schläft. Demnach eilt der Geist hier und dort hin, nutzt sich ab, und dein Herz schlägt, und doch gibt es zwischen einem jeden Schlag Pausen. Könnte es ohne eine Pause einen Schlag geben?
Es gibt Pausen zwischen jedem Schritt, den du nimmst. Es gibt Pausen zwischen Wörtern. Es gibt Pausen zwischen Gedanken. Es gibt Pausen. Es gibt Eilen, und es gibt Verlangsamen. Dein Leben spielt bestimmte Töne, und dementsprechend wird das Leben ausgespielt.
Und was ist sie, diese Bewegung, diese Stille, dieser Anfang und dieser Einhalt? Worum geht es bei diesem Affenspektakel? Es geht um überhaupt nichts, ausgenommen um Bewegung und ihren Anfang in der Stille, und doch gibt es Das die ganze Zeit, was sich nie bewegt und was immerzu ruhig ist. Und wie indes existiert Ruhe inmitten des Affentheaters? Und doch, sie existiert. Und du hast eine Bewusstheit deiner selbst, und du hast eine Bewusstheit Meiner Selbst, so, als wäre Ich dir ein Fremder, unterdessen Ich alles von dir bin und du alles von Mir bist.
Wie gegensätzlich ist doch das Leben, oder nicht? Es ist ein Sprung und ein Übergehen, und es läuft nur, wo es immer schon gewesen ist. Es geht nie davon ab. Der Zug verlässt nie die Bahnstation, wiewohl folgt er seinem Gleis, und du folgst dir den ganzen Weg über zu Mir, wo du immerfort gewesen warst, und so sinnst du nach, und so lebst du, sozusagen hin und her wandernd, während du die ganze Zeit fest in Meinem Herzen stationiert bist. Was für ein großartiger Ort für dich, dich aufzuhalten, eben hier, wo du immer bist, und wo Ich auch BIN. Wir sind gemeinsam in einem Umarmen eingehakt, bei dem es kein Nachlassen gibt.