SCHAU HER, WIE DEIN HERZ WÄCHST
Wäre es tatsächlich so schwer, die Welt auf die Knie zu bringen? Wäre es für die Welt so schwer, das Elend aufzukündigen und anstelle dessen die Liebe zu verkünden? Was würde es brauchen, um Leiden vom Angesicht der Erde zu tilgen?
Das Leiden in der Welt war wie ein von der Mafia bestellter Auftragsmord. Allerdings, weil einmal ein Mord beauftragt wurde, bedeutet nicht, dem muss immer und immer wieder Folge geleistet werden.
Diejenigen, die Leiden über Andere bringen wollen, meinen, sie gewännen etwas oder sie würden Leiden für Leiden zurück geben, und doch ist es so, dass das Leiden ihnen immer wieder selbst einen Besuch abstattet. Jeder empfundene oder erlangte Ruhm ist kurzlebig. Der Mensch leidet nicht allein. Derjenige, der Leiden ausübt, hat seine Anhänglichkeit an das Leiden ausgegeben. Er denkt, er verhänge es über einen Anderen, gleichwohl hat er es über sich selbst verhängt, und er ist sich dessen nicht gewahr, dass er frei ist, es ein für alle Mal beiseite zu legen und fallen zu lassen. Für alle.
Ich rufe zu einem Ende des Leidens auf.
Liebe existiert, ob Ich es sage, oder nicht sage. Indes sagte Ich es vor langer Zeit, dass Liebe alles ist. Ich sage weiterhin, dass Liebe und einzig Liebe existiert. Wann habe Ich jemals gesagt, dass der Mensch hartherzig zu sein habe? Wann habe Ich gesagt, dass der Mensch die Herzen Anderer zu ignorieren habe? Ganz im Gegenteil, Ich habe gesagt, dass das Herz vernommen werden muss. Ich sage es jetzt, laut und deutlich: Alle Herzen müssen gehört werden. Und allen Herzen muss eine Antwort zukommen.
Ein Mensch, der mit sich selbst glücklich ist, würde nicht von irgend einem anderen Menschen Leiden herausquetschen. Jemand, der grausam handelt, muss auf einen Gott aus seiner eigenen Fertigung horchen. Er hat sich in seinem eigenen Geist einen Gott ausgedacht. Er glaubt an einen Gott, wo Gewalt die Dinge richtet, und das ist das Bild, aus dem heraus er seine Handlungen tätigt. Er, der Grausamkeit ausführt, muss das Empfinden haben, dass Grausamkeit ihn vergrößert. Er muss an einen Gott der Trennung glauben. Ein Mensch, der sich selbst darin überzeugt, dass er an einen Gott der Gerechtigkeit glaubt, muss ebenso an einen Gott der Ungerechtigkeit glauben. In seiner umwölkten Sicht glaubt derjenige, der grausam ist, an die Notwendigkeit der Fortführung von Überlegenheit und infolgedessen der Unterlegenheit.
Wenn du an Bedürftigkeit glaubst, wirst du glauben, du brauchest alldas, was du als fehlend wahrnimmst. Dabei geht es nicht um einen bewussten Vorgang. Es ist einfach so, dass du das haben musst, was du deinem Glauben nach brauchst. Du wirst meilenweit gehen, um deinen angenommenen Bedarf zu erfüllen. Aus angeblichem Mangel entkommen die Probleme der Welt.
Besser ist es, du erkennst alles, was du bist, und lässt die Bedürftigkeit los, am deutlichsten jedwede Bedürftigkeit, dass du überlegen seist.
Ich sage noch einmal, dass das Leben nicht voll und ganz um dich geht. Es geht nicht darum, was du erlangst. Sofern das Leben vom Erfüllen von Bedürfnissen handelte, möchtest du dann nicht wenigstens bei der einen oder anderen Gelegenheit freundlich darauf sehen, das Bedürfnis eines Anderen zu erfüllen? Schau, was sich in deinem eigenen Herzen zuträgt. Schau, wie es wächst. Schau, wie gut es sich anfühlt, dein Herz in einem Wachsen, nicht im Schrumpfen zueigen zu haben.
Falls ihr, Geliebte, einen Bedarf innehabt, habt ihr einen Bedarf nach Freiheit, und demnach mögt ihr nunmehr Anderen Freiheit geben, denn ihr habt zu geben, was immer ihr eurem Empfinden nach braucht, danach werdet ihr sehen, dass ihr davon genügend habt, um es zu geben. Im Geben werdet ihr es zu sehen bekommen. Unfreundlichkeit nimmt in der Fehlwahrnehmung ihren Anfang.
Eine schöne Rose hat nicht die schönste unter allen zu sein. Sie hat nicht größer oder roter zu sein als die anderen Rosen im Garten. Eine Rose ist schlicht glücklich, zu sein. Die Blumen in einem Garten sind nicht bemüht, sich selbst aufzuwerten, indem sie auf anderen Blumen herumtreten. Und kein Garten auf der einen Seite der Straße hat das Gefühl, er sei besser als der auf der anderen Seite oder jenseits des Ozeans.
Seid nicht wie die Königin in der Geschichte, die unentwegt in den Spiegel zu schauen hatte, um sicher zu gehen, dass sie die Schönste im Lande sei. Ich sehe Meine Kinder als Eins, und alle sind schön. Und nun bitte Ich euch, das gleiche zu tun.