HERZEN SCHLAGEN IM EINSSEIN
Der Mensch lebt nicht für sich selbst allein, nicht, wenn er Glück möchte, denn Selbstbezogenheit verläuft gegen den Strich. Selbstbezogenheit ist dem Einssein entgegengesetzt. Selbstbezogenheit sagt: "Der Mensch ist allein. Ein jeder ist eine getrennte Einheit. Alleinsein ist."
Die Wahrheit jedoch lautet, dass Einssein ist, und dass Einssein einzig ist.
In Wirklichkeit weißt du das bereits. Du weißt, leben in angenommener Isolation ist eine Lüge leben. Du weißt, das Leben ist dafür da, um geteilt zu werden. Alles ist zum Teilen. Es ist nicht so, dass du teilen sollst, damit du gut sein wirst. Es ist so, dass du teilen sollst, weil hierin Glück liegt, was weit über Selbst-Genugtuung hinausläuft. Hierin liegt Glück für die Welt selbst. Erschafft Teilhabenlassen nicht in der Welt ein Gleichgewicht? Und erschafft Selbstbezogenheit nicht ein Ungleichgewicht?
Sobald du niemanden zu beeindrucken hast - nicht einmal dich selbst -, wäre es leichter, zu geben. Das Geben, von dem Ich jetzt rede, liegt in deiner Orientierung auf das Leben. Ich spreche davon, wie du von dem Leben und von all jenen in ihm gemeinsam mit dir denkst und wie du sie ansiehst. Mögen alle deine Gedanken Segnungen seien. Mögest du doch von dem Standpunkt des Lebens herkommen, der besagt:
"Ich bin nicht getrennt. Und niemand ist von mir getrennt. Ich glaube nicht mehr länger an Illusion. Sie stellt mich nicht mehr länger zufrieden.
Was immer mein Geschäft ist, meine Handlungsweisen sind mit Gott. Er, der alles gibt, bittet mich, im Leben mit Ihm und mit einem jeden in Einssein zu wandeln. Das ist das gleiche, wie sich um jedes Leben kümmern, so, als wäre es mein eigenes. Jedes Leben ist mein eigenes.
In der Folge glaube ich nicht mehr an das Wort 'mein'. Ich glaube an wir. Ich glaube an Wir. Infolgedessen existieren Grenzziehungen nicht. Es gibt kein mein Land. Es gibt kein Land, was nicht mein ist. Es gibt keinen Fleck auf der Erde, der nicht mein ist. Es gibt keine Winkel, wo ich nicht Wohnung habe. Das Universum ist mein.
Indessen, es gibt nicht mehr mein Leben. Es gibt nicht mehr Mein-heit. Es gibt nichts für mich, um es zu besitzen. Infolgedessen benötige ich keine Grenzen. Ich habe es nicht mehr länger nötig, jemanden oder etwas aus meinem Herzen auszuschließen. Infolgedessen gebe ich.
Jedes Kind auf der Erde ist mein. Jede Seele ist mein. Jedes Sehnen ist mein. Jede Anmut ist mein.
Ich erhebe mich und falle auf der Erde gemeinsam mit einem jeden anderen. Eine Träne, die irgendwo im Universum fällt, ist mein. Ich wische die Träne fort. Aus der Tiefe meiner Brust ist alles Lachen mein.
Das Wort 'mein' hat jetzt eine andere Bedeutung. Von der Besitzlosigkeit her gehört alles Mir zu. Alles ist bereits mein. Alles Leiden und alle Freude. Alles residiert innerhalb dieses Rahmens, auf den man als mich Bezug nimmt.
Nun, Ich, diese Unsterbliche Seele in einem Menschlichen Körper, kann in aller Wahrheit und in aller Bescheidenheit allen, die ich treffe, sagen, dass ich du bin, und dass du ich bist, und im Einssein mit Gott, das du, das ich ist, und das ich, das du ist - wir gehen Hand in Hand durch das Leben, behalten einander im Herzen, in Liebe verflochten. Wir sind Liebe.
Nunmehr, in dieser Menschlichen Kette der Ewigkeit erhebt sich die Welt mit uns. Wir leben auf einer höheren Ebene. Wir befinden uns in einer neuen Dimension. Wir sind in der Dimension der Liebe. Ich weiß jetzt, dass andere Dimensionen Schichten der Liebe darstellen. Ich suche sie auf, weil Liebe dasjenige darstellt, was ich erkennen möchte. Liebe ist, was ich kennen lernen muss.
Ich werde mit Gottes Schöpfung und mit allem, was in ihr Wohnung nimmt, in Liebe sein, weil ich ein Sucher der Wahrheit bin. Was ich suche, finde ich. Und demnach finde ich jetzt einen jeden in meinem schlagenden Herzen, und ich finde mich selbst im schlagenden Herzen eines jeden. Ich weiß, es gibt keinen Anderen. Andersheit existiert nicht. Herzen schlagen im Einssein. Gott schlägt die Trommel unseres Einen Herzens. Anders möchte ich es nicht haben."