VERTRAUE DICH UND ANDERE GOTT AN
Meine lieben Kinder, wenn ihr etwas von jemandem wollt, dann erwartet ihr etwas von ihm. Wenn ihr wollt, dass jemand etwas auf eine bestimmte Weise tut, oder dass er auf eine bestimmte Weise ist, dann versucht ihr zu kontrollieren. Kontrolle setzt sich entgegen. Sie ist Steifheit. Kontrolle verschließt sich. Kontrolle führst du erzwingend aus. Es gibt eine Kraft, die die Kontrolle ausübt. Freiheit gelangt nicht zur Anwendung. Ihr wird stattgegeben. Das Nähren von Freiheit schließt den Himmel auf.
Spüre, wie es sich anfühlt, eine andere Seele auf der Erde frei zu lassen. Lass sie ihren Weg gehen, und geh du den deinen. Dann und wann begegnen sich eure Wege. Dann und wann trennen sie sich. Zuguterletzt begegnen sie sich alle mit erhobenen Herzen, da alle Pfade in Meinem Herzen zusammenlaufen.
Sobald du einen Anderen zu Mir hin befreist, überreichst du großen Segen. Wenn du an jemandem festhältst - was das gleiche ist wie in deinem Geist an einer Auffassung festhalten -, dann begrenzt du dich. Welche Absichten dich auch immer tragen, du sperrst sie ein.
Übe es aus, Freiheit zu geben. Ertüchtige dich darin, Anderen stattzugeben, frei zu schweben.
Schau dir die Blätter an Meinen schönen Bäumen an. Du befiehlst ihnen nicht, im Herbst ihre Farbe zu wechseln. Du sagst ihnen nicht an, welche Farbe und wann. Du treibst sie nicht an und machst sie nicht langsamer. Du sagst ihnen nicht, wie sie zu fallen haben. Du sagst nicht: „Also, dieses Blatt da, und jenes da drüben.“ Du befiehlst keiner Eiche, eine Weide zu werden. Du befiehlst im Frühjahr keinem Baum, grüne Blätter wachsen zu lassen, auch keiner Rose, zu blühen.
Was sodann tust du? Du siehst der Umwandlung der Natur zu. Du spürst Ehrfurcht in deinem Herzen. Du lässt die Bäume sich selbst erfüllen, du lässt die Rosen selbst in der Farbe blühen, die sie wollen, und derweilen bist du derjenige, der umgewandelt wird.
Wenn es allerdings zu Meinen Kindern kommt, dann möchtest du, dass dein Entwurf vollzogen wird. Und wenn nicht, so spannst du zum wenigsten deine Lippen in einer Linie.
Du bist nicht hier auf der gesegneten Erde, um zu billigen oder zu missbilligen. Du bist nicht hier, um Andere zu konvertieren. Du bist nicht hier, um sicherzustellen, dass das Leben sich nach deinem Bild ausrichtet.
Du bist hier, um das Auseinandergehen Meiner Kinder auf Erden zu segnen. Sobald du erkennst, dass du in Meiner Obhut bist, sobald du weißt, dass sie genauso viel wie du auf ihrem Weg zu Mir sind, siehst du Schönheit, und du kannst sie gehen lassen. Sobald du Andere Meiner Fürsorge anvertraust, bist du befreit.
Jemand, der Andere bindet, bindet sich selbst.
Jemand, der Andere befreit, befreit sich selbst.
Der Kontrollierende ist der Kontrollierte.
Übernimm keine Rollen.
Deine Rolle ist es nicht, ein gestrenger Lehrer zu sein, kein Verbesserer oder Rechtsprechender.
Deine Rolle ist es, ein Kind, das Ich machte, zu sein.
Du hast genug zu tun damit, aufzuhören, dich selbst zu kontrollieren, und aufzuhören, dich selbst gemäß dem Bild eines Anderen über dich zu gestalten. Bist es nicht du, der Mir sagt, dass du zu viel zu tun hast, und dass es dir nicht möglich ist, alles zu tun? Überlass Mir die Welt, und du wirst deine Energie fokussieren. Du wirst Energie zur Verfügung haben. Zerstreue deine Gott-gegebene Energie nicht mehr länger.
Zeichne in deinem Geist ein Bild einer Ranch mit Vieh. Die Torgatter sind weit geöffnet, und das Vieh wird freigelassen. Zunächst wird es Tumult geben, doch dann wird der Klang der Hufe sich beruhigen.
Das Vieh sind all deine im voraus eingenommenen Gedanken, und das Öffnen der Tore ist - sie los lassen.
Erstelle dir ein Bild, wie du jeden, um den du dich kümmerst, segnest, und wie du genug Sorge um sie trägst, um sie frei zu lassen. Du lässt sie nicht im Stich. Du lässt deinen dir vorgestellten, festgehaltenen Griff los. Du übergibst sie Meiner liebevollen Rechtsprechung. Sobald du jemanden frei gibst, befreist du sie für Mich. Was ist so schwer daran, geliebte Nahestehende frei zu lassen? Sie werden ihren Weg ohne deinen Zwang finden. Sie werden ihren Weg besser ohne deine Aufsicht finden.
Vertraue dich Mir an. Verlasse dich darauf, dass du durch das Gestrüpp des Lebens hindurch kommst. Das Gestrüpp sind die Manifestationen deiner versuchten Kontrolle. Es ist das, woran du festgehalten hast. Das Gestrüpp sind die Stacheldrähte der Kontrolle. Atme nunmehr ein. Und während du ausatmest, zerschmelzen Zäune, treten ausladende Wiesen in Erscheinung, und du bist frei, um dich in den stufenförmig aufsteigenden Hügeln zu ergehen.