Gott redete …
Wie schön ist das Leben, sowie ihr liebt. Das ist hinlänglich, einfach zu lieben, es zu verstrahlen, Liebe loszulassen, sie emporschweben zu lassen, das Universum zu umschließen. Und in der Tat, sowie du Liebe gibst, ist sie bereits zu dir zurückgekommen. Sie ist getan. Die Liebe, die du gibst, wird unerlässlicherweise zu dir zurückkommen, und ja, tausendfach zurückkommen. Ihr begehrt vielleicht auf, dies sei bei euch nicht der Fall, aber wartet, Geliebte, wartet. All die Liebe, die ihr gegeben habt, windet sich ihren Weg zu euch zurück, und wird bei euch anlangen.
Vorfreude auf einen Rückfluss für eure gegebene Liebe ist nicht ein Beweggrund, Liebe zu schenken. Gebt Liebe arglos. Gebt sie um der Freude an ihr selber halber. Es ist letztlich für euer eigenes Herz, dass ihr gebt. Gebt bloß gemäß eurer Freude. Geben aus einem Empfinden von Verpflichtung heraus ist Seile um einen anderen herumwickeln. Liebe ist nicht bestimmt, in irgendeinem Ausmaß ein Opfer zu sein. Opfer verkleinert denjenigen, dem du dich aufopferst, und es verkleinert dich. Du magst meinen, es hebe dich zu einer hohen Ebene hoch, aber Opfern – ein Empfinden von Opfer – ist nicht ehrwürdig. Es ist nicht heilig.
Die Liebe ist ein Privileg. Sie ist natürlich, und auch so ist sie ein Privileg. Das, was ihr als Opfer bezeichnet, ist nicht Liebe. Das Ego möchte euch zu verstehen geben, opfern sei Liebe, aber das Ego weiß nicht, worüber es redet. Es hat das nicht zu wissen, noch auch macht sich das Ego etwas daraus, was es dir erzählt. Du machst dir aber etwas daraus, Geliebte, Geliebter, und Ich mache Mir etwas daraus. Wir kümmern Uns mit all Unserem Herzen. Aus Unserem Herzen heraus kommt Fürsorge für das Wohlergehen des Anderen. Dessen Wohlergehen ist das gleiche wie Unseres. Dies ist nicht ein Opfer.
Die Mutter, die sich um ihren Säugling kümmert, möchte es anders gar nicht haben. Sie weiß, sie ist privilegiert, dieses Kind zu haben, privilegiert, die Mutter des Kindes zu sein. Es kann sein, sie mag es nicht, mitten in der Nacht aufzustehen zu haben, gleichwohl wird es ihr weidlich mehr liegen, ihrem Säugling zur Hilfe zu sein. Es ist automatisch, auf den Säugling einzugehen, der deine Fürsorge benötigt. Das Kind liebt immer seine Mutter. Das Baby, frisch vom Himmel, kam in die Welt mit großer Liebe. Deinen Säugling umsorgen bringt dich zum Himmel zurück. Es rührt den Himmel in dir.
Liebe entgegennehmen ist eine große Gabe, an dir ist es aber nicht ausgiebiger, Liebe als ein Opfer entgegenzunehmen, als es mehr an dir ist, sie als ein Opfer zu geben. Sobald es zum Opfern kommt, ist Verpflichtung vorhanden. Weder du noch ein Anderer ist verpflichtet. Verpflichtung kommt nicht von der gleichen Stelle her, wie es Liebe tut. Einem Empfinden von Verpflichtung nachkommen bringt einem vielleicht das Gefühl ein, tugendhaft zu sein. Ich habe demgegenüber bemerkt, dass Verpflichtung gewöhnlich nicht gut auskommt. Verpflichtung hält dich und einen Anderen an einer Leine.
Nun, Liebe kann Sich-Verschreiben sein, aber Verschreiben ist nicht Verpflichtung. Sich-Verschreiben ist Sich-Verschreiben. Wenn du dich bei etwas engagierst, ist dies deine Wahl, und du machst es liebenswürdigerweise. Es widerwillig machen ist ein Angriff. Es aus dem Verschriebensein an Willigsein machen, das ist eine andere Geschichte. Was du tust, ist, was du tust. Wie du es anschaust, das zeitigt den ganzen Unterschied in der Welt.
Sei niemals missgönnend. Ziehe deine Füße nicht hinterher. Sei glücklich, zu geben, wo es an dir ist, zu geben. Sei glücklich, das zu geben, was in dir drin ist zu geben. Gib aus der Fülle des Herzens. Alles Mindere ist nehmen, nicht geben. Wenn du aus Verpflichtetheit gibst, nimmst du dem Anderen das Empfinden von Freiheit weg, und hältst ihn dir gegenüber in Schulden. Spürst du den Unterschied in deinem Herzen? Wirke aus Liebe. Aus Liebe tun ist das gleiche wie Meinen Willen befolgen, Geliebte.