Gott redete …
Von Anfang an sind Wir zusammen gewesen, obschon es niemals einen Anfang gegeben hat. Es gab niemals eine Zeit, als Wir nicht waren, als Ich nicht war, als ihr nicht wart. Es gibt nichts, was vor Uns datiert. Es gibt nichts später. Es gibt nichts nachfolgend. Es gibt kein nachfolgend. Die Endlosigkeit der Ewigkeit ist das gegebene. Sonst gibt es nichts.
Ihr habt einen langen Traum gehabt, Geliebte, von dem ihr euch soeben anschickt, aufzuwachen. Bis ihr einsetztet, eure Augen zu öffnen, kam es nicht dazu, dass ihr bemerktet wie ihr in Schlaf gefallen seid. Ihr dachtet, der Traum sei wahr, und irgendetwas anderes habt ihr nicht vermutet. Und also schlummertet ihr in Meinen Armen, und wacht in Meinen Armen auf, und ein Dazwischen hat es niemals gegeben. Es war bloß ein Flackern, während sich eure Lider für einen schieren Moment schlossen.
Ihr habt eine Überfülle an Bewusstheit an euch, bloß ist es so, ihr habt eure Befähigung und euer Fassungsvermögen vergessen. Mit Sicherheit habt ihr es fast vergessen, anderenfalls wärt ihr außerhalb der Bedingungen von Zeit, außerhalb von Traum, außerhalb von Raum, außerhalb von allem, ausgenommen von unermesslicher Freude. Sofern ihr außerhalb von unermesslicher Freude gewesen seid, Geliebte, seid ihr tatsächlich außerhalb von ihr gewesen.
Stellt euch eine abgegraste Weide der Liebe vor. Stellt euch vor, wie ihr aus dem Großen Schöpflöffel trinkt. Stellt euch am Gleiten vor in einem Gewaltigen Ozean und dennoch an die Tiefen verankert. Stellt euch vor, ihr habt den Ozean durchmessen, bloß um dahinterzukommen, dass es nichts zum Durchmessen gab. Schier in eurer Imagination hat es Distanz gegeben, denn alleinig Nähe ist. Stellt euch vor, ihr seid von einer Klippe heruntergefallen, derweilen es gar keine Klippe gegeben hat, um davon herunterzufallen. Stellt euch die Welt als ein Trampolin vor, auf dem ihr auf- und abfedert. Stellt euch vor, wie hoch ihr emporspringt. Ihr steigt immer höher und höher, so lange, bis es keinen Platz gibt, um davon abzufedern. Stellt euch vor, ihr seid ein Engel, der sich einbildete, er sei vom Himmel heruntergefallen. Stellt euch vor, ihr könnt eure Flügel nicht sehen, und also bildet ihr euch ein, ihr könntet nicht zurückfliegen, obschon dies alles Einbildung war, also, dass ein irgendwohin da sei, zu dem ihr zurück zu fliegen hättet. Keine Flügel sind vonnöten. Einzig Gewahrsein ist vonnöten.
Es ist zu einer Lücke gekommen, so, wie wenn ihr zum Kühlschrank geht, und einen Moment lang, da fällt es euch nicht mehr ein, worum es euch gegangen ist.
Stellt euch vor, wie ihr eine köstliche Suppe zubereitet, bloß, ihr habt ihren Namen vergessen, und das Rezept vergessen.
Stellt euch vor, ihr seid ein Flaschengeist, bloß, ihr habt die Worte vergessen, und den Klang der Worte, welche all die Möglichkeiten der Welt für jene um euch herum eröffnen.
Stellt euch vor, ihr befindet euch unter einem Zauberspruch. Ihr wartet auf einen Prinzen, der euch aufweckt. Die ganze Zeit ist der Prinz inwendig in euch untergetaucht, im Wartestand, dass ihr ihn herauslasst.
Stellt euch vor, es hat nichts gegeben, um es sich vorzustellen. Stellt euch vor, es hat bloß Einbildung oder Unbeweglichsein gegeben, und Stille sei unentrinnbar gewesen, einerlei, wie sehr ihr es euch anders vorgestellt habt.
Stellt euch vor, was ihr euch vorstellen könntet, sofern ihr euch den Spielraum einräumen würdet.
Stellt euch vor, was ihr kraft der Kräfte, die euch übertragen worden sind, in der eingebildeten Welt erschaffen könntet.
Stellt euch vor, dass alles, was ihr euch vorstellt, in Erscheinung tritt. Ist es nicht in Erscheinung getreten, und ist nicht mehr davon in Erscheinung getreten?
Nun stellt euch spektakuläre Wunder vor. Stellt euch Wunder aller Art vor. Stellt euch Synchronizität vor. Stellt euch Freude vor, die sich wie Blütenblätter einer Blume entfaltet, endlose Blütenblätter am Sich-Entfalten. Stellt euch die Süße vor. Stellt euch euer Herz vor, welches sich wie eine Blume auseinanderbreitet. Stellt euch dessen Aufgehen vor, wie es größer und größer und vielblättriger wird. Stellt euch die Blume eures Herzens vor, wie sie sich öffnet, so lange, bis das ganze Universum innen drin in eurem Herzen ausgestaltet ist und niemals einen Zentimeter weit von ihm sich entfernt. Stellt euch vor, wie eure Augen weit aufgehen, im Erkennen, dass das gesamte Universum inwendig in euch ist, und niemals irgendwo sonst gewesen war, im Erkennen, dass die Gesamtheit des Einsseins inwendig in euch am Fließen ist, und niemals außerhalb von euch gewesen war, im Erkennen, dass es kein außen von euch gibt, ausschließlich die viel-blütenblättrige Blume inwendig in euch.