Gute Seele, gute Seele
Gott redete …
Alleine für den heutigen Tag, versprich dir selber, dass du dich nicht einmal über eine einzige Sache beklagen möchtest. Keine Klagen, kein Kritisieren. Für diesen einen Tag, lasse nicht ein einziges Wort über deine Lippen kommen, das dir nicht Freude bereiten würde, es auf der Titelseite der Zeitung zu lesen zu bekommen. Genau genommen, diesen einen Tag lang, schaue nicht die Nachrichten oder lies keine Zeitung.
Kein Geschnattere über die neuesten Nachrichten oder den Zustand der Welt. Kein Zusammenhang-Herstellen mit peinigenden Erlebnissen oder mit einer Ungerechtigkeit, die dir oder sonstwem widerfahren sei. Keine Verbrechensstatistiken. Kein Kopfschütteln über etwas.
Begehe einen Tag ohne Fehlerfinden. Oh, gewiss, du kannst ununterbrochen Fehler, ohne hinter ihnen hinterherzujagen, finden. Heute, da nimm dir davon einen Tag frei. Übe dich in Enthaltsamkeit. Mache den heutigen Tag zu einem Fastentag, was das Erörtern von Leid anbelangt.
Tatsächlich, betätschle die Erde, auf der du lebst, und gib dich all den unterschiedlichen Menschen gegenüber freundlich, die diese Erde mit dir teilen, und rufe einem jeden zu: „Gute Seele, gute Seele.“
Blicke auf die Welt und ihre Bewohner so, wie du dein Hündchen siehst, welches von dir förmlich nicht genug Liebe zu bekommen scheint, und welches, ohne Probeläufe, einfach den Wunsch an sich hat, lebenssprühende überzählige Liebe auf dich zu schütten. Behandle die Welt und ihre Bewohner in etwa gleich so, wie du mit deinem jungen Hund umgehst. Sei der Welt ein Schmaus.
Schier für heute tauschst du Beanstandungen dafür, was man Wertschätzung nennen könnte, ein. Sofern du heute nicht Würdigung zum Ausdruck bringen kannst, dann versiegele deine Lippen.
Einen einzigen Tag lang, erteile dieser Welt Entledigtsein von Kritik. Sieh, wie sich das anfühlt.
Du weißt, eine ganze Menge deiner Beschwerdeführungen belaufen sich auf Klatsch. Heute kommt es zu keinem Klatsch. Zu keinem Spekulieren. Heute gibt es kein der Erste Sein im Merklich-Machen, was dein Herz und deinen Geist einengt, und was somit die Welt einengt. Heute keine zum Ausdruck gebrachte Giftigkeit.
Heute findest du vielleicht, du habest nicht viel zu sagen. Keine Dramatik am heutigen Tag.
Es ist möglich, dass das, was du erlebst, wahrlich Friede genannt werden kann. Dies ist 'Friede - der Welt' und ausgiebigere Einverleibung von Friede in dein angeschlagenes Herz.
Natürlich wird dir klar, dass Friede nicht Heraussprudeln ist, sondern Stille. Wieso müssen Meine Kinder auf all jenes Lärmen und unbesonnenes Reden erpicht sein, sonderlich so ja an deren Stelle Stille zugegen sein kann.
Ich habe euch nach Frieden schreien hören, so, als würde er euch gespendet, unterdessen ihr diejenigen seid, die den Frieden zur Belebung zu bringen haben. Friede spricht eine andere Sprache. Was wäre denn, wenn die Vergangenheit wirklich hinter euch läge. Dann würdest du keine Einlassungen tätigen über wer was sagte und wie du dich fühltest und was getan werden sollte und wie jener Verstoß nicht zugelassen gehöre.
Ihr Lieben, das Leben ist bereits Schnee von gestern. Alles was ihr heute tut, ist - nicht ein einziges Wort eurem Mund entkommen lassen, welches nicht gefällig oder welches nicht zumindest unparteiisch ist. Ihr sprecht nur, was für euch wahr ist, und lasst nachgerade jene herunterziehenden Kommentare aus, die euch zutreffend zu sein scheinen, und behaltet sie für euch. Ihr stellt die Negativität unter Quarantäne.
Ihr lebt ein Experiment, Negativität und Bemerkungen jener Manier auf sich beruhen zu lassen, indem ihr sie nicht über eure Lippen kommen lasst. So ihr dieses zur Ausführung bringt, bemerkt ihr nach und nach, wie Friede in euer Heim und Haus einzieht. Selbst ohne Frieden zu erklären, selbst ohne ein Wort, heißt ihr den Frieden willkommen. Wie gut sich der Friede anfühlt. Er tilgt ja gar Sorgenfalten von eurem Gesicht. Um wie vieles jünger ihr ausseht.
Hier geht es nicht um einen Wettbewerb, in dem ihr steht. Es ist ein stiller Rückzug, gar schlechthin von einem minderschweren Flächenbrand.
Du wirst, sowie du den Autonotruf wählst, etwa eine Reifenpanne zur Sprache zu bringen haben. Es sei denn, du gehst gerne mit einem Platten und all dem Drumherum um, dann ist es das. Deine Reifenpanne und die Auswirkung, dass du bei der Arbeit zu spät dran bist, etc. geraten nicht zur Geschichte deines Tages. Du bewirbst sie nicht. Dies sind nicht die neuesten Nachrichten, die herumerzählt gehören.
Heute erklärst du in der sich bekriegenden Welt den Frieden. Heute schließt du Frieden. Heute gehst du aus der Asche hervor. Weiter so, ihr lieben Söhne und Töchter. Weiter so.