DAS LETZTE WORT
Gott redete …
Sieh, dass alles, was geschieht, in Ordnung so ist. Es ist okay. Es ist voll und ganz recht so, und du bist recht so. Die Welt dreht sich, und die Welt dreht sich. Du änderst die Welt nicht, indem du Anderen ihre Wahrnehmung der Welt abtrotzt.
Du Lieber, du hast zu der Stelle zu gelangen, wo es für das Leben und für die Menschen, die in deinem Leben eingemengt sind, so wie sie sind, in Ordnung ist. Niemand hat dein Lieblingsgeschmack des Lebens auf der Erde zu sein. Jemand kann gegen Blaubeer-Kuchen eingestellt sein oder wogegen er auch eingestellt sein mag, und er kann für etwas sein, wofür er gerne gelten möchte, ob du das nun magst oder nicht. Du kannst nicht so ohne Weiteres einem Anderen die Freiheit aberkennen, nach der es dir so sehr ist. Dies ist Akzeptanz. Geltenlassen ist womöglich außerhalb deiner Reichweite.
Was ist der Einwand? Hast du das Gefühl, einzig du könnest der Entscheider sein, wie bei einem Anderen dessen Hinsichten auf das Leben ausfallen sollten? Sofern jemand dir gegenüber unmöglich ist, nun, dann, hat in dir irgendetwas ihm sein Privileg stattzugeben, so zu denken, wie er es gerne tut, ja gar anstößig zu sein, ja gar dich als schwierig zu erachten, sofern er das so sieht. Du hast kein umfassenderes Recht, auf die Ansicht eines Gegenübers überzugreifen, denn er das Recht hat, auf die deinige überzugreifen.
Wenn du es mit Menschen zu tun hast, die dir auf den Wecker gehen, entsinne dich, es ist deine Schwierigkeit, mit der du umgehst. Dein Missmut rührt von dir her und nicht von dem anderen Menschen, der ahnungslos oder wohlüberlegt etwas in dir getriggert hat.
Ebenso – sobald es um Menschen geht, die gerne mit dir zusammen sind, dreht sich die Situation ebenso im Eigentlichen um dich. Denjenigen, mit denen dir der Umgang leicht fällt, so wie sie gerade sind, bist du ein Beitrag zu ihrem Offensein dem Leben gegenüber.
Du kannst niemanden offen-gesonnener oder offenherziger machen. Du selbst kannst unvoreingenommener und offenherziger sein. Anderer Leute Gedanken sind deren Gedanken. Du bist nicht mehr berechtigt, die Vorstellungen eines anderen Menschen wegzuschmeißen, denn irgendwer ein Anrecht hat, deiner Denkart entgegenzuarbeiten oder von ihr etwas wegzunehmen. Ideen ändern sich aus eigenem Antrieb. Ein Licht hat anzugehen.
Wenn sich jemand über dich lustig macht, sage Ich dir aber und abermals, dass du derjenige bist, der deswegen aufgebracht ist. Der sich verächtlich über dich äußert, fühlt sich unter allen Umständen vollauf berechtigt, ebenso wie das bei dir der Fall sein könnte. Auf jeden Fall bist du kein Richter, der wider sonstwen zu entscheiden hat.
Du bist frei, gerne zu haben oder nicht gerne zu haben. Du möchtest gerne so gelten gelassen werden, wie du bist. Nicht anders ergeht es jedem anderen. Jeder hat seine Glaubensüberzeugungen, und, es ist recht wahrscheinlich, jeder hat seine Befangenheit. Dies ist ein universales Privileg. Jeder kann dem den Vorzug geben, dir gegenüber überlegen zu sein, so viel er es möchte. Du hast nicht verplempert zu werden. Es ist selbstverständlich mehr an dir dran, als das, was ein Anderer sich stattgibt von dir einzulassen. Falls jemand wirklich wüsste, Wer du bist, der die Tiefe deines Herzens kennen würde, würde er dich lieben.
Und falls du denn das Innere Wesen eines Anderen kennen würdest, würdest du ihn ebenso lieben, wie er ist. Jeder ist seiner Denkweise ergeben, so wie du der deinen verschrieben bist. Sofern der eine oder andere Mensch eine Charaktere in einem Roman wäre, könntest du Vergnügen an ihm finden. Du könntest das wirklich.
Wer bist du, einen Anderen zu überreden, seine Wege zu ändern? Wie auch immer, wie sehr ist dies je gelungen?
Kein einziger hat das letzte Wort. Und, falls du denn irgendwie findest, du habest das letzte Wort, vermag dies das wackelig auf den Beinen stehende Ego bloß eine Zeitlang zu beschwichtigen. Dies ist alles, was das letzte Wort zu tun vermag. Ist es so schwer, einen Anderen in der Welt los zu lassen? Kannst du nicht einen Anderen von deinen Beschränktheiten freisetzen?