STETS MIT OFFENEN ARMEN ENTGEGENGEHEND
Gott redete …
Mein Herz ist unfehlbar mit dem deinen verknüpft. Wenn dies der Fall ist, worüber kannst du dich alsdann aufregen? Und doch regst du dich auf. Unaufhörlich gerätst du über etwas in Aufwallung. Aufregung ist für nichts und wieder nichts. Was Gutes soll darin liegen, dich in Unruhe zu versetzen? Ausnahmslos, was immer es ist, was dich besorgt macht, es ist heute hier, und morgen fort.
Ungeachtet all der Theorien, bei deinem Aufgebrachtsein ist keine Vergütung mit im Spiel. Sich Aufregen ist wie mit deinen Flügeln schlagen und nirgendwohin gelangen.
Das einzig Gute an der Aufregung, wie es Mir vorkommt, ist, dass du, sobald einmal der angestrengte Ärger vorüber ist, ein großes Empfinden der Erleichterung verspürst. Wovon du erleichtert wurdest, ist die Aufregung. Irgendwann im Verlauf hast du die Idee aufgelesen, du habest dich aufzuregen. Wäre es doch so gewesen, dass du irgendwann in Erfahrung gebracht hättest, dass du von vorneherein Erleichterung verspürst.
Wer unterwies dich, Aufgebrachtsein sei natürlich und du müssest es haben? Was ist Aufregung? Es ist Anspannung. Es ist dich stramm, dich verkrampft fühlen. Aufregung ist eine Last, sie ist wie ein Seil, das um deinen Hals geschlungen ist. Was ist an der Aufregung dran, was dir irgendwie lieb ist? Wieso Aufregung und Ärger nahe bei dir behalten, so, als wäre sie ein schätzenswertes Gebrauchsgut?
Ich möchte dir gerne zukommen lassen, dass jeden Tag schlichtes Sich-Entspannen den Ärger überflügelt. Glaube nicht eine Minute lang, dass du angelegt seist, ein Faible für Aufregung zu haben. Wieso in aller Welt solltest du so etwas glauben mögen?
Schau, falls du einen Zug herannahen siehst, springe aus dem Weg. Schau auf beide Seiten, wenn du die Straße überquerst. Falls dich das Zubereiten einer Mahlzeit für fünfundzwanzig Personen in Spannung versetzt, warum bereitest du dann für fünfundzwanzig Personen ein Essen vor? Wer sagte dir, du habest dir dies abzuverlangen?
Falls Eile Eile Eile für dich eine Lebensart darstellt, ändere deine Fasson. Eile schafft zu viel aus deiner Hufe beiseite. Es leicht angehen macht dich jung. Bist du in Eile, um alt zu werden?
Wer ist es, der dir Druck auferlegt? Möglicherweise bist du der Täter. Musst du das einräumen? Ist es besser, der Hase zu sein als die Schildkröte? Liegt etwas Verkehrtes darin, der zu sein, wer du bist, im Hinblick auf dein Erfassen der Welt? Musst du überhaupt die Welt begreifen? Musst du das Leben in Willfährigkeit hinein peitschen?
Vielleicht entspannst du dich ein wenig, während du Zug fährst oder in einem Flugzeug unterwegs bist. In jenen Augenblicken hast du deine Zuständigkeit in Richtung auf das Leben los zu lassen. Dein Leben liegt in den Händen des Piloten oder des Zugführers. Du lenkst nicht das Auto.
Kannst du dich nicht in dem Wissen entspannen, dass du mit Mir fährst? Vielleicht kannst du ein wenig entschleunigen, in der Kenntnis, dass Ich die Leitung innehabe. Möchtest du dich bei Mir ausruhen? Nimm in Betracht, dass Wir gemeinsam tanzen, und dass Ich die Führung übernehme und dass du folgst. Es ist recht fürtrefflich, ein Gefolgsmann von Mir zu sein. Was das wirklich meint – am Tanzen, dabei sind Wir Tandem. Wie anmutig Wir sind, während Wir diesen Schritt und jenen Schritt tun, während Wir in Bewegung sind, herumwirbeln und während Wir in die Zwillingsspiegel Unserer Herzen blicken.
Wir haben keine Hast, Unseren Tanz zu beenden. Jedenfalls ist Unser Tanz nie endend. Nah oder fern, Wir sind am Tanzen. Folgt Meinem Beispiel. Geliebte, Wir tanzen in der Stadt, und Wir tanzen in Stille. Wir sind stets-tanzend und unablässig Uns umarmend. Wir tanzen keinen Tanz der Anspannung. Wir tanzen einen Tanz der Anmut. Falls überhaupt etwas, Wir spannen aus. Du brauchst für Mich keinen Handstand zu machen. Es ist für Uns genug, Uns einander in die Augen zu schauen, und zu wissen, dass Wir im Frieden sind. Was wohl könnten Wir anderes sein denn Unsere Seelen, wie sie emporschweben, und wie Wir das grandiose Licht auslösen?