DER EINE TANZ
Du erfährst die Welt. Ebenso übermittelst du der Welt Erfahrenheit. Du bist der Empfänger, und du bist der Spender. Es ist wie wenn du und die Welt sich die Hand geben. Die Welt geht auf dich ein, und du erwiderst auf die Welt. Wo kommt der Saum zwischen beiden zu liegen? Es gibt im Grunde keinen Saum, Geliebte.
Ihr seid Tanzpartner, die sich durch den Raum bewegen. Ihr seid ein Tandem. Ihr seid Partner, die sich wie eins bewegen. Sobald du einen Schritt machst, bewegt sich dein Partner mit dir. Ihr seid Teilhaber.
Wart ihr der Auffassung, die Welt sei von euch abgetrennt, oder ihr wärt von der Welt getrennt? Geliebte, ihr seid an der Hüfte zusammengewachsen. Es gibt keine Abgespaltetheit. Ihr seid die zwei Seiten der gleichen Münze. Ihr seid im Eigentlichen nicht Seiten. Anders als bei einer Münze, die eine Seite kann nicht als Kopf, die andere nicht als Zahl hervorkommen, denn ihr bewegt euch aneinander geleimt über den Tanzboden. Die gesamte Welt geht mit euch einher, und ein jeder sonst in der ganzen Welt geht mit euch. Ihr stellt für die Welt den Metronom ein.
Alleinsein existiert nicht. Ihr habt Mich zu jedem Zeitpunkt, und ihr habt ebenso einen jeden fernerhin, und jedermann hat euch. Ihr befindet euch alle in einem einzigen Topf. Was euch rührt, rührt einen Jeden. Was euch segnet, segnet einen Jeden. Sobald jemand beglückt wird, bist du ebenfalls beglückt. Du segnest, du bist der Segen, und du bist der Gesegnete. Gib einen Segen und du empfängst ihn. Verfluche, und du empfängst dies ebenso.
Es ist deine Obliegenschaft, die Welt von Neuem wahrzunehmen. Du hast dann und wann Zerstreuung auf sie geschüttet. Du hast an ihrem Käfig gerüttelt. Du hast alle deine Einwände auf ihr abgesetzt. Unterdessen es alleweil dir angelegen ist, der Vorbote und Sprecher für die Welt zu sein. Du bist der Famulus, oder der Kammerdiener der Welt, wenn du so willst.
Ganz bestimmt hängst du von der Welt ab und ist die Welt auf dich angewiesen.
So wie du und die Welt sich quer über die Tanzfläche zusammentun, so machen Andere mit. Es ist ein einziger Tanz, der scharenweise getanzt wird. Wie eingegliedert die Tänzer doch sind, so, ein Tanz und ein Tänzer, und allemal keinesfalls zwei dabei zugange.
Ihr seid ebenfalls die Musiker, die die Musik spielen, auf die ihr tanzt. Ihr gebt den Ton an. Ihr beschleunigt das Schritttempo, oder ihr drosselt es. Ihr seid der Schrittmacher. Eben dies sage Ich. So wie ihr lauft, so läuft die Welt.
Die Welt ist eure Trommel, und ihr seid der Trommler, und ihr seid ebenfalls die Trommel, die ihr schlagt.
Da ist Verbundenheit, alles zueinander gesellt. Ihr seid außerstande, auseinanderzufallen. So wie ihr geht, so geht die Welt. So wie die Welt geht, so geht ihr. Ihr dachtet, ihr wärt ein separates Teil der Welt oder jenseits ihres Pfades, unterdessen ihr der Pfad seid, auf dem die Welt geht, und ebenso ist die Welt euer Pfad. Ihr und die Welt befolgen den gleichen Kreisumlauf, und die Umlaufbahn ist nicht außerhalb von euch. Es gibt kein außerhalb von euch.
Ihr seid für einander Hologramme, du und die Welt. Ihr seht euch das Bild an, was ihr macht. Für eure Füße gibt es keinen Boden zum Berühren. Es gibt eine Filmrolle, und ihr kurbelt sie. Ihr schauspielert ebenfalls in ihm. Ihr seid der Ballast. Ihr schöpft das Wasser heraus, und ihr schöpft euch selber mit dem Wasser heraus.
Sobald es eine Flut gibt, ist die Flut ihr. Sobald es eine Dürre gibt, seid ihr die Dürre.
Ihr seid alles, was ihr seht, und alles, was ihr nicht seht.
Ihr seid Es. Ihr seid alles. Ihr seid alles, was ist, und ICH BIN DAS, und IHR SEID DAS, was so viel besagt wie, dass Du und Ich DAS SIND, bloß gibt es kein Wir, denn Einssein ist, und einzig Einssein ist. Es gibt keine Seiten, um sich dort aufzuhalten, keine Seitenlinien, um daran entlang zu stehen. Da ist ein einziger Tanz, und Ein Tänzer.