EINE REISE DER EINBILDUNGSKRAFT
Du fragst öfters: „Wofür ist das Ganze? Wofür dieser felsige Weg im Leben?“
Du hast Mich sagen hören, dass das Leben für Liebe ist. Ja, darum geht es, für dein Herz, damit es sich ausdehnt, und für dich, dass du wie selbstverständlich Liebe aushändigst. Es steht für Erkundung und Abenteuer und für eine Tollerei im Park. Es ist für dich. Du bist der Pfad, den du nimmst. Du bist der Held, und du bist derjenige, der im Wald seinen Weg ausfindig macht. Nicht anders als dem Wald, dem Wachstum eignet, ergeht es dir.
Möchtest du wirklich beschieden haben, dir den grünen Wald, seine Bäume, seine Blätter, seine Botschaften an dich entgehen zu lassen? Möchtest du es bedauern, dass dir das Leben überreicht wurde, um dich in ihm ausfindig zu machen? Möchtest du das wirklich? Möchtest du bedauern, dass du die Ewigkeit und die Unendlichkeit und alles, was sie nach sich ziehen, in Erfahrung bringen oder anheben konntest, das was jene anbelangt umzulernen?
Du wirst wohl sagen, du habest sie nicht in Erfahrung bringen können. Du wirst wohl sagen, dass du sie umgangen hast, und dass dies die Erstreckung deines Lebens dargestellt habe.
Indessen hattest du das Leben. Du warst als Nächster mit dem Schlagstock dran. Was du auch denken wirst, du hast einen Home Run gemacht. Du gingst irgendwohin. Du tatst etwas. Du hast das Leben auf gut Glück ausprobiert. Du hast deinen Weg durch es hindurch zusammengetrommelt. Du liefst in den Wäldern. Du fuhrst los, und eines Tages kehrst du dorthin zurück, woher du kamst und wovon du niemals weggingst, was unversehens hier bei Mir ist.
Du hattest eine Reise der Einbildung, denn die Reise im Leben ist insgesamt Fantasie. Sie ist ein Gemälde, oder sie ist ein Film, und du spielst deinen Part mit aller Macht. Der Held in deinem Drama ist am Wachsen. Er bleibt nicht der gleiche. Er nimmt zu. Worüber ihr auch murrt, ihr habt herbeigezogen.
Ihr maltet dieses Bild von euch selbst als ein Kapitel in eurem Buch. Und euer ganzes Buch ist Fiktion. Es fühlt sich so an, als wäre es passiert. Jeder glaubt, es sei passiert. Es ist nur so, jeder wird genarrt, oder, genauer gesagt, jeder hält sich selbst zum Narren, was das anbelangt was reell und was nicht reell ist. In den meisten Fällen hast du es falsch herum aufgezäumt.
Heute, da umarme dein Leben. Es ist ein gutes Leben. Du hast einen guten Anlauf unternommen. Du ergriffst eine Chance, und du lebtest sie. Du begabst dich an Bord eines Schiffes des Lebens, und du setztest Segel. Du segeltest auf den Wellen. Du bist die Wellen, die sich ein- und die sich ausrollen. Wie betriebsam Wellen sind. Wie hinein und heraus sie sind. Wellen sind der Oberfläche des Ozeans Besucher. Wellen kommen von den Tiefen des Ozeans herauf, um der Oberfläche einen Besuch abzustatten, und tauchen hernach in die Fülle der Tiefen zurück. Hejo.
Und du fragst: „Wofür gilt die Reise?“ Sie gilt für die Reise. Sie gilt für das Rudern der Riemen. Sie gilt für die Ruder, die in die Wasser patschen, aus denen du kamst. Sie geht um Erfahrung. Sie steht für die Liebe von ihr, oder um den Bogen bei ihr herausbekommen. Sie steht für Leben. Sie steht für Überschwänglichkeit. Wellen gehen rauf und runter, herein und heraus, und du, der du auf den Wellen reitest, gehst mit ihnen hoch und runter, und dennoch bist du im Grunde nicht den Wellen ausgeliefert. Du bist die Wellen, daher bist du dir selber ausgeliefert.
Es gibt kein Da-Draußen, ausgenommen so, wie du es siehst. Es gibt im Grunde einzig hier drinnen, in deinem Herzen und im Meinen. Der ganze Rest ist eine Geschichte, die ausgelebt wird. Deine Geschichte ist das Märchen, und du stellst es dir zusammen, während du entlang läufst, oder du befolgst es, oder du planst es. Ganz bestimmt denkst du über es nach. Du schreibst deine eigene Autobiographie. Du kritzelst sie hin. Du quälst dich wegen ihr. Jetzt springst du vor Freude aufgrund deiner Geschichte, die du unterwegs stürmisch hinschreibst.