SPRUNGBRETTER ZUM HIMMEL
Hast du nicht öfters, tief in einer Spalte deines Geistes, gedacht, dass du Schuld gehabt habest? Wenn jemand rüde war, denkst du, du habest dir die Schuld zuzuschreiben. Wenn dich jemand enttäuscht, erachtest du dich für verantwortlich. Das ist klar, Verschulden, Rüdheit, dir Schuld zuschreiben sind Ideen deinerseits. In diesem Sinne bist du verantwortlich. In einem anderen Sinne ist es so – jeder Zug fährt auf seinem eigenen Gleis, und du bist nicht verantwortlich. Zweifle dich nicht im Nachhinein so viel an, wie du es tust.
Farbe wurde verschüttet. Was hat Schuldhaben damit zu tun? Wische das Verschüttete auf und komme damit weiter, was du tust.
Teile dein alltägliches Leben nicht in das auf, was du hättest gesagt oder getan haben können, was diese oder jene Farbe am Verschüttetwerden gehindert hätte. Vielleicht hätte nichts vermieden werden können. Jedenfalls wurde die Farbe verschüttet. Gehe von dort aus deinen Weg.
Gewähre Gegenbeschuldigungen keinen Unterschlupf. Tue das ganz bestimmt nicht gegen dich selbst. Falls jemand auf dich zugeht und dich schlägt, musst du dann dort weitermachen, wo er stehen geblieben ist und dich ebenfalls abdrosseln?
Das Leben ist keine kleine Sache, aber alles, was sich ereignet, ist klein. Alles was sich ereignet, ist in Vergleich mit dir wenig. Dennoch lässt du Vorkommnisse dich aus der Fassung bringen. Du veranlagst Vorkommnisse im Leben gemäß einem internen Voltmeter deinerseits. Besser das Leben leben als es bemessen. Fünf Sterne heute, einer morgen, hin und her. Falls du das Abschneiden deines Lebens einschätzen musst, dann sieh, dass der Punktestand ausgeglichen ist. Das Leben ist dir zuerkannt worden, und du hast das Ganze von ihm. Du hast ebenso viel Leben wie jeder. Vergleiche weder einen Tag mit dem nächsten, noch dein Leben mit dem eines Anderen.
Du hast deinen eigenen Karren zu ziehen. Vielleicht hat ein Anderer eine Kutsche. Du meinst, du wissest, eine Kutsche sei besser, indes hat ein Karren durchaus seine guten Seiten. Der größte Sieg könnte sich als ein Untergang herausstellen. Der größte Verlust – eine Wohltat. Von dorther, wo du sitzt, wie weißt du das?
Etikettiere nichts. Etikettiere zum Beispiel Armut nicht als Bestrafung. Du weißt nicht, ob sie das ist. Etikettiere nicht. Preise überhaupt nichts aus. Falls du dein Leben beschriften musst, etikettiere es gut. Es ist dein Leben, über das du am Reden bist. Rede nicht schlecht über dein Leben. Denke gut von ihm und spreche gut von ihm. Trage es vor dir her, wie die große Gabe, die es darstellt. Ja, du magst dein Leben als ein Geschenk etikettieren. Ganz bestimmt ist es ein Geschenk, ein Geschenk auf Leihbasis für eine Lebzeit. Es ist eine Leihgabe, die in gutem Glauben gegeben wurde. Heiße es gut.
Grenzen auf der Erde sind begrenzend. Etiketten sind Grenzen. Hebe die Gefängnisgitterstäbe hoch, die dein Leben beschränken. Rangiere die Stäbe aus, die du aufgestellt hast. Sie sind Fiktion, Geliebte. Alle Restriktionen sind Fiktion. Uneingeschränktheit ist Wahrheit.
Ihr seid freilaufend. Ihr seid an die Freiheit gebunden. Strebt ihr nicht auf die Freiheit zu, und befindet ihr euch nicht in der Richtung? Falls ihr euch in etwas einhüllen müsst, schlagt euch in Freiheit ein.
Ihr seid frei zu lieben. Mit der Liebe habt ihr die Carte Blanche. Insgesamt liegt es euch an, mit ihr zu tun, was ihr mögt. Was möchtet ihr? Wollt, dass Mein Wille getan wird, denn mein Wille ist Liebe. Lasst Liebe getan sein. Lasst das Licht der Liebe in eurem Herzen für immer und ewig herausscheinen, unverfroren, dreist, helles Licht der Liebe, bestimmt, die Welt anzuleuchten. Wunder was, die Welt bettelt um euer Licht. Haltet es nicht zurück. Lasst euer Licht seinem Los folgen. Die Lichter Meiner Kinder auf Erden sind Sprungbretter zum Himmel. Christus war Licht, und Licht ist der Weg. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Falls dein Licht Geheimsache war, ist jetzt die Zeit da, es den Blicken freizugeben.