GLAUBST DU AN GLÜHWÜRMCHEN
Vom Anbeginn der Existenz warst du Mein. Wir existieren jetzt. Wir sind die Existenz selbst. Und sodann streichelte Ich mit der Hand „Malerchen, Talerchen ...“, und du hattest einen Körper. Zunächst war da Licht, danach erschuf Ich dich als einen Körper des Lichts. Licht war da, und es gab mithin Strahlen ausgesandten Lichts, die sich in die Welt hinauswagten, und Wir nannten dich ein Menschenseinswesen des Lichts. Irgendwie wurden die bedeutsamen Wörter „des Lichts“ unterwegs weggelassen. Was für ein sorgloser Irrtum. Wisse für immer und ewig, dass du ein Menschenseinswesen des Lichts bist. Du bist nicht dieses oder jenes Menschenseinswesen oder einfach ein weiteres Menschenseinswesen. Du bist ein Menschenseinswesen des Lichts.
Glaubst du mehr an Glühwürmchen als an dich? Du siehst das aufblitzende Licht der Glühwürmchen, und du siehst dein Licht und das Licht der Anderen nicht. Dieses Licht hat sich dir nicht erwiesen. Lasse Mich dir sagen, das Licht, was du bist, hat dir nicht bewiesen zu werden. Beweisführung reicht nur so und so weit. Die Gegebenheit liegt jenseits des Beweises. Weder du noch Ich können bewiesen werden. Beweisen ist belanglos.
In der Welt unterliegt der Beweis dem Wandel. Einmal galt es als bewiesen, dass der Planet, auf dem du gehst, flach sei. Danach wurde es bewiesen, dass er rund sei.
Damit habe Ich soeben bewiesen, dass der Beweis wechselt. Dein Licht existiert mehr als der Beweis. Beweis ist nichts so Wundervolles. Licht ist etwas so Wundervolles.
Insofern als das Licht wundervoll ist, folgt daraus, dass du wundervolles Licht bist. Dass du womöglich dein Licht noch nicht auf die Welt geschienen hast, macht das Licht nicht weniger wundervoll. Es macht dein Licht verborgen, vom Schatten zugedeckt. Licht, das nicht leuchtet, ist vergeudetes Licht, hinwiederum ist selbst verschwendetes Licht Licht. Ausgeschaltetes Licht ist ausgeschaltetes Licht. Es ist keineswegs Licht, was nicht-existent ist.
Die Worte 'Lasst euer Licht demnach vor den Menschen scheinen' sind keine nutzlose Angabe. Eure Mission heißt, euer Licht scheinen zu lassen. Ihr müsst nicht an euren Lichtquotienten glauben, um euer Licht zum Scheinen zu bringen. Ihr müsst nicht einmal an Mich glauben, um Mein Licht zu verstrahlen.
Es ist leichter, ein Menschenseinswesen zu sein, was Licht scheint, als ein Menschenseinswesen, was sein Licht den Blicken nicht freigibt. Es ist gar nicht so einfach, euer Licht zu unterdrücken.
Was würde geschehen, falls ihr euch anhieltet, euer Licht zu scheinen? Ihr könntet euch selbst überraschen. Ihr könntet anfangen, euch selbst im Licht zu sehen. Ihr könntet anfangen, euch selbst einzig in Licht bekleidet zu sehen. Ihr könntet Licht auf eine Welt gießen, die nach eurem Licht lechzt. Ich verkündige, dass ihr eure Füllung an Dunkelheit hattet, Dunkelheit, die schier vortäuscht, sie sei Lichtmangel.
Und doch habt ihr gesehen, dass das Licht ausgeht. Selbst wenn Ich sage, das Licht sei ewig, denkt ihr, das Licht habe einen Schalter.
Ihr glaubt an das Denken. Ihr glaubt an das Mobiliar. Ihr glaubt an Not. Wieso glaubt ihr nicht an euer Beleuchtetes Selbst? Der Winkel Licht ist nicht euer eigen, denn Licht gehört Allen. Licht ist ganz entschieden die Fiber eures Seins. Licht ist nicht minder Licht, weil es ein Jeder hat.
Trachtet weniger nach Licht von Anderen. Lasst vielmehr euer Licht strahlen und funkeln und es andere Herzen entzünden, die unter der Einbuße von Hoffnung abstumpften, oder die sich mit Verzweiflung zerschrammten.
Die Sache ist – Herzen brauchen dein Licht. Du kannst dein Licht nicht mehr länger vor dem Anblick verborgen halten, und insbesondere nicht vor deinem eigenen Anblick verborgen halten.
Du bist auf der Erde, um sie zu erhellen. Entzünde dich selbst mit dem einen oder anderen Gewahrwerden deines Lichts. Wenn du einmal zu dem Lächeln eines Gegenübers beigetragen hast, hast du dein Licht geschienen. Wenn du dich selbst anlächeltest, schienst du dein Licht auf dich. Im selben Licht lächle Ich auf dich. Ich scheine Mein Licht mit Meinem ganzen Herzen auf dich. Es gibt nichts, was Ich mehr mag, als Mein Licht auf dich zu scheinen, und mithin scheine Ich – eben in diesem Augenblick – Mein Licht, wie immer, auf dich.