WERFT DIE KLEINEN FISCHE IN DEN FLUSS ZURÜCK
Ihr seid alle auf einem Kontinuum. Eure Gedanken gehen auf Reise und kehren zu euch zurück. Ein Wort, was ihr heute benutzt, benutzt morgen jemand anderes. Sie hörten euch, ohne es zu wissen. Und ebenso habt ihr Gedanken Anderer gehört, euch nicht gewahr, dass ihr eben dabei wart, das zu tun. Das Hochheben, was ihr Anderen gebt, wird euch zugute kommen.
Es ist, als ob ihr mit jedem Gedanken und jeder Bewegung einen Stock herumschwenkt, der die Welt anführt. Eure Handhabung des Stocks ist mächtig. Ihr mögt denken, dass eure Stimmabgabe nicht von Belang ist, seid euch allerdings gewahr, wie sehr eure Gedanken zählen.
Ihr geht das Hochzeits-Seitenschiff des Lebens entlang. Lasst eure Gedanken Blumen sein, die ihr verstreut. Verstreut keine Unkräuter und Nägel oder Abfall vom Boden. Pflückt die Blumen, die ihr verstreuen möchtet. Ihr habt sie von einem gedeihenden Planeten gepflückt, und ihr habt sie von eurem Herzen gepflückt. Euer Herz ist glücklich in dem Maße, wie ihr von ihm pflückt.
Wenn ihr Erdbeeren abwascht, konzentriert ihr euch auf diejenigen, die in den Teekuchen hinein gehören und legt diejenigen beiseite, die dort nicht so recht hinein sollen. Hier geht es um keine große Sache.
Oder es ist wie beim Angeln. Ihr werft die kleinen Fische in den Fluss zurück. Die zum Braten sind, nehmt ihr mit nachhause.
Lest demnach – unter so vielen Gedanken, aus denen welche aufzuheben sind – jene heraus, die es wert sind, aufgehoben zu werden.
Ihr neigt zum Denken, ihr wärt auf Gedeih und Verderb euren Gedanken ausgeliefert. Sicherlich pferchen sie sich auf ihrem Weg ein. Gut, also dann könnt ihr es sein, der sie durchsortiert, der etliche in der Partie belässt und andere nicht. Im Universum gibt es keinen Platz, dass alle deine Gedanken Zugang gewährt bekommen.
Du kannst bloß ein Auto auf einmal fahren. Selbst wenn du zehn Autos hast, kannst du jetzt soeben nur eines fahren. So steht es auch mit deinen besten Gedanken, du kannst nur einen auf einmal benutzen.
Die Energie deiner Gedanken kommt von Mir, aber deine Gedanken hast du dir ausgewählt. Manchmal fühlt es sich so an, als wären deine Gedanken uneingeladenerweise zu dir gelangt, dass sie sich ihren Weg herein Bahn gebrochen hätten. Dann nimm jene Gäste, die du dir aussuchst, am Arm, und komme damit zurecht. Nimm deine Gedanken in eine Richtung, in die du sie gerne haben möchtest. Du bist der Gastgeber deiner Gedanken.
Wieso sollte jemand Gedanken behalten mögen, die nicht schön sind? Wieso solltest du ihnen die Haare kämmen und sie überallhin mitnehmen mögen? Selbst wenn sich Gedanken dir andrehen, such dir einen aus. Wie bei einem Tanz, du kannst nicht mit Jedem tanzen.
Oder sieh es so, dass du einen Eintopf kochst. Du nimmst nicht alle Zutaten, die sich in deinem Schrank befinden, her und wirfst sie in den Topf. Du nimmst einige Gewürze und lässt andere aus. Gedanken sind Zutaten im Küchenschrank eures Lebens.
Gedanken sind wie Magnete. Oder, falls Gedanken wie Fliegen sind, scheuch etliche davon.
Gedanken geben dir Energie, oder sie zehren sie aus. Du kannst nicht bloß Schnellgerichte essen. Du nimmst auch Früchte und Gemüse zu dir. Du schälst auch Früchte, wenn es ratsam ist. Ja, tatsächlich, eure Gedanken sind schlüpfrig, indes macht ihr trotzdem aus ihnen, was ihr möchtet.
Je näher eure Gedanken an Mir sind, desto mehr seid ihr entschädigt. Meine Gedanken füllen euch mit der Energie der Liebe. Meine Gedanken erhellen euch. Bloß der Gedanke an Mich tut euch Wunder. Denkt einfach daran. In eurem Repertoire an Gedanken kommt der Gedanke an Mich zu liegen. Euer Geist ist ein Gefäß voller Geschmeide. Einige sind künstliche Edelsteine, und etliche sind echte Juwelen. Nimm heute die helle Perle heraus, morgen vielleicht den Smaragd. Bringe jene schönen Edelsteine zum Strahlen, denn sie werten einen auf.