LAUTER ALS JEDE TROMMEL
Wer spricht, und zu wem spreche Ich? Das ist alles ein und dasselbe. Wenn Ich zu dir spreche, spreche Ich zu Mir Selbst, denn du bist Mein Eigentliches Selbst. Du hast jeden Bestandteil, den Ich habe. Du hast die Befähigungen, die Ich habe. Der einzige Unterschied zwischen Uns, falls Ich Uns einen Augenblick lang Uns nennen darf, lautet, Ich weiß, Wer Ich BIN, und Ich rede dem entsprechend. In dieser Sache habe Ich keinen Zweifel, unterdessen du dabei schier Zweifel hast.
Du hast dich vom Wissen verschlossen, vom wahren Wissen, in Wessen Bild du gemacht wurdest.
Du magst ja demgegenüber Lippenbekenntnisse ablegen, du glaubst es jedoch nicht. Ihr seht eure Körper, und ihr seht eure Fehler, wie kann es demnach sein, dass ihr in Meinem Bilde gemacht seid, Ich, der Ich fehlerlos Bin?
Sofern Ich einen Körper habe, ist es der eure, und doch habe Ich keinen Körper und ihr im Grunde genommen genauso wenig. Für eine gewisse Zeit seid ihr in einen physischen Körper eingebracht und konzentriert euch auf die fünf Sinne. Das fühlt sich real an. Ihr könnt es anfassen. Es kann weh tun. Es kann sich ändern. Geliebte, ihr wisst, dass ihr euch fluchtet, worauf Ich Mich nicht ausrichten würde, und darauf richtet ihr euch nicht aus. Ihr stellt euch auf die Illusion scharf, Geliebte, und ihr nehmt die Illusion für echt. Obschon ihr ein unbegrenztes Seinswesen seid, konzentriert ihr euch auf Grenzen. Ihr richtet euch auf jene kleinen Grenzziehungen aus. Ihr glaubt womöglich so sehr an sie, dass ihr nicht einmal versucht, sie zu durchbrechen. Ihr seht sie womöglich als undurchdringbar an, und belasst sie dabei.
Ihr seid nicht David, der dabei ist, mit einem Riesen zu kämpfen. Das ist falsch herum. Geliebte, ihr seid der Riese, und doch habt ihr euch selbst dazu überredet, dass Begrenzungen echt und dass sie größer als ihr seien.
In der Welt, in der Ich lebe, gibt es kein Groß und Klein. Ich benutze die Wörter groß und klein, damit ihr eine Vorstellung von eurer Reichweite habt. Du lebst in einer riesigen Welt, und du bist umfassender als die Welt, in der du lebst. Und doch hast du dich zu einem kleinen Fisch in einem großen Teich gemacht. Das ist für sich genommen ein Nachweis, dass du es anders tun kannst. Falls du dich selbst klein machen kannst, kannst du tatsächlich alles machen.
Du musst nicht irgendetwas bewerkstelligen, um dich Groß zu machen, denn du bist es bereits. Alles, was du zu tun hast, ist das Kleine los lassen. Lasse die Vorstellung von Klein los. Du bist derart riesig, dass du die Welt unter deinem Arm hältst. Du trägst sie mit dir herum. Du lässt sie hin und her prallen. Du rüttelst sie. Du wirfst sie umher, und doch unterschätzt du sie, denn du unterschätzt dich selbst. Indes bist du mächtiger als die Welt.
Du bist wie der Griffel, der mächtiger als das Schwert ist. Wird euch das nicht ganz offensichtlich? Du bist riesiger als das Riesige. Du bist das Beachtenswerte des Beachtenswerten. Ich, Gott, habe dich gewählt. Es ist nicht wirklich so, dass du Mich in der Welt abzeichnest, ausweist und porträtierst. Es ist eigentlich so, dass du in der Welt Ich bist. Du bist kein Unterschiedener. Du bist nicht all diese Andersheit, die du als dich angenommen hast.
Wiewohl es so darum steht - du hast Augenblicke der Größe kennen gelernt. Ich spreche nicht von der Größe, die in der Welt für heilig gehalten wird. Ich spreche von Größerem. Du hast Augenblicke unausdrückbarer Liebe kennen gelernt. Sie hat dein Herz gequetscht. Du warst in eine Stille eingeweiht, die lauter als jede Trommel war. Es gibt Augenblicke, wann du einen flüchtigen Eindruck davon erheischst, woraus du gemacht bist und was du bist und was du selbst als ein Menschenseinswesen in der Welt sein kannst.
Was wäre, falls ihr Engel wärt, Geliebte, wie Ich das sage. Du bist ein Engel Gottes. Deine Flügel sind in deinem Herzen zusammengefaltet. Entfalte sie jetzt. Mache dir in deinem Auge ein Bild von deinen Flügeln, wie sie sich öffnen und öffnen und öffnen, bis du ohne jeden Zweifel deine Herrlichkeit wie auch die Meinige erkennst.