EIN MEER VOLLER JA
Bemerke den Unterschied zwischen beidem: wie du dich fühlst, wenn du bereitwillig bist, und wie du dich fühlst, wenn du unwillig bist.
Wenn du dich willig fühlst, bist du wie ein erfahrener Skifahrer, der einen Hang hinunterwedelt. Wenn du dich unwillig fühlst, trottest du hügelaufwärts. Wenn du unwillig bist, ziehst du deine Füße hinterher. Besser, du bist ein Tänzer, der aufsteht und tanzt.
Du hättest es gerne, dass jede Anfrage, die dir gestellt wird, leicht mit einem Ja beantwortet wird und auszuführen ist. Mit Widerstand im Gemüt wird es schwer, Ja zu sagen und dem Wunsch zu entsprechen. Was ist es genau, dem du dich widersetzt?
Was wäre denn, wenn du einen ganzen Tag lang bereitwillig akzeptiertest, worum man dich bittet? Was würde dich das kosten?
Ich mute dir nicht an, dass du für Jeden auf Abruf stehst. Ich mute dir nicht an, dass du - anstelle von Widerstand - der Antwort zugeneigt bist: "Ja, in Ordnung, sicher, das werde ich machen." Vielleicht war der Widerstand eine automatische Reaktion. Vielleicht ist der Widerstand wie eine Uniform, die du angezogen hast, und du spielst die Soldatenwache, die sagt: "Halt." Vielleicht bewahrst du dich selbst davor zu sagen: "Ja." Wovor beschützt du dich deiner Vorstellung nach? Wann wurde es pfiffig, Nein zu sagen?
Ich mache nicht den Vorschlag, dass du deinen gesunden Menschenverstand wegwirfst. Ich mache den Vorschlag, dass du weniger rasch dabei bist, dich dem zu versagen, was das Leben dir darbietet.
Widerstand ist eine Menge Beschwerlichkeiten.
Was wäre, wenn dein Sohn, jedes Mal, wenn du ihn darum bittest, den Abfalleimer zu leeren, "Ja, sicher" sagen würde. Und wenn er dann aufstünde und es täte. Wie würde es sich anfühlen, auf der Empfangsseite des Ja zu sein.
Oh, in England sein! Oh, überall dort sein, wo den Menschen das Ja leicht von den Lippen geht.
Jemand fragt: "Kannst Du mir helfen?" Und du sagst: "Ja, worum geht es?" Sei ein Botschafter für Mich. Gewähre die Wünsche Anderer.
Was wäre, falls du einen Tag lang nicht eine einzige Gelegenheit auslassen würdest, die sich dir darbietet?
Nein ist ein Pfropfen. Ja lässt dich mit 'Jetzt kannst du gehen' loslaufen.
Nein ist eine Basstrommel. Ja ist eine Flöte.
Was wäre, falls du dich einen Tag lang mit niemandem über etwas auseinandersetztest? Nicht einmal mit dir selbst?
Was wäre, falls du ein paar Kugeln Eis möchtest, und wenn du sie für dich bekämest? Was wäre, falls du mit links, anstatt an all die Gründe zu denken, die einem Nein zugute kommen, ein Ja befürwortetest?
Es ist, als gäbe es zwei Teams. Das eine ist Ja, und das andere Nein. In welchem möchtest du sein? Mit welchen Teammitgliedern möchtest du am Meisten in Verbindung stehen? Welches Team bekommt deine Stimme?
Wann wurde es schlau, ein Neinsager zu sein? Wie wurde Nein mit Stärke und Substanz in Verbindung gebracht, unterdessen die Wahrheit lautet, dass Nein ein Schwachmacher, und dass Ja ein Starkmacher ist.
Falls du durch einen Tag segeln möchtest, sage Ja. Dir wird Eilfertigkeit zueigen sein. Falls du einem Hindernis nach dem andern begegnen möchtest, sage Nein, und du wirst links wie rechts Hindernisse vorfinden.
Praktiziere einen Tag lang Ja. Habe das Ja bereits auf der Zungenspitze. Sage zum Leben Ja.
Es braucht keine Anstrengung, Nein zu sagen, denn Nein ist eine Unterbrechung im Strom des Lebens. Nein ist ein Damm. Nein ist ein Blocker.
Ja öffnet die Schleuse, und der Strom des Lebens fließt fröhlich, fließt frohen Herzens.
Beim Fußballspielen gibt es Stürmer und Verteidiger. Nein ist ein fantastischer Verteidiger. Nein ist ein Felsbrocken, der den Eingang dafür, was dahinter liegt, versperrt. Ja macht Landeberührungen.
Nein ist mürrisch. Ja ist gut aufgelegt.
Experimentiere einen ganzen Tag lang mit dem Ja, und schau, wie du es magst.
Falls es für dich zu viel ist, dich zu bitten, den ganzen Tag über Ja zu sagen, dann gehe los und sage für jedes Nein zweimal Ja.
Segle über ein Meer des Ja.