HIMMEL UNTER GARANTIE
Gepflogenheiten entstammen der Vergangenheit, das versteht ihr. Eine von ihnen ist das Analysieren. Die Analyse befindet sich auf einer bestimmten Ebene. Es ist die Oberflächen-Ebene. Wir können sagen, Analyse ist ein Spiel. Mit Sicherheit ist sie ein Spiel, was ihr spielt, sobald ihr versucht, Mich zu analysieren. Die Analyse unternimmt einen Anlauf, Meine Gedanken in getrennte Teile aufzubrechen, und hernach ein Gedankengebäude daraus zu errichten. Die Analyse schaut sich nach einer Abfolge um. Sie schaut sich nach einer übersichtlich angeordneten Ursache und Wirkung um. Die Analyse versucht, eine Antwort zu finden, und dennoch, sie ist stets infrage stellend.
Beim Analysieren des Göttlichen seid ihr bemüht, eine gehörige Ursache und Wirkung herauszufinden, um den Himmel und Mich präzise anzuzeigen. Die Welt war voll von Ursache und Wirkung. „Seid gut, und ihr werdet in den Himmel gelangen. Es ist besser, ihr seid gut, dann wird der Nikolaus zu euch nachhause kommen.“
Ich garantiere euch den Himmel. Wie könnt ihr das analysieren? Wie könnt ihr das reduzieren, was bereits das Einfachste unter dem Einfacheren ist?
Ich sortiere Menschen nicht. Noch auch suche Ich Gründe und Rechtfertigungen dafür auf, was Ich tue. Ich treffe keine Unterscheidungen. Ich sitze nicht zu Gericht. Es ist automatisch, dass ein jeder in den Himmel kommt. Wie könnte es bloß anders sein? Möchtet ihr Mich gerne zu einem Gott der Aburteilung machen? Aus der logischen Sicht der Welt her ist es nicht logisch, einen jeden in den Himmel hineinzulassen. Euer logisch trainierter Verstand möchte sagen, dass Etliche draußen bleiben sollten.
Lieben ist nicht vereiteln. Es ist schön, dass Jeder in den Himmel kommt. Ihr mögt an Bestrafung glauben, Ich aber nicht.
Ihr möchtet sodann sagen, worum geht es dann dabei, was ihr gut nennt, wenn ihr nicht vor denen dran seid, die wohl nicht so gut wie ihr sind? Ihr könntet sagen: „Das ist unfair.“
Geliebte, vom allerersten Anfang an habt ihr den Himmel verdient. Möchtet ihr tatsächlich der einzige im Himmel sein? Möchtet ihr gerne, dass zum Himmel kommen ein Wettbewerb ist, dass es nichts Gegebenes ist?
Gebt die Liebe um ihrer selbst willen und nicht für ein Klopfen auf die Schultern. Es gibt keinen Auswahlprozess. Ich bitte euch, Liebe zu geben, selbst jenen, die dem Anschein nach der Liebe ledig sind, und die nicht so viel zu geben zu haben scheinen wie ihr. Würde Ich weniger geben? Wofür ist Liebe, Geliebte? Sie ist dafür da, genutzt zu werden, nicht zurückgehalten zu werden. Ihr erhebt Einwände gegen Verbrechen, wäre es indes nicht kriminell, irgendjemand aus dem Himmel fernzuhalten?
Wer hat den Himmel mehr nötig? Ist es du, der du Liebe gibst, oder jemand, der dem Anschein nach keine hat oder der wenig Liebe zu geben hat?
Was ist Analyse, Geliebte? Ein Mittel, um zu rechtfertigen oder um anzufechten. Es ist ein durch Menschen gemachtes Mittel. Natürlich, macht weiter so und analysiert Metalle. Analysiert Probleme und löst sie. Ich bin problemfrei. Wieso Mich analysieren? Wieso den Himmel analysieren?
Ich bitte euch, zu Mir zu kommen. Was gibt es da zu analysieren? Was gibt es da, was ihr zu verstehen habt? Himmel und Erde sind wie zwei verschiedene Sprachen. Sobald ihr den Himmel analysiert und versucht, ihn in weltliche Begriffe einzubringen, ist das das gleiche, wie wenn ihr fragt: „Wieso folgt die baskische Sprache nicht den Regeln der englischen und chinesischen Sprache?“
Schaut, genießt einfach die baskische, englische, chinesische und alle schönen Sprachen. Erfreut euch aus dem gleichen Grund schier am Himmel, an Mir und an der Erde.
Wenn Liebe da ist, um zu scheinen, was gibt es da zu fragen? Welche Formel hat geschaffen oder umstrukturiert zu werden?
Sobald ihr analysiert, versucht ihr, einen viereckigen Holzdübel in ein rundes Loch passend hinein zu schlagen. Ihr versucht, etwas in das einzupassen, was ihr bereits wisst. Wäre es nicht besser, über das hinauszugehen, was ihr bereits wisst? Was denn soll die Sache sein bei dem Ansinnen, etwas entlang einer beschränkten Wahrnehmung aufzureihen?