EINE WAHL, DIE DU VOR LANGER ZEIT GETROFFEN HAST
Ganz bestimmt bin Ich auch inmitten deiner persönlichen Konfusion. Deswegen, wo ist Konfusion? Sie ist bloß eine Einblendung. Sie ist nur eine Abdeckung für die Klarheit, die schlicht und unschuldig darunter liegt.
Sofern Klarheit die Wahrheit von dir ist, welche Rolle spielt dann das Zögern in deinem Leben? Wofür ist es? Du zögerst, weil du dich nach Gewissheit umschaust; was ja damit gleichbedeutend ist, dass du dich nach der Brille umschaust, die du bereits auf der Nase trägst. Du siehst sie nicht, aber sie ist da, und dennoch schaust du weiterhin nach ihr.
Gewissheit ist dein, doch sie bedeutet nicht, du wählst die Ausgänge deiner Wahlen. Du wirst dich immer ungewiss fühlen, wenn du Ursache und Wirkung eng miteinander verknüpfst. Das Ergebnis ist nicht immer in deiner Wahl inbegriffen. Und wenn das Ergebnis dein Fokus ist, wirst du eben das Ergebnis verhindern, das du begehrst, da du dich so eng daran festhältst.
Ergebnisse sind vielleicht Nebenprodukte deiner Wahlen, oder Ergebnisse sind vielleicht für deine Wahlen zufällig, aber Ergebnisse sind nicht deine Wahlen. Sie mögen deine bewussten Bestreben sein, indes ist es dir nicht angelegen, Ergebnisse zu kontrollieren. Wirst du das bejahen?
Es ist klar, dass du ein Leben zu leben hast. Du bist auf der Erde in einer irdischen Form präsent, und du musst in ihr deinen Weg nehmen. Das besagt, du bewegst dich in ihr fort. Das besagt, du hast den ganzen Tag Wahlen zu treffen. Wahlen freilich sind nicht so folgenreich, wie du denkst. Du hältst das Gewicht von Entscheidungen in einem Gleichgewicht, was indes gibt es da zu wiegen. Und erst recht ist da keine genaue Skala zu verzeichnen, um deine Wahlen abzuwiegen.
Sobald eine Wahl einmal getroffen ist, ist sie getroffen, und dennoch fährst du fort, deine Wahlen umzuarbeiten. Du überprüfst sie; du betrachtest sie aufs Neue. Du verfolgst sie rückwärts, und die ganze Zeit über lautet die Wahl nun, voranzugehen.
Dein Auge auf dem halten, wohin du gehst, ist nicht das gleiche wie ein Ergebnis herbeibefehlen oder einfordern. Einen Ausgang ordern ist, den kleinen Schritten entlang des Weges zu viel Aufmerksamkeit zu zollen. Solange du jeden Schritt als einen Meilenstein erachtest, wirst du von der Richtung abgelenkt sein, in die du gehst. Schritte sind klein. Ausrichtung ist das Zuvorderste.
Halte deine Aufmerksamkeit hoch, anderenfalls ist das Leben ein Labyrinth.
Halte deine Augen auf den Sternen und auf der Sonne, dem Mond und auf anderen kurzen Anblicken des Himmels. Dann wirst du nicht trödeln. Dein Schritt wird leichter. Du wirst deinen Weg leichter finden.
Erdverbunden sein sichert nicht dein Geschick. Deine Füße an der Erde festnageln hilft dir nicht, dich fortzubewegen. Sterne-bestaune, und du wirst dich ohne bewusste Intervention voranbewegen. Der Polarstern wird dich leiten. Wann hat das Licht der Sterne nicht geführt?
Jedoch hast du gedacht, dass du dein Leben unabhängig führst, aber es ist weitaus mehr als die Mannigfaltigkeit der Wahlmöglichkeiten, die du durch halbverschleierte Augen hindurch ausgeführt hast.
Du trafst Wahlen, bevor du zur Erde kamst. Du kamst nicht von der Erde. Du kamst zur Erde. Du kamst von irgendwo. Dieses Irgendwo ist es, wonach du suchst. Jenseits der Einzelheiten der weltlichen Wahlmöglichkeiten wurde eine größere Wahl gefällt, und du hast sie gefällt, und nun suchst du nach dem, was du zuvor und über die Dimensionen der Erde hinausgehend gewählt hast. Du bist größer als jedwede Dimension. Du bist mehr als drei Dimensionen. Du bist gar keine Dimension.
Brich aus den Grenzen aus, die du dir selbst gesetzt hast. Jene Grenzen werden als Konfusion bezeichnet, oder sie laufen unter dem Namen Zögerlichkeit oder Aufschieben.
Du bist mit dem Himmel verschmolzen. Darüber wurde vor langer Zeit befunden. Und gleichwohl wählst oder debattierst du das nach wie vor. Du bist bereits auf deinem Weg, und du fragst dich, welchen Weg du nehmen wirst. Womöglich siehst du den Himmel als eine Wahloption, wenn du so willst, Ich indes nenne ihn eine vor langer Zeit getroffene Entscheidung, und Ich gab deiner Entscheidung den Namen Wahrheit.