WAS WÄRE, WENN DU LIEBTEST?
Was wäre, wenn du jeden liebtest? Was wäre, wenn du jeden Menschen auf der Erde liebtest, so wie er ist? Wie würdest du dich fühlen? Wie wäre das Leben dann?
Was wäre, wenn jeder, den du kennst oder dem du begegnest, dein Vater oder dein Bruder, dein Sohn oder deine Mutter, Schwester, Tante, Nichte oder Enkelin wäre? Was wäre, wenn du so glücklich mit allen, die vor dir erscheinen, wärst, dass du das Gefühl hast, du träfest sie im Himmel, wo die Engel tanzen?
Geliebte, was wäre, wenn ihr allen Widerstand los ließt? Was wäre, wenn ihr euch im Leben nicht verstrebt? Was wäre, wenn ihr schlicht liebtet, und wenn Widerstreben zu lieben eine Sache der Vergangenheit wäre?
Was für ein Geschenk wärst du doch der Welt! Was für ein Geschenk wärst du!
Ich gab euch die Welt als ein Geschenk, und nun bitte Ich euch, das Geschenk zu sein, das Ich euch gab. Tretet heraus aus demjenigen, was euch abgehalten hat, voll und ganz zu lieben. Begebt euch weg von dem, was euch abgehalten hat, euer Herz zu öffnen. Begebt euch von jeglichen Barrieren weg, die eure wahre Sicht von euch fortgehalten haben. Zieht jene alten Bilder fort, die ihr mit euch herum tragt. Lasst sie in der Sonne verbleichen.
Ihr sagt, ihr würdet alle lieben, sofern ihr bloß könntet. Ihr sagt, ihr würdet alle lieben, wenn doch bloß alle liebenswürdig wären. Beseitigt diesen Fleck aus eurem Auge. Seid klaren Auges, und ihr werdet lieben, wie ihr noch nie zuvor geliebt habt. Seid neuen Auges. Seht, so wie ihr bislang noch nie gesehen habt.
Euer Bruder Christus liebte alle. Das war keine schmusige Liebe. Seine Liebe war derart, dass er alle lieben konnte, weil er keine Hemmnisse zu lieben besaß. Er war er selbst, der daherging. Er liebte einfach. Natürlich, wasimmer und werimmer in seinen Blick geriet, veränderte seine Liebe nicht. Leprakranke und Kinder, er liebte sie alle. Äußerliches war nicht sein Führer. Ich war sein Führer.
Meinst du, Buddha habe unterschieden, herausgelesen und ausgewählt, auf wen er sein Auge werfen wollte? Er klaubte seine Liebe nicht auseinander.
Liebe und Weisheit gehen Hand in Hand. Du kamst mit dem gleichen Bestand an Liebe auf die Erde, mit dem all die Großen hierher kamen. Ich gab ihnen nicht mehr. Ich gab dir nicht weniger. Dass du deine Liebe aufgliedertest, war nicht Meine Wahl. Das war die deine. Ich sagte nie, nur jene zu lieben, die genauso wie du aussehen. Ich sagte nicht, nur jene zu lieben, die dir gefallen. Liebe deinen Nachbarn meint jedermann in der Welt lieben, denn alle sind deine Nachbarn. Alle sind deine Brüder. Alle sind du. Sie sind nicht einmal einen Herzschlag weit weg. Du bist von dir selbst keinen Herzschlag weit weg.
Möchtest du nicht alle Meine Kinder lieben? Möchtest du auch nur eines Meiner Kinder verachten? Wieso möchtest du nicht lieben? Du sagst in aller Ehrlichkeit, du möchtest es, du möchtest es wirklich, nur tust du es nicht. Du sagst, du ziehest dich von diesem oder jenem Menschen aus gutem Grund oder aus gar keinem Grund zurück. Irgendwie, so sagst du, versteift sich dein Rückgrat bei diesem oder jenem Menschen. Ja in der Tat, du sagst Mir, dass es sehr wenige Menschen gibt, bei denen sich dein Herz völlig wohl fühlt.
Ihr habt euch für eine Achse am Geländer Meiner Liebe gehalten, unterdessen ihr das Geländer insgesamt seid. Sobald sich euer Herz mit euch wohl fühlt, wie leicht wird es dann für euch sein, all die anderen scheinbaren Achsen zu lieben, die euch folgen oder vorhergehen. Entsinnt euch, ihr seid Mein. Entsinnt euch, ihr seid die Liebe Meines Lebens und die Liebe Meines Herzens, und jeder andere ist es ebenso. Indem ihr dessen eingedenk seid, wird euch unzweideutige Liebe leichter fallen.
Geliebte, wollt ihr heute für Mich lieben? Wollt ihr freundlicherweise eure Liebe frei lassen, sodass sie nach Belieben herumstreift und alle liebt, auf denen euer Auge niedergeht?